Apr 172014
 
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Weck mich!

Gerade ist eine neue Variante des Evernote-Moleskine-Papier-Notizbuchs erschienen: “Evernote Business Notizbuch”. Moleskine-Ausgaben, die via bunter Klebesticker die Smartphone-Aufnahmen sofort in das richtige Notizbuch samt korrekter Schlagwörter verschieben, gibt es ja schon länger. Auch die Leuchtturm- und Whitelines-Varianten, die via “Kreuzerl” das Papier an Evernote oder Dropbox schicken, habe ich hier schon einige Male besprochen.
Moleskine-Business weist zwei zusätzliche Besonderheiten auf:
1. Wenn man ein Häkchen beim aufgedruckten Wecker-Symbol macht, weiß Evernote, dass es die digitale Aufnahme mit einer Erinnerung versehen soll [1]. Entsprechend taucht das durchsuchbare Foto in der allgemeinen und in der notizbuchspezifischen Terminliste auf.

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Unterteilung

2. Die zusätzliche Dokumenten-Foto-Funktion, die schon jetzt in der Evernote-App eingebaut ist (iOS, Android demnächst), unterscheidet bei diesem Notizbuch die oberen zwei Drittel einer Papierseite von dem unteren Drittel (erkennbar an einem kleinen Schloss-Symbol am Papierrand). Bei der Aufnahme wird nachgefragt, ob man die Notizen/Skizzen des oberen Teils mit seinen Kollegen teilen möchte, während die Aufzeichnungen des unteren Drittels im privaten Account verbleiben.

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unterschiedliche Bereiche

Im Zusammenspiel mit dem neuen Präsentationsmodus, der ja auch eine “private” und eine “öffentliche” Ansicht kennt, könnte das zusätzlich nützlich sein (müsste ich aber erst mal testen). Prinzipiell ist die Idee nicht schlecht, eigene ToDos in einen gesonderten Bereich schreiben zu können. Aber im privaten Bereich dürften sich nicht die Kosten lohnen (32 Dollar, darin enthalten 3 Monate Premium). Da würde ich einfach die linke Seite für “privat” und die recht Seite für “öffentlich” nehmen. Fertig. Aber wenn man einen netten Chef hat, der seine Mitarbeiter mit solchen Büchern ausstattet … why not? Pfiffig ist die Sache allemal. Weitere Einzelheiten im Evernote-Blog.

Hier mal das Produkt-Video dazu:

[1] Evernote kennt ja zwei unterschiedliche Terminvarianten: die übliche Terminerinnerung und die “zeitlose” Erinnerung – in diesem Fall wird die zweite Variante übernommen.

 
Apr 172014
 
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mit Evernote verbunden

Ich habe mir gerade eine kleine Kompakt-Kamera (Canon PowerShot SX600, ca. 180 Euro) zugelegt, die über eine WiFi-Schnittstelle (und NFC-Chip) verfügt. Canon bietet dafür die üblichen Bilder-Sammeldienste an: Flickr, Google Drive, Facebook, YouTube usw. usw. Zusätzlich kann man aber auch beliebig viele Mail-Empfänger für Fotos definieren. Also schwups die persönliche Evernote-Mail-Adresse eingetragen und ausprobiert. Funktioniert prinzipiell, in der Evernote-Notiz landet ein etwas

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angekommen

kleineres Bild, per Klick landet man ohne weitere Anmeldung beim Original-Foto, das auf dem Canon-Server liegt. Ist mir ganz recht, da die hohe Auflösung ja auch Speicherplatz kostet. Mir geht es bei der Evernote-Archivierung eher darum, dass ich mich an bestimmte Motive erinnere oder auch mal unterwegs etwas in ein freigegebenes Notizbuch laden kann (meine eigentlichen Fotosammlungen verwalte ich ganz normal auf einer externen Festplatte).

Wie gewohnt kann man die Betreffzeile nutzen, damit das Foto in einem bestimmten Notizbuch aufgenommen wird. Da man diese Angaben bei der Einrichtung über die Webseite vornimmt, muss man da nichts auf der Kamera tippen. Da genügt wirklich ein Fingertipp – und weg ist das Foto.

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Angaben in der Betreffzeile

Kurz noch ein paar allgemeine Worte – jenseits von Evernote – zur Cam, falls sich gerade jemand von Euch überlegt, dass Urlaub und Wander-Wochenende in der Toskana vor der Tür stehen und sich vielleicht selbst so was zulegen möchte. Recht genial finde, dass die Cam einen eigenen Hotspot mitbringt, den man wie jedes Modem z. B. mit seinem Smartphone ansteuern kann. Anschauen der Bildergalerie oder Fernsteuerung der Cam via App funktionieren auf diese Weise kostenlos und unabhängig von einer Verbindung (also auch im Urwald oder in Hotelzimmern, die keinen Wlan-Empfang haben).

Das Anschauen auch umfangreicher Fotogalerien auf meinem iPad klappt ausgesprochen flüssig, da für das Anschauen nicht die vollständige Dateigröße übertragen wird. Man kann natürlich jederzeit mit einem weiteren Fingertipp die vollständige Datei auf sein Gerät laden. Neben dem Kamera-internen Hotspot bucht sich die Cam natürlich auch in jedes Wlan ein und überträgt dann die Fotos auf den PC oder Flickr oder Google Drive usw.

Die Canon-App (Android und iOS) kann zwar nicht gerade viel, aber das macht sie ganz gut: Die Fotos von der Kamera abrufen und als Remote-Bildschirm dienen. Man kann also die Kamera über den Kopf schwenken und dabei via Smartphone den Aufnahmebereich sehen. Oder die Kamera einige Meter entfernt aufstellen, per Smartphone zoome und auslösen. Mit meinen ersten Bildertests bin ich recht zufrieden, das 18-fach opt. Zoom ist toll, Weitwinkel und Makro ebenfalls sehr gut. In Fachzeitschriften wird bemängelt, dass die Bildqualität besser sein könnte, für mich als Hobbyknipser ist das Ergebnis aber in Ordnung.

 
Apr 162014
 
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Reports automatisch erzeugen

Wer sich mit einer bestimmten Produktidee oder Projektthema beschäftigt, der beobachtet meist dazu auch die Beiträge im Web, in Sozialen Medien usw. Statt nun selbst ständig auf die Suche nach entsprechenden Postings zu gehen, kann man die Sache auch automatisieren und automatisch Berichte in Evernote erstellen lassen. Beispiele für Dienste, die mit Evernote verbunden werden können, sind IFTTT und Zapier. Da IFTTT kostenlos ist, ist dieser Service bekannter. Bei Zapier sind nur 5 Rezepte (und 100 Abrufe/Monat) frei, wer mehr will, zahlt ein paar Euro. Allerdings hat Zapier dafür deutlich mehr Möglichkeiten, was ich an einem Beispiel verdeutlichen möchte:

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Bericht in Evernote

Einmal wöchentlich gibt es unter dem Stichwort “EdchatDE” einen Twitter-Chat, an dem überwiegend Lehrerinnen und Lehrer teilnehmen, die Themen sind eine spannende Sache, der Chat wird immer gut vor- und nachbereitet (alle Einzelheiten dazu im ZUM-Wiki). Allerdings kann ich aus Zeitgründen nicht immer teilnehmen, möchte mir die Beiträge aber nicht entgehen lassen. Zwar könnte ich zu einem späteren Zeitpunkt die Twitter-Suche für das Stichwort “#EdchatDE” verwenden, aber da auch zwischen den wöchentlichen Treffen Beiträge gepostet werden, müsste ich die Suche mehrfach wiederholen. Sehr viel eleganter ist es, wenn sich via Zapier ein Notizzettel in Evernote mit den jeweils neuen Beiträgen “füllt”. Ich muss nach dem anfänglichen Einrichten nichts weiter tun und habe alle Beiträge als Report vorliegen. Immer, wenn ein Tweet mit dem Begriff gepostet wird, wird das Notizblatt von Zapier ergänzt (bei IFTTT funktioniert das übrigens meines Wissens nach nicht [1]).

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viele Felder

Zapier stellt rund 40 – 50 (!) Twitter-Felder zur Verfügung, die man in seinen Bericht einfließen lassen kann. Für mich genügt da der Nachrichtentext, Autor und Tweet-Link, man könnte aber auch noch Geo-Location, Follower-Zahlen usw. usw. aufnehmen. Oder die Felder mit Komma/Semikolon trennen und so in Excel weiter bearbeiten. Außerdem kann man wählen, ob jeweils eine neue Evernote-Notiz erzeugt oder eine bestehende Notiz ergänzt werden soll. Das restliche Vorgehen kennt man von IFTTT: Man erstellt seine Regel, wählt Evernote-Notizbuch und Notizblatt-Titel, gibt den Hashtag oder Suchbegriff von Twitter an und aktiviert die Regel. Im 15-Minuten-Abstand (bezahlt: im 5-Minuten-Abstand) schaut Zapier nach Einzelheiten.

Außerdem lassen sich noch zahllose “Und/Oder”-Bedingungen definieren, z. B. dass nur die Tweets aus einer bestimmten Region oder in einem bestimmten Zweitraum – etwa nach einer Tagung – gesammelt werden sollen.

Twitter war jetzt nur ein Beispiel, die Evernote-Rubrik mit vorhandenen Evernote-Rezepten (momentan: 186 Stück) ist bei Zapier ziemlich groß. So kann man beispielsweise die Projektmanagement-Software Asana oder Trello via Evernote bedienen. Einfach mal anschauen und ausprobieren.

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Felder anordnen

[1] Es gibt zwar ältere IFTTT-Rezepte, die einen Suchbegriff abfangen wollen, aber diese basieren auf der früheren Möglichkeit, Twitter-Feeds von Suchbegriffen zu erstellen. Twitter hat diese Möglichkeit inzwischen gestrichen, die Rezepte funktionieren nicht mehr.

 

 

 
Apr 152014
 
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Schauen wir mal …

Ich freue mich immer, wenn Leser bereit sind, über Ihre Erfahrungen in Form eines Artikels zu berichten. Heutiger Gastautor: Michael Lanzinger.

Evernote versus OneNote

Bekannt ist mir OneNote schon länger als Evernote. Ich hab es eher durch Zufall auf meinem ersten (und letzten) PC-Laptop entdeckt und es dort intensiv zu nutzen begonnen. Es war die Zeit vor einem iPhone und vor Diensten wie Dropbox, eine Synchronisation-Funktion also für mich damals noch nicht notwendig. Mir ging es einzig darum ein besseres Werkzeug zu haben als zahllose Word-Dokumente, um meine Ideen festzuhalten. Dass man die Texte und auch Bilder wie auf einem Whiteboard anordnen konnte und dann auch noch verlinken, war für mich umso praktischer.

Dann habe ich mich für Apple entschieden. Zuerst kam das iPad, dann das iPhone und schließlich ein MacBook Air ins Haus. Nicht dass mir mein PC-Laptop nicht mehr gefällt, ganz im Gegenteil, ich nutze ihn auch jetzt noch, aber mit einem MacBook kann er einfach nicht mithalten. Den ganzen Beitrag lesen »

 
Apr 132014
 
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Pocket als E-Book

Viele Evernote-Anwender nutzen ja den “Später-lesen-Dienst” Pocket, um Webseiten zu archivieren und einzelne Pocket-Artikel an Evernote zu übergeben. Wenn man möchte, kann man aber auch mit ein paar Klicks aus seinem gesamten Pocket-Archiv von Zeit zu Zeit ein E-Book erstellen, z. B. im PDF- oder ePub-Format – und dieses in einer Evernote-Notiz zum bequemen Durchblättern aufheben. Das hat gleichzeitig den Vorteil, dass man Pocket “aufräumen” und dort alle Artikel löschen kann, was wiederum die Übersichtlichkeit erhöht. Denn das erzeugte E-Book erhält automatisch ein Inhaltsverzeichnis der einzelnen Artikel, so dass man die Beiträge rasch findet und dazu nicht auf die Pocket-App zugreifen muss. So könnte man sich z. B. alle 3 Monate ein “Pocket-E-Book” generieren, etwa nach dem Muster “2014 – Quartal 1″, “2014 – Quartal 2″ usw. Das für diesen Prozess notwendige Tool haben ohnehin schon viele Anwender auf ihrer Festplatte: Calibre.

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Pocket hinzufügen

Calibre bringt von Haus aus bereits einen “Pocket-Konverter” mit, der ist allerdings recht versteckt. Hat man ihn einmal entdeckt, muss man nur seine Account-Daten eingeben – nach wenigen Sekunden ist das Buch fertig. So wird es gemacht:

1. Menüpunkt “Nachrichten abrufen”.
2. “Neue individuelle Nachrichtenquelle hinzufügen”.
3. “Vorgegebenes Schema anpassen”.
4. Aus der umfangreichen Liste “Pocket [und]” wählen.
5. Fenster schließen.

Dieser Teil 1 muss nur einmal eingerichtet werden. Jetzt zu Teil 2:

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Archiv abrufen

1. Menüpunkt “Nachrichten abrufen”.
2. “Angepasst” aufklappen, dort “Pocket” wählen.
3. Account-Daten eintragen.
4. “Jetzt herunterladen”

Ein paar Sekunden warten – fertig ist das E-Book, das man z. B. in iBooks bequem auf dem mobilen Gerät lesen kann. Oder man wandelt es für den Kindle um usw. Calibre liefert, wie gesagt, direkt das Inhaltsverzeichnis mit, dafür ist also kein zusätzlicher Schritt notwendig. Wer übrigens noch unter iOS einen sehr guten, umfangreichen und zudem kostenlosen Reader sucht (bei Android kenne ich mich ja leider nicht so gut aus), der sollte mal einen Blick auf Marvin werfen. Marvin hat sogar seinerseits ein Calibre-Export-Format, mit dem man Annotationen, Lesezeichen, Bücherlisten usw. an das Tool übergeben kann.

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Inhaltsverzeichnis in iBooks

 

 
Mrz 282014
 
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rasche Auswahl

Seit heute ist das ein weiteres (Prerelease-)Update für die Windows-Desktop-Version erhältlich . Über die neuen Funktionen, die darin enthalten sind – z. B. der Button für Inhaltsverzeichnisse – habe ich ja bereits in den letzten Wochen berichtet. Aber eine Kleinigkeit ist ganz neu – und im Alltag ausgesprochen nützlich: Wenn man bei der Auswahl “Notizbücher” die übliche Liste aufklappt, so werden jetzt an erster Stelle die Notizbücher aufgeführt, die man zuletzt verwendet hat [1]. Man muss also nicht mehr in einer eventuell langen Notizbuch-Liste scrollen (eine Teilnehmerin in unserer Google+ Gruppe organisiert ihre Notizen in über 200 Notizbüchern).

Die Sache ist vor allem für rasche Verschiebe-Vorgänge nützlich. Will ich also eine Notiz in ein anderes Notizbuch einordnen, wird dieser Weg dadurch abgekürzt. Die “Kürzlich-Rubrik” ist auch in der mittleren Spalte vorhanden, so dass man rascher nach Notizbüchern filtern kann.

[1] Wenn ich mich recht entsinne, ist das auch bei iOS-Evernote seit dem letzten Update so.

 
Mrz 282014
 
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kann viel

Unter den Feedreadern, die per Browser lesbar sind, dürfte Feedly ganz vorne stehen. Für Evernote-Anwender, die gerne einzelne Artikel in ihrem Archiv aufbewahren möchten, hat er allerdings einen entscheidenden Nachteil: für die direkte Evernote-Übergabe ist die Pro-Version erforderlich – und die kostet 45 Dollar im Jahr. Nun kann man zwar über Umwege – Mail-Versand, speichern in Pocket oder den IFTTT-Dienst – kostenlose Lösungen finden, aber die sind nur bedingt befriedigend. Denn auch eine so wichtige Funktion wie die Suche bedarf des Pro-Accounts.

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Evernote on Board

Daher lohnt es sich vielleicht, einen Blick auf den ausgezeichneten InoReader mit seiner deutschprachigen Benutzeroberfläche zu werfen, denn bei dem ist Evernote dabei … und Pocket … und die Suche über alle Artikel … und Tastenkürzel … und – na, halt eine Menge Funktionen. Die Ansichten lassen sich nach vielen Kriterien einstellen: Ob eher nüchtern und tabellenartig, kontrastreich, mit Tastenbedienungen usw. Zu viel, um alles aufzuzählen, aber hier geht es ja vor allem um die Möglichkeiten der Evernote-Schnittstelle.

Was InoReader ähnlich wie Feedly Pro macht: Wenn man einen Artikel an Evernote sendet, erhält das Evernote-Notizblatt das Schlagwort, das man im Reader vergeben hat. Man kann aber auch in InoReader eine Liste seiner Evernote-Notizbücher aufrufen und an Ort und Stelle die Einordnung vornehmen. Besonders interessant: Für die

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eigener Ordner für Evernote

Dienste, mit denen man teilt – wie Evernote und Pocket – werden eigene Ordner angelegt. Klickt man also irgendwo in seinen Feeds auf den Elefanenkopf, wird nicht nur der Artikel an Evernote übergeben – es entsteht auch eine Liste aller Einzelartikel, die man an Evernote verschickt hat.

Besonders ausgefuchst sind die Möglichkeiten, Regeln zu erstellen (ähnlich der Weiterleitungsregeln, die man von Mailprogrammen kennt). So könnte man die Regel definieren, dass neue Artikel, die im Titel das Wort “Evernote” aufweisen und/oder im Text den Begriff “Dokumentenmanagement” automatisch ein Schlagwort zugewiesen bekommen (z. B. “später lesen”). Sichtet man später die Resultate und möchte den ein oder anderen Beitrag in Evernote archivieren, so ist bereits das passende Schlagwort vergeben.

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Regeln lassen sich definieren

Weiterhin gibt es noch eine Android-App dazu – und eine kleine Einschränkung muss man machen. Auch bei InoReader gibt es Pro-Versionen gegen Geld, allerdings fürfte die kostenlose Variante zumindest allen Anwendern ausreichen, die einer “ungelesene-Artikel-Anzahl” von 1.000 zufrieden sind, danach geht es für 30 und 50 Dollar Jahresbeitrag weitere Funktionen.

//Edit: gerade bei meinem iPad-Lieblingsreader “Mr. Reader” nachgeschaut – auch der lässt sich mit InoReader synchronisieren!

 
Mrz 262014
 
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Button einblenden

Bei Evernote-Desktop klicke ich wahrscheinlich am häufigsten auf den Button “Alle Notizen”. Hauptsächlich, um mit einem Klick all meine Filter und Suchvorgänge “auszuschalten” oder um aus verzweigten Notizbüchern auf die Hauptansicht zu springen.

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am gleichen Tag

Dieser Button hat aber einen weiteren nützliche Effekt. Nehmen wir an, die Suche “Cover-Entwurf” zeigt mir eine Reihe von Notizen aus unterschiedlichen Projekten und Notizbüchern an. Darunter entdecke ich in der gefilterten mittleren Ansicht jene Notiz, um die es geht. Oft interessiert mich dann, welche Notizen ich zu jenem Zeitpunkt noch verfasst habe (etwa das Foto einer handschriftlichen Notiz, das in den Suchresultaten nicht auftaucht, da es nicht das Wort “Cover” enthält). Diese Notizen werden in diesem Moment nicht angezeigt, da die Spalte ja gerade die verschiedenen Suchresultate enthält. Wenn ich nun auf “Alle Notizen” klicke, bleibt der Fokus auf der angeklickten Notiz, aber darüber und darunter werden in der Vorschau jene Notizen angezeigt, die um dieses Datum herum erstellt wurden. Evernote springt also nicht ganz an den Anfang zur jüngsten Notiz, sondern “verharrt” an der aktuellen Stelle. Simpel, aber im Alltag recht nützlich, wenn man umfangreiche Notizbestände hat.

 
Mrz 242014
 
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Evernote, Pocket, Trello

Auf dem Desktop/Notebook ist die Mail-Archivierung in Evernote problemlos: Outlook hat den grünen Evernote-Button, für Google Mail erledigt das der Web Clipper usw. Mobil geht es zwar auch via Weiterleitung an die persönliche Evernote-Adresse, sofern man die kostenlose Mail-App “CloudMagic” (Android und iOS) verwendet hat man es nun noch etwas einfacher. Vor allem: die Sache ist auch optisch sehr hübsch gelöst.

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Einstellungen

CloudMagic ist vor einigen Tagen mit einer “Cards”-Funktion aufgerüstet worden. Dahinter verbergen sich Plugins, die Texte, Termine und Link-Infos auf Wunsch aus der Mail holen und direkt an Evernote, Pocket, Trello usw. übergeben. Sehr simpel: ein Doppelklick auf die Mail genügt und die Funktion ist einsatzbereit. Hinter diesen Cards verbergen sich Plugins, wie man sie auch von Browsern kennt (es sollen künftig noch eine Reihe weiterer Dienste aufgenommen werden). Die Evernote-Card lässt die Einstellung von Notizbuch und Schlagwörter zu, die jeweiligen Listen werden dem eigenen Evernote-Account entnommen, so dass man sich Tipp-Arbeit ersparen kann. CloudMagic ist insgesamt eine gute Mail-App, die eine Reihe pfiffiger Ideen aufweist, ohne überladen zu sein. Ruhig mal ausprobieren oder sich auf der Homepage der App umsehen.

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Tablet-Ansicht

 
Mrz 222014
 
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mehr Möglichkeiten

Zunächst bei Mac eingeführt (in der aktuellen Win-Beta auch vorhanden) gibt es den Präsentationsmodus nun schon etliche Wochen in der iPhone-/iPad-Variante (Premium). Allerdings zunächst nur mäßig gelungen, man konnte halt seine Notizen über den Beamer anzeigen, das war es dann auch schon ziemlich. Mit dem gestrigen Update hat es einen großen Sprung nach vorne gegeben. (Was mich in diesem Zusammenhang immer wieder überrascht: Evernote kommuniziert in seinem Blog - trotz guter Ideen – immer nur einen Bruchteil der neuen Funktionen.) Jetzt hat die Sache wirklich einen Level erreicht, bei dem man sein iPhone lässig aus der Tasche holen, an den Beamer anschließen und sofort mit einer guten Präsentation beginnen kann.

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rasch gestartet

Die Auswahl der Notizen, die man präsentieren möchte, kann manuell oder über ein Notizbuch oder Schlagwörter geschehen (z. B. ein temporäres Schlagwort “Meeting1″ vergeben, danach wieder löschen, so muss man keine Notizen verschieben). Im Unterschied zu anderen Apps verwendet Evernote je nach Möglichkeiten des Beamers verschiedene Formate, z. B. auch das 16:9-Format. Gut gemacht dabei: Hält man das iOS-Gerät hochkant, so dimmt Evernote jene Bereiche oben und unten, die von der Beamerfläche abgeschnitten sind. Vor allem aber: die eingeblendeten Pfeiltasten bewegen den Ausschnitt dann genau um jenes Segment, das in den Rahmen “passt”.
Beispiel: Ich zeige aus einer PDF eine DIN-A4-Seite “ganz” – dann blättern die Pfeile jeweils um eine PDF-Seite. Meist ist die Schrift dann aber für die Zuschauer zu klein, so dass man mit der Zoom-Geste auf die Breite vergrößert, wodurch in der Höhe aber nicht mehr das ganze Blatt, sondern nur noch das erste Drittel angezeigt wird. Ein Klick auf den Pfeil rückt die Seite nun genau um ein Drittel weiter, ein weiterer Klick zeigt das letzte Drittel an.

 

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Oberfläche

Dokumente (nicht nur PDF – auch Office-Dokumente!) erhalten eine Art “Spielkarten-Ansicht” mit einem Balken, der die Seitenzahl nennt. Wieder mit dabei sind die unterschiedlichen Farben für den Laserpointer, Nachtmodus, Airplay usw. Vor allem aber:

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Thumbnail-Auswahl

In der neuen Version können die zu zeigenden Inhalte unabhängig vom Beamerbild ausgewählt werden. Im einfachsten Fall heißt das: Ich blättere auf meinem iOS-Gerät ein PDF-Dokument auf und tippe die Seiten an, die gezeigt werden sollen. Während über den Beamer noch “Seite 10″ präsentiert wird, kann ich auf meinem Gerät die Thumbnail-Ansicht aufrufen, zu Seite 24 scrollen, diese antippen – und schwups, die Seite erscheint. Diese Thumbnails bekommen die Zuschauenden aber nicht zu Gesicht (daher “Second-Screen”).
Es geht sogar noch einen Zacken besser: Wenn meine Notiz gemischte Inhalte aufweist – z. B. PDF-Dokumente plus einzelne Fotos – so kann ich all diese Inhalte via Thumbnail-Darstellung gezielt auswählen. Außerdem habe ich bei Fotos sofort die Möglichkeit, diese “Diashow-ähnlich” anzuzeigen: Mit den üblichen Wisch-Gesten kann nicht nur innerhalb der Fotos rasend schnell geflippt werden, auch kleine Animationen (“Verdrehen” der Grafiken) lassen sich so erzeugen.

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kleine Animationen

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Dokumente und Grafiken gemischt

Ganz allgemein: Präsentationen via Smartphone oder Tablet sind eine feine Sache. Ich selbst setze seit dem Erscheinen von iPad1 Tablets in allen meinen Lehrveranstaltungen ein und mache sehr gute Erfahrungen damit. Vor allem kann man durch die komfortablen Zoom-Möglichkeiten sehr viel einfacher auf wichtige Punkte bei Abbildungen oder bei längeren Texten aufmerksam machen. Zwar wird wahrscheinlich auch weiterhin PDF-Expert hierfür meine Hauptanwendung bleiben, aber für Zwischendurch ist Evernote mit dem Update nun tatsächlich alltagstauglich geworden.