Nov 212014
 
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In iOS: Widget-Erweiterung

Gestern wurden eine Reihe von kleinen Updates bei den unterschiedlichen Evernote-Versionen veröffentlicht: Die Android-App kann nun auch Visitenkarten erkennen und auslesen (Premium), das iOS-Widget wurde um die Thumbnail-Anzeige der Notizen erweitert, die man zuletzt aufgerufen hat, die Mac-Version wurde optisch heller gestaltet und dem neuen Yosemite-Outfit angepasst und Windows und die anderen Apps haben beim Work-Chat die Möglichkeit erhalten, dass nicht nur Notizen, sondern auch ganze Notizbücher mit einem Klick freigegeben werden können. [1]

Über die negative Aufnahme der neuen Penultimate-Version (iPad) hatte ich ja berichtet: Evernote hat reagiert, etliche der kritisierten Funktionen verbessert und reicht eine neue Version momentan bei Apple ein – sollte also bald erhältlich sein.

[1] Kleiner Tipp für die Erzeugung des Klassik-Links (= evernote://xyz … im Unterschied zu https://xyz) unter Mac: da scheint sich das Verhalten etwas geändert zu haben: Option muss nun vor dem Rechtsklick gedrückt werden.

 
Nov 172014
 
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ein Update vom Update soll kommen

Tja, da wollte Evernote seine iPad-Handschriften-App völlig neu gestalten – und stieß auf heftigen Widerstand der bisherigen Anwender. Klarer sollte sie sein, neue Zoom-Funktion, keine einzelnen Blätter mehr und … und … und. Am Freitag erschienen, bisher im deutschen Appstore über 150 1-Sterne-Bewertungen, so dass Evernote bereits eine radikale Um-Rück-Sonstwie-Gestaltung in kurzer Zeit versprochen hat. Warten wir also noch ein wenig und schauen uns dann das Update vom Update an :-)

Etliche Nutzer berichten davon, dass ihre Penultimate-Notizen in Evernote nach der Installation des Updates plötzlich verschwunden wären. Bei mir war das nicht der Fall, aber die neue Version nutzt ein anderes Ablageverfahren. Wer doch installieren möchte, der kann ja seine bisherigen Penultimate-Notizen in einer ENEX-Datei oder im JPEG-Format sichern. Dazu ein kleiner Tipp: mit dem Suchparamter “sourceApplication:penultimate.*” (mit Sternchen am Schluss) lassen sich die entsprechenden Notizen filtern.

 
Nov 162014
 
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Vorbereitung ist der halbe Erfolg

Jeder kennt die Kurzform von Murphys Gesetz: “Alles, was schiefgehen kann, wird auch schiefgehen”. Wenn es einen Bereich gibt, in dem dieser Erfahrungswert besonders zutrifft, dann auf dem Gebiet von Vorträgen oder Präsentationen. Erst vor einigen Tagen bei der – übrigens: sehr aufgelockerten und gut umgesetzten – Absolventenfeier unserer Psychologen ging im technisch sehr gut ausgestatteten Hörsaal der Mediziner ausgerechnet beim Hauptvortrag fast alles schief. Nun, nach einem zweiten Anlauf klappte es dann. Aber in der Regel sind es gerade die wichtigen Präsentationen – z. B. für eine Bewerbung, bei einem Großkunden oder im Rahmen eines Kongresses – bei denen einen Kleinigkeiten ins Stolpern bringen.

Daran ändert – leider – auch der inzwischen sehr gute Präsentationsmodus von Evernote: Unter Mac ist eine Bearbeitungsschiene hinzu gekommen, bei iOS sehen die integrierten Player für Dokumente, Video und Audio sehr gut aus, nur unter Windows wirkt er noch ein wenig mager. In der Regel ist es ja Dinge wie der vergessene Adapter, der leere Akku oder das fehlende Backup, die einem die Schweißperlen auf die Stirn treiben. Aber auch der fehlende Parkplatz oder die Suche nach dem richtigen Raum können den Puls erhöhen.

Daher mein Tipp: Legen Sie sich in Evernote eine Checkliste an, die Ihnen hier hilft. Ich habe eine solche Liste erstellt. Aus meiner Erfahrung [2] heraus würde ich sagen, dass damit 90 % der üblichen Fehlerquellen abgedeckt sind. Die restlichen 10 % sind Ereignisse, auf die man selbst nie kommt :-)

Die Evernote-Liste finden Sie hier.
Oder, falls Sie Wunderlist verwenden, eine öffentliche Liste.

 

[1] Ursprünglich: “Wenn es mehrere Möglichkeiten gibt, eine Aufgabe zu erledigen, und eine davon in einer Katastrophe endet oder sonstwie unerwünschte Konsequenzen nach sich zieht, dann wird es jemand genau so machen.” (Wikipedia).

[2] Kürzlich mal überschlagen: fast 2.000 Präsentationen dürfte ich in meiner Unilaufbahn gesehen und gehört haben.

 
Nov 102014
 
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ZEIT-Artikel wird erkannt

Neu ist bei Evernote – neben dem Work-Chat (für alle Accounts) – die “Kontext-Funktion” (nur Premium- bzw. Business-Accounts). Da momentan englischsprachige Nachrichtenquellen wie “The Wall Street Journal” oder “TechCrunch” mit dieser Funktion verknüpft sind, ist sie zwar im deutschsprachigen Raum noch nicht von zentraler Bedeutung, aber da sie auch in unseren Accounts funktioniert, hier mal ein kleines Beispiel:

Wer meinen Blog schon länger liest, der weiß, dass ich ein Freund der Zeitschriften-App “DIE ZEIT” bin und die digitale Ausgabe der gedruckten vorziehe. Interessante Artikel kann ich direkt aus dieser App an Evernote übergeben (per eingebauter Mail-Funktion), in der Notiz landet der “pure” Text und kann von mir dort bearbeitet werden. In der aktuellen Ausgabe ist ein recht guter und umfangreicher Artikel über Walter Mischels klassisches Experiment zur Belohnungsaufschiebung enthalten. Passt gut zu meinem Seminar für Lehramtsstudenten über das Thema “Lehrerpersönlichkeit” – also ab damit in den Evernote-Unterrichtsvorbereitungs-Ordner zum Seminar.

Evernote untersucht nun den Inhalt nicht einfach nach Stichwörtern. Das Unternehmen hat im Herbst letzten Jahres ein 6-köpfiges Team ins Haus geholt, das für die Entwicklung von Algorithmen im KI-Bereich zuständig ist. Dieses Team entwickelte z. B. die neue deskriptive Suche (bisher leider nur in der englischen Mac-Version, soll aber auf andere Länder übertragen werden), verbesserte die Funktion “verwandte Notizen anzeigen” (Premium-Account) usw. Dieser Algorithmus versucht, den Sinn einer Notiz zu erkennen (wer das nicht möchte, kann diese Funktion abschalten). Das kann man sehr gut am oben erwähnten Beispiel erkennen: Zu dem Experiment werden genau passende Artikel am Ende der Evernote-Notiz eingeblendet:

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passt genau

Beim Klick auf den ersten Link erhält man einen Text-Artikel (ähnlich wie durch Evernote-Clearly bereinigt) aus dem Wall Street Journal vom September angezeigt. Mit einem Klick kann man den Artikel in Evernote übernehmen. Hinter der zweiten Angabe verbirgt sich ein Link zu einer Webseite einer anderen Quelle – ebenfalls genau passend zum Notizentext.

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Artikel-Übernahme

Wenn demnächst die Kontext-Funktion vollständig umgesetzt ist, so soll man unter den Desktop-Anwendungen und in der Web-Ansicht diese zusätzlichen Informationen während des Tippens bereits eingeblendet bekommen, während man noch an der Notiz schreibt. Das klappt bereits seit einiger Zeit mit den verwandten Notizen (die künftig im gleichen Kontext-Abschnitt auftauchen werden). Wenn gute deutschsprachige Quellen aufgenommen werden, könnte das eine interessante Funktion werden. Ob es sich allerdings für Evernote lohnt, z. B. in Lizenzen für unseren Markt zu investieren, wird man sehen. Nun, jedenfalls hat Evernote gerade heute weitere 20 Millionen von Nikkei erhalten, das Unternehmen, das neben dem japanischen Börsen-Index auch Unternehmensnachrichten veröffentlicht. Daher wird Kontext auch um diese Quelle erweitert.

 

 
Nov 102014
 
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Hol’ sie Dir!

Viele Evernote-Leser nutzen ja die ToDo-App “Wunderlist”. Seit einiger Zeit kann man damit Listen veröffentlichen. Ich habe jetzt mal eine spezielle Evernote-Liste erstellt, die ich von Zeit zu Zeit ergänzen werde. Zu jeder Evernote-Anregung verbergen sich Beispiele und Erläuterungen hinter dem kleinen Pfeil rechts, mit dem man die Texte aufklappen kann. Wenn man möchte, genügt ein Klick auf den roten Button – und schwupps ist die Liste in der eigenen Wunderlist-Anwendung gespeichert und kann dort ergänzt werden. Probiert es einfach mal aus und gebt mir ein Feedback, ob solche Listen für Euch interessant sind. Der Link zur öffentlichen Evernote-Liste.

 
Nov 092014
 
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Fortbildung

Es gibt in meinem Blog schon eine Reihe von Beispielen, wie man Evernote für die Unterrichtsvorbereitung in Schule und Hochschule nutzen kann. So empfiehlt beispielsweise die “Landesakademie für Fortbildung und Personalentwicklung” Lehrern in Baden-Württemberg das Programm Evernote für Materialsammlungen [1]. Allerdings, so auch meine Erfahrung, zögern viele Kolleginnen und Kollegen im Schulbereich, Tools jenseits von Office, Browser und Mailprogrammen zu verwenden.

Daher hat sich Bob Blume [2] eine kleine Fortbildung für seine Kollegen zu diesem Thema einfallen lassen. Er ist Lehrer für Englisch, Deutsch, Geschichte und Ethik (Gymnasium/Realschule) und momentan im Nordschwarzwald tätig. Empfehlenswert ist auch sein Blog http://bobblume.de/. Er war so nett, einen kleinen Artikel zu dieser Forbildung zu verfassen – herzlichen Dank dafür!

Die eigene Nutzung
Zunächst einige Vorbemerkungen zum Gebrauch. Ich nutze Evernote nunmehr seit etwa eineinhalb Jahren. Dies tue ich auf zwei verschiedene Weisen. Zum einen stellt Evernote ein Organisations-Tool dar, mit dem ich durch die Schlagwortfunktion sehr schnell und zeitsparend  Ereignisse, Notizen und Erinnerungen wiederfinden kann. Zum anderen arbeite ich jedoch auch sehr häufig mit dem Präsentationsmodus, was bei den meisten Nutzern die ich kenne nicht der Fall ist.

Gerade beim Unterrichten ist der Präsentationsmodus besonders wertvoll, weil die Schüler so nicht nur zu jeder Zeit sehen, an welchem Punkt der Stunde man sich gerade befindet (und Struktur schafft Konzentration), sondern die Verlinkung von verschiedenen Notizen kann so auch effektiv genutzt werden, um Impulse zu setzen (dasselbe Prinzip könnte man sich bei einer Präsentation vorstellen, die man mit Evernote konzipiert).

Digitales Arbeiten
Die Fortbildung für Anfänger (es folgt eine weitere Fortbildung, bei der fortgeschrittene Funktionen wie Verlinkung, Codierung und Sammlungen von Notizen und Notizbüchern angesprochen werden) begann mit einer Übersicht über digitales Arbeiten. Dies ist für Evernote-Nutzer insofern relevant, als dass vieles, das beispielsweise per iPad genutzt wird, eine Verbindung mit Evernote eingehen kann. Wichtige Nachrichten können per CloudMagic direkt an Evernote weitergeleitet werden, der Clipper sichert Internet-Seiten (über iOS 8 geht dies nun sogar ohne ein weiteres Tool) und über den Evernote-Screenshot können alle anderen Visualisierungen auch direkt in die Cloud übertragen werden. Dies ist für das schulische Arbeiten ungemein praktisch, da lästige Folien und Papierwust so vermieden werden können.

Einfache Aufgaben und Darstellungen
Das Wichtigste bei der Verwendung von Evernote ist die eigentliche Nutzung. Mehr noch: Den eigentlichen Mehrwert der App kann man erst dann erfahren, wenn man ein paar Wochen damit arbeitet. Es zeigt sich, wie schnell man Dinge wiederfindet, wie alles organisiert ist und wie einfach es ist, Kollegen auf Notizen, die man bereit stellt, zugreifen können (das Ganze wird seit Kurzem mit dem Work-Chat bereichert, in dem man über die Projekte reden kann). Eine solche Nutzung kann natürlich nur in Ansätzen geschehen. Insofern bestand der praktische Teil darin, dass die Teilnehmer typisch Aktionen mit Evernote durchführen konnten. Ein eigens mitgebrachter Zettelwust aus „alten Zeiten“ diente als Sammlung, die man visualisieren, organisieren und verschlagworten konnte.

Rückmeldungen und Feedback
Inwiefern die erste Fortbildung, die ich mit und über Evernote gemacht habe, bei den Teilnehmern Früchte trägt, wird erst die Zukunft zeigen. Jedoch waren die ersten Rückmeldungen positiv. Vor allem die relativ einfache Nutzung und das selbsterklärende Interface wurden von den Teilnehmern als sehr angenehm empfunden. In der nun folgenden Fortbildung für Fortgeschrittene wird sich zeigen, was hängen geblieben ist und was noch vertieft werden muss.

 

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alles auf einen Blick

Autor: Bob Blume

[1] Natürlich unter der Voraussetzung, die für alle Cloud-Dienste im Schulbereich gilt, dass keine Schülerdaten auf solchen Servern gespeichert werden dürfen.

[2] Klingt zwar nach Künstlername, ist aber der echte Name.

 
Nov 082014
 
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Evernote-Import leicht gemacht

Über die Note Station von Synology habe ich ja bereits ausführlich berichtet (“Der kleine Evernote-Clone” und “DS Note mobile App“). Vor einigen Tagen ist ja nun die DSM 5.1 dem Beta-Stadium entschlüpft und als endgültiges Update ausgeliefert worden. Trotz der großen Ähnlichkeit mit Evernote kann zwar die Note Station nicht den vollen Funktionsumfang des großen Bruders bieten, dafür wartet sie aber mit einem entscheidenden Pluspunkt auf: sensible Daten können abgeschottet in der eigenen kleinen Server-Box im Wohnzimmer gespeichert werden – und sind über die App “DS Note” dennoch mobil zugänglich.

Wenn man nun also seines tägliches Dokumentenmanagement zwar weiterhin mit Evernote betreibt, aber einzelne Notizbücher lieber über die Note Station verwalten möchte, so gibt es eine ganz simple Lösung: Die Note Station kann eine Verbindung zum Evernote-Server herstellen, dort die Liste der Notizbücher auslesen – und nun muss man nur noch ankreuzen, welche Notizbücher man importieren möchte. Das war es schon.

Inhalte, Anhänge, Original-Datum usw. werden korrekt übernommen. Lediglich Content, den man mit der Verschlüsselungsfunktion von Evernote in einer Notiz codiert hat, wird nicht übertragen, was ja auch zu erwarten war (die Note Station bringt ja eine eigene Verschlüsselung mit).

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aus Evernote importierte Notizen

 

 
Nov 022014
 
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Notizen teilen

Der vor einigen Wochen angekündigte “Work-Chat” ist ab sofort in praktisch allen Evernote-Varianten integriert: Windows, Mac, Android, iOS und Web Beta. Egal, ob man den kostenlosen Account oder das Premium- bzw. Business-Modell nutzt. Einen grundsätzlichen Überblick findet man im offiziellen deutschen Evernote-Blog, so dass ich hier auf ein paar Besonderheiten eingehen möchte, die nicht sofort auffallen.

Was ist der Vorteil des Work-Chats?

Evernote fungiert aufgrund seiner Vielfalt bei vielen Anwendern als eine Art “Zentral-Archiv” für Projekte: Das Foto von einer baulichen Veränderung, der Vertragsentwurf für ein Projekt, die Mitschrift einer Besprechung, der Scan einer handschriftlichen Notiz, gespeicherte Webseiten usw. Wenn man in einem Team arbeitet, so kann man zwar diese Materialien z. B. über einen Mail-Versand oder eine Notizbuch-Freigabe zugänglich machen, aber Feedback und Kommentierung erfordern meist getrennte Wege: etwa per Mail-Verkehr oder über ein gesondertes Tool, z. B. einen Messenger. Einfacher und sinnvoller ist es natürlich, wenn die Kommentierung zumindest in der gleichen Anwendung, in der sich auch die Dokumente befinden, passiert. So hat man alles an einem Ort.

Ein weiterer Vorteil ist, dass die Kommunikation plattformübergreifend passiert: Der Mitarbeiter im Büro hat eine Frage zu einem Evernote-Dokument, das er auf seinem Windows-Rechner geöffnet hat, die Frage erreicht den Kollegen, der gerade mit seinem Android-Smartphone auf der Baustelle unterwegs ist oder mit seinem iPad im Zug sitzt. Es muss nicht ständig ein gesondertes Programm im Auge behalten werden, jeder kann mit jedem unabhängig von den Geräten kommunizieren.

Wen kann ich zu einem Chat einladen?

Hier hat Evernote die Aufnahme eines Chats erleichtert: Prinzipiell kann jeder eingeladen werden, sogar, wenn er Evernote bisher noch nicht installiert hat. Wenn man möchte, kann man Personen aus seinen Gmail- (Mac, iOS) oder Outlook-Kontakten (Windows) auswählen (die Kontaktdaten bleiben auf dem Gerät und werden nicht zu Evernote geschickt) oder eine neue Adresse eintragen. Der Empfänger erhält dann per Mail eine Einladung zu diesem “Erst-Chat” zusammen mit der Bitte, seinen Evernote-Account zu nutzen oder sich einen solchen einzurichten.

In diesem Zusammenhang sieht Evernote eine weitere Neuerung vor [1]: Ein Account kann mit mehreren Mail-Adressen verknüpft werden. Sprich: Wenn ich jemanden einlade, weiß ich ja in der Regel nicht, mit welcher Mail-Adresse derjenige seinen Evernote-Account pflegt. Verwendet man nun für Evernote eigentlich die Adresse aaa@mail.xy und erhält die Einladung an bbb@mail.xy geschickt, so kann man diese zweite Mail-Adresse seinem Evernote-Account hinzufügen und am Chat teilnehmen.

Kann man mehrere Chats führen?

Ja, das geht, allerdings beginnt mit einer neuen Person immer einer neuer “Chat-Strang”, damit diese nicht die bisherige Konversation einsehen kann. Den früheren Chat kann man allerdings mit den vorherigen Teilnehmern weiterführen. Möchte man, dass “alte” und “neue” Teilnehmer in einem gemeinsamen Chat versammelt sind, so muss man zum Zeitpunkt der Etablierung des neuen Chat alle gewünschten Kontakte aufführen. [2]

 

Fazit

Evernote kann und will nicht “pure” Messenger, wie z. B. Whatsapp, Skype usw., mit all ihren Funktionen ersetzen. Nicht ohne Grund heißt die Funktion “Work-Chat” und konzentriert sich auf die gemeinsame Bearbeitung von Dokumenten. Für die Projekt- und Teamarbeit ein wirklicher Gewinn, denn der Work-Chat bringt noch einige weitere Funktionen mit sich, die im Alltag hilfreich sind (z. B. die Benachrichtigungsfunktion auf mobilen Geräten, das Einblenden der Profil-“Köpfe” beim gemeinsamen Bearbeiten einer Notiz usw.). Der Austausch zwischen Web, mobilen Apps und Mac ist auch sehr flott, lediglich Windows benötigt momentan für die Erst-Benachrichtigung noch einen Sync. Die Freigabe einzelner Notizinhalte ist nun ebenfalls sehr einfach geworden, schauen wir mal, was die nächste Zeit noch kommt. [3]

 

[1] Bei dieser Funktion bin ich mir nicht sicher, ob sie momentan schon umgesetzt ist, sollte aber demnächst auf der Profilseite zu finden sein.
[2] Sofern die bereits geführte Konversation wichtig ist, kann man sich vielleicht mit einem Screenshot behelfen.
[3] Die neue Evernote-Scan-App “Scannable” zeigt sich in der Alpha-Version mit hohen Erkennungsraten von einer sehr guten Seite, wenn in einigen Wochen die fertige Version erscheint, so können noch leichter und schneller Dokumente in Evernote aufgenommen werden.

 

 
Okt 262014
 
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Webseiten in unterschiedlichen Formaten

So langsam trudeln immer mehr Apps ein, die die Besonderheiten von iOS 8 nutzen. Der mobile WebClipper von Evernote speichert ja nun die ganze Webseite direkt in eine Evernote-Notiz (Artikel) in einem bearbeitbaren Format. Manchmal hätte man aber gerne eine PDF-Variante, weil man z. B. komplexere Markierungen anbringen möchte oder sich die Seite so leichter verschicken lässt. Die iPad-App “PDF Cabinet 2.2″ integriert hier eine optisch besonders gelungene Funktion in das allgemeine Share-Menü von iOS 8: Man erhält eine Thumbnail-Vorschau und kann mit einem Klick die PDF-Variante erstellen (und diese dann aus PDF Cabinet heraus an Evernote übergeben).

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bereinigte Version

Die Besonderheit: Mit einem kleinen “Schieberegler” kann man ein lesefreundliches Format auswählen (ähnlich wie bei Evernote-Clearly), das ebenfalls als PDF-Dokument gespeichert wird.

Neben den gängigen PDF-Funktionen kann man auch beliebige Fotos aus seinen Alben auswählen und zu einer PDF-Datei vereinen – kann gelegentlich ebenfalls nützlich sein. Auch die Performanz bei großen Dateien scheint mir bei dieser App recht gut zu sein – hier schwächelt leider momentan, evtl. wegen dem 8.1. Update – meine Lieblings-PDF-App “PDF Expert”.

Der Screenshot zeigt übrigens einen sehr lesenswerten Artikel aus dem Blog von Herr Mess: “1 Jahr digitaler Unterricht – Fazit”.

 
Okt 262014
 
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genügend Schreibfläche vorhanden

Jedes Tablet lässt sich auf einfache Weise durch eine Bluetooth-Tastatur ergänzen, ja, im Zeitalter von Galaxy Note oder iPhone 6+ und Co. lohnt sich der Einsatz vielleicht sogar bei Smartphones. [1] Vielleicht hat man ja die Unterlagen für seinen Projektantrag oder die ersten Kapitel seines Bestsellers ohnehin in Evernote eingeordnet – so kann man sich bequem in seinen Wintergarten setzen, dem Treiben der Schneeflocken zusehen und dabei am nächsten Kapitel arbeiten.

Denn Evernote schaltet beim Erkennen einer Tastatur auf einen ganz pfiffigen Modus um: Fast die gesamte Fläche der Notiz wird für die Texteingabe zur Verfügung gestellt, nur eine dünne Zeile am Bildschirmrand unten zeigt die gewohnten Formatierungen.

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alles ist möglich

Wobei man die Formatleiste nicht unbedingt benötigt – viele Auszeichnungen lassen sich auch durch gewohnte Tastenkombinationen erledigen. Diese Kombinationen unterscheiden sich allerdings von Tastatur zu Tastatur, so dass man eventuell doch mal einen Blick in sein Handbuch werfen muss. So muss ich bei meiner Variante oft die (vorhandene) Strg.-Taste durch die Windows-Taste ersetzen, also beispielsweise “Win + C” für das Kopieren, “Win + V” für das Einfügen, “Win + B” für fett, “Win + I” für kursiv usw.

Eine größere Schreibfläche – die Zeile mit der Überschrift und den anderen Informationen verschwindet – erhält man mit “Pfeil nach oben”, Sprung zum Anfang/Ende einer Zeile, markieren von größeren Textabschnitten usw. wird wie gewohnt durch die Shift-Taste ausgelöst. Mit Alt bzw. AltGR lassen sich viele Sonderzeichen, z. B. griechische Buchstaben, mathematische Symbole usw. einfügen. In manchen Fällen sicher eine Umgewöhnung, oft liegt z. B. das “@”-Zeichen auf AltGR+L statt AltGR+Q, aber da probiert man halt am Anfang mal alle Kombinationen aus – im Alltag benötigt man meist ja doch nur eine Handvoll solcher Sonderzeichen.

[1] Bei meinem iPad hatte ich zunächst Lösungen, die die Tastaturen in Hüllen oder “Deckel” unterbrachten, aber der Tastenabstand war zu gering, als dass sich wirklich hohe Geschwindigkeiten erreichen ließen. Momentan verwende ich daher eine etwas größere aber preisgünstige Variante, mit der ich ganz zufrieden bin (Speedlink), da sie die Windows-Tastatur abbildet.