Okt 162014
 
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Verknüpfung mit Evernote

Unter den vielen Mindmap-Programmen ist XMind seit Jahren mein persönlicher Favorit. Bereits in der kostenlosen Version leistet diese plattformübergreifende Software sehr viel und wurde von den Lesern von Lifehacker.com zur beliebtesten Anwendung seiner Gattung gewählt. Bereits in zwei früheren Artikeln (1, 2) habe ich gezeigt, wie man Mindmap-Programme mit Evernote verbinden kann. Die neue 6-er Version von XMind erscheint im Dezember, ist aber schon jetzt mit allen Pro-Funktionen als Beta kostenlos downloadbar. Ganz neu dabei: die Evernote Integration. Man kann damit Quelldatei, Grafik und Gliederungsansicht an Evernote übergeben.

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die Evernote-Notiz

Dabei beschränkt sich XMind nicht auf eine einfache Übergabe. Nimmt man Veränderungen, Ergänzungen an seiner Mindmap in XMind vor, so finden sich diese Änderungen auch in der Evernote-Notiz. Fügt man also beispielsweise einen neuen Zweig ein, so wird auch in Evernote die Abbildung in der bestehenden Notiz verändert.

Wer XMind nur für ein Mindmap-Programm hält, sollte einen näheren Blick darauf werfen: es gibt eine ganze Reihe von Funktionen für den Bereich Projektmanagement (Fortschrittsanzeigen usw.) sowie einen sehr flüssigen Präsentationsmodus für den Beamer.

Via Twitter – Dank an Reto Eugster für den Hinweis!

 

 
Okt 122014
 
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Auswahl von Farben

Die neue Web-Beta wird in den kommenden Wochen etliche zusätzliche Funktionen erhalten. Wer nicht so lange warten möchte, der kann schon jetzt Erweiterungen installieren. Dazu zieht man zwei einfache Links (Bookmarklets) von dieser Seite in seine Lesezeichenliste – fertig. Mit “EN+Format” spendiert man dem Web-Editor eine Highlight-Funktion samt Überschriften-Auswahl.
“EN+Tables” stellt die üblichen Tabellenformatierungen zur Verfügung, Linien und Zellhintergründe können Farben erhalten.

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schnelles Einfügen von Tabellen

 
Okt 112014
 
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frei für den Test

Während in den letzten Wochen in den Vorstufen des neuen Firefox-Web-Clippers noch einige Funktionen fehlten, ist nun in der Version 6.0.25-Alpha praktisch alles vorhanden, was das Herz begehrt: Ob Speicherung von Webseiten, PDF-Dateien, Screenshots mit Markierung usw. scheint bereits gut zu funktionieren. Die Kleinigkeiten, die mir bei meinen Tests aufgefallen sind: “verwandte” Notizen werden nicht immer angezeigt, der Markierungsstift bei der bereinigten Ansicht fehlt noch, die Verknüpfung mit der Google-Suche ist noch nicht perfekt und die “Share/Reminder”-Icons fehlen.

Auch die zusätzliche Funktion: “Ausschnitte aus …”, die Thumbnails von Notizen anzeigt, die man bereits auf dieser Website ins Archiv aufgenommen hat, ist eingebaut. Ich habe jetzt mal meinen bisherigen Clipper ausgetauscht und überprüfe die Sache auf ihre Alltagstauglichkeit. Vielleicht berichten Leser ja über ihre Erfahrungen damit in den Kommentaren.

 

 
Okt 092014
 
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ein Klick genügt

Wer oft mit den gleichen Vorlagen arbeitet, der kann sich unter Windows 7 ein paar Klicks ersparen: Die Notiz, die den Inhalt der Vorlagennotiz enthält, wird als ENEX-Datei auf einen beliebigen Pfad der Festplatte exportiert. Anschließend zieht man diese Datei via Drag ‘n Drop auf die Taskleiste von Windows (nicht direkt auf das Evernote-Icon, eher etwas links/rechts daneben.

vorlagen-heften2

anheften

Windows bringt die Meldung “Anheften an Evernote”. Diesen Vorgang kann man mit weiteren Vorlagen wiederholen, so entsteht eine ganze Liste. Klickt man nun eine der Vorlagen in dieser Liste an, so wird sofort eine neue Notiz mit den gewünschten Inhalten im Standard-Notizbuch erzeugt. Möchte man die Vorlage gleich in einem bestimmten Notizbuch erzeugen, so wählt man dieses zunächst aus und zieht die Vorlage in dieses Notizbuch.

Übrigens gibt es beim Export-Vorgang den Button “Optionen”. Wenn man diesen anklickt, kann man sich entscheiden, ob die Schlagwörter, die der Vorlage zugwiesen wurden, später automatisch eingefügt werden sollen.

 
Okt 062014
 

Im deutschsprachigen Blog vergleicht Evernote die neue Webansicht mit dem Aufspringen auf einen “epischen Zug” [1]. Evernote kennt natürlich seine Anwender und weiß, dass solch radikale Änderungen auf ein zwiespältiges Echo stoßen werden. Gleich mal zur Beruhigung: In der nächsten Zeit wird die gewohnte Ansicht parallel nutzbar sein und nicht so schnell abgelöst werden. Auch ist die neue Ansicht in einem “frühen Betastadium”, so dass man mit einem endgültigen Urteil noch ein wenig warten sollte. In einem Video-Rundgang möchte ich die grundsätzlichen Unterschiede aufzeigen.

[1] Die Original-Presseerklärung lautet “we’ve decided to go epic”, was man ein wenig sinn-näher übersetzen könnte mit “Wir lassen uns auf ein Abenteuer ein”.

 

 

 
Okt 032014
 
evernote-web

neue Web-Ansicht von Evernote

Gerade ist die Evernote-Konferenz in San Francisco angelaufen – und jede Menge Neuerungen werden vorgestellt. Dazu jetzt nur ein paar Stichpunkte, in den nächsten Tagen folgen ausführlichere Informationen.

  • Schon jetzt kann man eine alternative Web-Ansicht seiner Evernote-Notizen ausprobieren, die wesentlich klarer und moderner als die bisherige Ansicht (die noch länger erhalten bleiben wird) erscheint.
  • Wenn man im Team arbeitet, so kann man künftig bei geteilten Notizbüchern eine Chat-Variante mit seinen Kollegen durchführen (“Work Chat” genannt).
  • Der bereits aktuell recht beliebte Präsentations-Modus wird ein Update erhalten (“Presentation Mode 2.0″)
  • Von der iPad Notizen-App Penultimate wird es Version 6 geben.
  • Eine neue App wird handschriftliche Notizen scannen und digitalisieren (“Scannable”).
  • Moleskine wird eine Planer-Variante mit einigen Besonderheiten für Evernote auflegen.
  • Auch am Editor wird geschraubt werden usw. usw.

Spannende Wochen stehen uns also bevor ;-)

 
Okt 022014
 
ralf-zeigermann

Foto: Konstantin Binder

Ralf Zeigermann ist freiberuflicher Graphiker und Autor in Großbritannien. Seiner Homepage kann man einen sehr interessanten Lebenslauf entnehmen: Von Dortmund kommend, in den 70-er und 80-er Jahren Gitarrist in verschiedenen Punk-Bands über Hamburg u. a. als Art Director in der bekannten Agentur Scholz & Friends über Cambridge bis London. Dort ist er heute freiberuflich tätig. Für seine Auftragsverwaltung nutzt Ralf Zeigermann Evernote auf eine sehr interessante Weise. Er war so nett, für meinen Blog einen Gastbeitrag darüber zu schreiben. Herzlichen Dank!

Ein Job-Bag/Job-Number System mit Evernote

Kurz vorab: ich lebe seit über 20 Jahren in Großbritannien und arbeite als freiberuflicher Graphiker und Autor. Von daher sei es mir bitte verziehen, wenn ich unter anderem die englisch-korrekten Ausdrücke “Job-Bag” und “Job-Number” verwende, da ich die deutschen Entsprechungen wirklich nicht kenne und ich auch vor dem Gebrauch des Wortes “Auftragsnummernsystem” etwas zurückschrecke.

Bislang war das Leben als Graphiker recht einfach für mich – ein Kunde gab mir einen Auftrag, ich erledigte ihn, schrieb die Rechnung und irgendwann trudelte der nächste Auftrag ein. Seit einiger Zeit aber gestalte ich für einen Kunden dessen gesamte In-House-Kommunikation, also viele verschiedene Jobs, die auch durchaus mal gleichzeitig aufschlagen. Da gibt es die Mitarbeiterzeitschrift, Poster, Zertifikate, Logos, Anzeigen, den Newsletter und vieles mehr. Langsam begann ich den Überblick zu verlieren: hatte ich die Rechnung für das Poster schon geschrieben? Ist die Rechnung für den Newsletter schon bezahlt? Ist das Layout der Anzeige vom Kunden abgenickt? Was ist eigentlich mit dem Logo, dessen Gestaltung ich vor 3 Wochen begonnen habe?

Kurz, es mußte ein Job-Number-System her.

Natürlich gibt es spezielle Apps, die auf genau so etwas zugeschnitten sind, es gibt sie für große Agenturen, für mittlere Büros und natürlich auch für Einzelkämpfer wie mich. Aber, so fragte ich mich, warum schon wieder Geld für Software ausgeben (und diese Programme sind nicht gerade billig), wenn ich doch bereits äußerst zufrieden Evernote benutze? Vielleicht läßt sich damit etwas auf die Beine stellen, welches mein Problem löst?

Gesagt, getan. Nach viel Herumprobieren bastelte ich mir schließlich ein System zusammen, welches für meine Zwecke perfekt funktioniert.

Ich erstellte zwei Notizvorlagen in Evernote. Die erste ist der eigentliche “Job-Bag” und dieser sieht so aus:

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Vorlage 1: Job-Bag

Der Titel der Notiz besteht aus der Job-Number und einer Beschreibung des Auftrags, darunter dann Datum, Name der Kontaktperson, und gleich nochmal die Job-Number.
Der Bereich “Art” ist für Dateianhänge, sobald ein Auftrag abgeschlossen ist – ein niedrig aufgelöster PDF und die letzte, endgültige Adobe-InDesign-Datei.
Der Raum unter dem “Art”-Bereich ist für die Auftragsbeschreibung des Kunden vorgesehen, E-Mails, Änderungen und dergleichen. So habe ich die gesamte Kommunikation mit dem Kunden in einer Evernote-Notiz und muß mich nicht mehr durch mehrere, im Mail-Programm verstreute E-Mails durchquälen.

 

Und so sieht ein “Job-Bag” aus, wenn ein Auftrag abgeschlossen ist:

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Job-Bag nach Abschluss

Die zweite Notizvorlage dient der Erstellung einer Auftragsliste:

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Vorlage 2: Auftragsliste

Jedesmal, wenn ein neuer Auftrag ins Haus flattert, wird dieser Text in eine (einzige) Notiz eingefügt. Dadurch entsteht im Laufe der Zeit eine Liste aller Aufträge, die zur Zeit laufen, bzw. abgeschlossen sind. Der Status eines jeden Auftrags kann dort abgehakt werden, ob er bereits begonnen ist, genehmigt, ob die Rechnung erstellt ist und – am wichtigsten – ob der Auftrag schließlich auch bezahlt wurde.

Unter “Links” wird ein interner Evernote-Link zum entsprechenden “Job-Bag” eingefügt. Das sieht dann so aus:

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alles auf einen Blick

Im Augenblick funktioniert dieses System für mich einfach. In die “Job-Bags” kommt der ganze Ramsch, der zu einem Graphiker-Auftrag gehört, und anhand der Liste habe ich einen schnellen Überblick über alle Aufträge.

Ralf Zeigermann, http://zeigermann.com

 
Sep 302014
 
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strukturierte Texterfassung

Über die Vorteile via Markdown Texte in Evernote zu erfassen, habe ich ja schon ausführlicher geschrieben. In der Mac-/iOS-Welt eine gängige Form der Texterfassung, unter Windows-/Android führt diese Variante zwar eher ein Schattendasein, wird aber gerade unter Autoren immer beliebter. Ein speziell für Evernote entwickelter Editor – Marxi.co – ist via Web-Frontend online unter allen Betriebssystemen zugänglich (wenn man möchte: auch offline via Chrome-Browser-App).

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Evernote-Notizbücher

Marxi.co verbindet sich mit Evernote und synchronisiert die geschriebenen Texte mit den eigenen Notizen. Innerhalb von Marxi.co können vorhandene Evernote-Notizbücher aus einer Liste ausgewählt und Schlagwörter vergeben werden. Die Synchronisation erfolgt wahlweise automatisch alle 10 Minuten oder per Mausklick. Kleine Einschränkung: Der Sync erfolgt nur in Richtung Evernote. Dort kann man zwar den Text ergänzen, diese Ergänzungen finden sich dann aber nicht in Marxi.co. Allerdings weist jede erstellte Notiz ganz oben ein kleines Link-Symbol auf, mit dem man sofort Marxi.co mit dem korrekten Text aufrufen und weiterarbeiten kann. In der Praxis geht das sehr viel flotter, als man das von anderen Online-Editoren kennt, da kein Account geöffnet werden muss.

Besonderheit: unsichtbarer Code

Marxi.co hat sich für die Datenübermittlung nämlich eine Besonderheit einfallen lassen, die andere Online-Editoren nicht beherrschen: Die geschriebenen Texte werden nicht in einem Marxi.co-Account gesichert. Vielmehr wandert in die Evernote-Notiz der sichtbare formatierte (HTML-)Teil plus – in einem “unsichtbaren” Bereich – der Markdown-Quellcode. Erst beim erneuten Aufruf von Marxi.co wird dieser Quellcode wieder vom Editor ausgelesen – der Text ist also alleine bei Evernote aufbewahrt.

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schneller Back-Link

Bezüglich der eigentlichen Markdown-Syntax ist nicht viel zu sagen: sie funktioniert weitgehend wie gewohnt. Listen und Aufzählungen werden automatisch durch die Enter-Taste ergänzt, es erfolgt auch – entgegen der Konvention – jeweils eine neue Zeilenschaltung. Mir persönlich ist es sehr lieb, dass ich alternativ zum Asterix (*) des Unterstrich (_) verwenden kann, das geht auf der deutschen Tastatur für mein Gefühl etwas flotter.

Wer erst mit Markdown beginnt, kann sich eine Menüzeile einblenden lassen, allerdings hat man die Syntax ohnehin schnell erlernt. Auch eine Reihe von Tastenkombinationen sind vorgesehen: Strg. + S beispielsweise für die manuelle Synchronisation.

Dazu kommen noch eine Reihe optischer Bonbons (jede Menge Templates können eingestellt werden), man kann Marxi.co im bekannten 2-Spalten-Modus betreiben oder auf Wunsch auch auf eine Spalte reduzieren usw. Eine sehr gelungene Anwendung aus meiner Sicht.

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Anpassungen nach Wunsch

 
Sep 292014
 
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mobil Notizen abrufen

Vor einigen Tagen hatte ich ja über die neue Anwendung “Note Station” für Synology DSM 5.1 ausführlich berichtet. Als kleiner Nachtrag nun noch ein paar Screenshots von der mobilen App “DS note”. Momentan nur unter Android erhältlich, da Apple keine Beta-Versionen in seinen AppStore aufnimmt (wird aber auch unter iOS verfügbar sein). Die App ist – wie schon das Hauptprogramm – sehr an Evernote angelehnt. Funktionen und Geschwindigkeit sind gut, so kann man also auch problemlos unterwegs auf seinen heimischen Server zugreifen.

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Sep 272014
 
zentralarchiv

100 Möglichkeiten

Immer wieder erhalte ich von Horst tolle Ideen und Anregungen zu Evernote – heute hat er mir einen (Fortsetzungs-)Link zu seiner Sammel-Liste geschickt. Sicher, es gibt viele spezialisierte Datenbanken und jede Menge Tools. Aber je mehr Programme man einsetzt, desto mehr muss man überlegen, in welcher Software man welche Information aufhebt. Und man muss all diese Programme auch pflegen. Evernote als “Zentrale” zu verwenden, hat den Vorteil, dass man mit einem einzigen Tool sehr viele unterschiedliche Informationen verwalten kann.

Hier geht es zu den Listen:
Liste 1: Schon länger im Blog von Horst vorhanden, aber die einzelnen Punkte werden ausführlich erläutert.
Liste 2: 30 neue Ergänzungen, da sollten für jeden Anregungen dabei sein.