Jul 172014
 
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flotter speichern

In einem früheren Beitrag habe ich ja schon mal einige Zeilen über die Beta-Version des Web Clippers verloren – seit heute ist die endgültige 6.2-Version verfügbar (für den Chrome-Browser). Obwohl auf den ersten Blick das Aussehen nur “geschrumpft” ist, hat sich doch viel unter der Haube getan. Dabei geht es weniger darum, dass großartig neue Funktionen eingebaut worden wären – vielmehr hat man die Handhabung deutlich verbessert, viele Speichervorgänge kosten nun einen Klick weniger, an vielen Ecken wurde gefeilt. Schauen wir uns mal die Einzelheiten näher an.

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Tools einblenden

Zeichentools
Das kompaktere Grundgerüst soll ja weniger Platz auf dem Bildschirm einnehmen, so dass auch kleinere Monitore davon profitieren. Daher ist die Rubrik der Zeichentools zunächst ausgeblendet. die Tools tauchen erst auf, wenn man statt einer Artikelspeicherung einen Screenshot vornehmen möchte.
Umgekehrt verwandelt sich bei der Textspeicherung (“Artikel” bzw. “Artikel ohne Formatierung”) nun der Cursor sofort in den Leuchtmarker, wieder ein Klick gespart. Und gleich noch ein Griff weniger zur Maus: Die Speichertaste ist nun mit der Enter-Taste verknüpft.

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Cursor als Leuchtmarker

Verwandte Notizen mit “Weitergabeleiste”
Deutlich weniger Platz nimmt nun – nach erfolgter Speicherung – die Anzeige der “verwandten Notizen” ein. Statt drei Bildern wird hier nur ein Vorschaubild jener Notiz angezeigt, die der gerade abgespeicherten besonders inhaltlich ähnelt.

Sehr komfortabel ist auch die neue Freigabeleiste. Klickt man beispielsweise auf die Link-Weitergabe, so wird nicht nur die URL angezeigt – diese ist automatisch in die Zwischenablage kopiert worden. Das Mail-Icon blendet ein eigenes kleines “Versende mich”-Fenster ein usw. Daneben ist am gewohnten Ort die Terminfunktion zu finden – wenn man also das Ziel-Notizbuch mit anderen teilt, so kann man bereits an dieser Stelle eine Erinnerung setzen und muss dazu nicht erst Evernote aufrufen.

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Quadratisch, praktisch – gut!

Notizbücher, Schlagwörter und “After Clipping”
Auch die Auswahllisten für Notizbücher und Schlagwörter sind kürzer geworden: sobald man einen Anfangsbuchstaben eintippt, tauchen die betreffenden Begriffe auf (bei “T” also z. B. die Notizbücher “Tagebuch” und “Tagung”). Kurznotizen kann man weiterhin direkt seiner Archivierung mit auf den Weg geben. Weiterhin lohnt ein Blick in die Optionen: Unter anderem kann man dort jetzt auswählen, ob überhaupt der letzte Bestätigungsscreen eingeblendet werden soll. Wenn man viele Clips kurz hintereinander speichern möchte, kann man die Bestätigung auch ausschalten und sofort mit dem nächsten Clip fortfahren. Gefällt mir sehr gut. Und da die Firefox-Beta ähnlich aussieht, gehe ich jetzt mal davon aus, dass wir auch bei den Updates für die anderen Browser die meisten dieser Funktionen demnächst finden werden.

 
Jul 122014
 
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Anleitungen flott erstellen

Evernote bringt von Haus aus alles mit, um via Fotos, Screenshots, Audio oder Text kleine Anleitungen zu erstellen. Ob es nun um das Einstellen der Heizungsuhr im Keller geht, das Einsetzen von Glühbirnen in der Badezimmerleiste oder die Erklärung für einen Kollegen, wie man seine PDF-Dokumente verschlüsselt – ein paar Bilder und etwas Text in einer freigegebenen Notiz sind in vielen Fällen ausreichend.

Man kann solche Erklärungen in allen Evernote-Versionen gleich gut umsetzen – da ich ausnahmsweise an diesem Wochenende ein Android-Smartphone zur Hand habe, erkläre ich die Schritte mal an diesem System (“Moto G”/Affil-Link, Android 4.4.2/4.4.4, für rund 150 Euro bin ich als iPhone-User tatsächlich beeindruckt). Nehmen wir an, Sie wollen Ihrer sportlichen Cousine, die sich nicht gar so gut mit Smartphones auskennt, erläutern, wie sie ein Widget für ihre Jogging-App installieren kann.

Screenshots anfertigen

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Screenshots anfertigen

Der erste Teil ist in wenigen Sekunden erledigt: Sie gehen die einzelnen Schritte durch, z. B. Aufruf der App, Einstellungen usw. und fertigen jeweils kurz einen Screenshot an. Beim Moto G wird dieser angefertigt mit “Aus/Ein-Taste” plus gleichzeitig “Lautstärke, untere Hälfte für ‘leise’”, Tasten etwa eine Sekunde gedrückt halten. Moto G archiviert diese Fotos in einem gesonderten Album, das den Titel “Screenshots” trägt. Eigentlich könnte man diese Fotos “gebündelt” an Evernote übertragen (“Element auswählen” und dann einfach die Auswahl mit einem Fingertipp markieren). Allerdings hat Evernote so seinen eigenen Kopf, was die Reihenfolge der Bilder in der Notiz betrifft (ein Phänomen, das ich auch unter iOS kenne). Daher schlage ich einen anderen Weg vor.

Bilder in der gewünschten Reihenfolge einfügen

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Stück um Stück

In unserem Beispiel haben wir ja ein “Mini-Storyboard” schon im Kopf, sprich: Wir starten beim Homescreen, zeigen dann die Umstellung von “Apps” auf “Widgets”, erklären, wie man das Widget einblendet und zeigen abschließend noch einen Screen, wie die fertige Sache aussieht. Also:

1. neue Notiz anlegen
2. kurzen Erklärungstext eingeben
3. passenden Screenshot direkt in Evernote auswählen und einfügen
4. nächsten Schritt per Text erläutern
5. dazugehörigen Screenshot auswählen usw.

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Text bearbeiten

Alternativ kann man auch zunächst alle Bilder Stück um Stück einfügen und erst anschließend den verbindenden Text dazwischen schreiben. Damit wichtige Punkte im Text nicht übersehen werden, kann man die Auszeichnungsmöglichkeiten im Evernote-Editor wie “fett” oder “Lechtmarkierung” nutzen.

Screenshots annotieren

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Fotobearbeitung aufrufen

Besonders hilfreich ist es für den Empfänger sind Markierungen innerhalb des Screenshots, dafür stellt Evernote ja zahlreiche Tools zur Verfügung. Das in der Notiz eingefügte Bild muss nur etwas länger gedrückt werden, dann öffnet sich ein Auswahlmenü mit dem Punkt “Kommentieren”. Es erscheinen all die Kästchen, Pfeile, Stempel und anderen Foto-Bearbeitungsmöglichkeiten, die man inzwischen schon oft gesehen hat.

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Bild zuschneiden

Daher möchte ich hier eher auf die drei kleinen Punkte rechts oben eingehen: Damit öffnet sich ein Menü, mit dem man über den Punkt “Verkleinern” den Screenshot zuschneiden kann, also z. B. auf die Menüleiste in der App reduzieren kann. Recht nützlich, da der Betrachter manchmal zu viele Einzelheiten eher verwirrt wird. Nach der Bearbeitung zeigt unsere Evernote-Notiz das veränderte Foto (man kann die vorgenommene Bearbeitung allerdings jederzeigt korrigieren, also etwa einen Pfeil verschieben usw.).

Tutorial freigeben

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Link weitergeben

Ist man schließlich mit seiner Arbeit zufrieden genügt der Fingertipp auf das Sharing-Icon in Evernote, der Link landet automatisch in der Zwischenablage. In unserem Beispiel würde man diesen per Mail an die Cousine verschicken, man kann solche Tutorials natürlich auch in Foren einblenden oder über Facebook, Twitter usw. zugänglich machen.

 
Jul 102014
 

Neben den bisherigen Sicherungsmöglichkeiten – z. B. AES 128-Verschlüsselung von Texten, Zwei-Stufen-Authentifizierung usw. – plant Evernote ja schon länger, erweiterte Verschlüsselungsmöglichkeiten in seine Software einzubauen. Das ist nicht ganz trivial, da die Verschlüsselung ja auf allen Betriebssystemen und in allen Apps gleichzeitig funktionieren muss. Außerdem habe ich scho vor längerer Zeit darüber berichtet, dass sich Evernote vor allem mit dem Problem herum schlägt, dass im Fall echter Verschlüsselung kein Index mehr aufgebaut werden kann. Phil Libin, der CEO von Evernote, äußerte sich dazu mit weiteren Einzelheiten [Quelle reiche ich nach [1] ]:

  1. Man wird einzelne Dokumente und wahrscheinlich Bereiche, wie z. B. ganze Notizbücher, verschlüsseln können.
  2. Es wird eine “echte” End-zu-End-Verschlüsselung sein, entsprechend können die Inhalte dieser Dokumente auch nicht von Evernote eingesehen werden, sie werden also auch nicht in den Suchindex aufgenommen.
  3. Die Einführung dieser Verschlüsselung ist für Ende diesen Jahres geplant.
  4. Evernote entwickelt zusätzlich ein neues Crypto-Produkt (oder erweitert Evernote um entsprechende Funktionen), das besonders leicht zu handhaben sein soll, so dass auch Anwender ohne besondere Vorkenntnisse eine starke Verschlüsselung erhalten können.

[1] Quelle: Interview – Videolink (muss mich korrigieren, das Interview wurde schon vor einigen Monaten geführt).

 
Jul 082014
 
firefox-webclipper

bald auch für Firefox

Lange haben die Firefox-Anwender warten müssen – das moderenere Aussehen des Web Clippers haben Chrome, Opera und Safari schon vor Monaten verpasst bekommen. Zwar wird man immer noch etwas warten müssen, aber ganz Ungeduldige können seit heute schon mal die Beta-Version installieren (einige Funktionen sind darin allerdings noch nicht eingebaut). Man kann die Version ohne Probleme testen – bei Nichtgefallen einfach wieder den vorherigen Web Clipper aktivieren. Einzelheiten über die jeweilige Beta-Version erfährt man im englischsprachigen Forum, der direkte Download ist hier zu finden.

 
Jul 032014
 
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klare Begrenzung

Wer meinen Blog schon länger liest, der weiß, dass ich gerne die Notizbücher von Leuchtturm 1917 verwende – dieser Tipp klappt aber auch mit allen ähnlichen Notizbüchern.

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Begrenzung per Leseband

Meine Arbeitsweise ist die, dass ich hauptsächlich die rechte Seite beschreibe, gelegentlich aber auf der linken Seite Einfälle oder Ergänzungen notiere, die nicht direkt zum “Haupttext” gehören. In Evernote möchte ich anschließend zwei einzelne Seiten speichern.  Zwar ist die Dokumentenkamera von Evernote eigentlich auf ein DIN-A5/DIN-A4-typisches Seitenverhältnis eingestellt, aber wenn sie “entdeckt”, dass auch auf der gegenüberliegenden Seite Text steht, erweitert sie den Blickwinkel.

Wenn man das vermeiden möchte und über ein Notizbuch einsetzt, das über ein typisches Lesebändchen verfügt, so genügt es, dieses Band kurz zwischen die Seiten zu legen. Die Dokumentenkamera identifiziert das Band als Begrenzung und beschränkt den Scan auf eine Einzelseite. Simpel – aber wirksam.

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korrekt abgeschnitten

 
Jun 302014
 
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ein Klick genügt

Seit einiger Zeit bietet Feedly in der Pro-Variante ja die Möglichkeit, Artikel direkt in Evernote zu speichern. Heute habe ich einen Link zu einer Feedly-Beta-Funktion erhalten, die noch mehr Möglichkeiten eröffnet (und auch schon prima funktioniert): Markierte Artikel können direkt in unterschiedliche Dropbox-Ordner gespeichert werden, entweder im HTML- oder PDF-Format (gekürzte Feed-Artikel werden als vollständiger Text gespeichert). Feedly erzeugt dafür in Dropbox einen Ordner “Feedly Vault” und richtet Unterordner ein – für die “später-lesen”-Markierung entsteht der Ordner “Saved For Later” für Schlagwörter “Tags” und pro Tag ein weiterer Unterordner. Das hat bis hierhin noch nicht viel mit Evernote zu tun. Aber diese Funktion kann man nun nutzen, um zielgerichteter Feedly-Artikel zu archivieren.

1. Überwachung der Feedly-Dropbox-Ordner mit Evernote

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automatischer Import

Evernote (Windows-Desktop) kann ja beliebige Festplattenordner überwachen, also auch Dropbox-Unterordner. Man wählt in Evernote den gewünschten Ordner aus, sobald ein neuer Feedly-Artikel darin erscheint, wird dieser von Evernote “aufgesaugt” und je nach Einstellung innerhalb von Dropbox gelöscht. Gleichzeitig verbindet man den Dropbox-Unterordner mit einem passenden Notizbuch, z. B. für den Feedly-Tag “Datenschutz” das Evernote-Notizbuch “Datenschutz”. Das gleiche verfahren kann man auf mehrere Tag-Ordner anwenden und erhält so eine getrennte Ablage in Evernote. Nicht ganz so wichtige Artikel markiert man vielleicht nur mit der “später-lesen” Funktion und richtet für diesen Ordner keinen Evernote-Import ein. Auf diese Weise landen nur ausgewählte Artikel in Evernote.

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Markierungen in PDF Expert

2. PDF-Dateien vor der Archivierung bearbeiten
Wenn man möchte, kann man einen Schritt “dazwischen schalten”: die Bearbeitung des Feedly-Artikels in einem PDF-Programm. Unter iOS synchronisiert z. B. die bekannte App “PDF-Expert” mit Dropbox. Diese kann also den Artikel “abfangen” [1], man nimmt seine Markierungen vor, synct – und auf diese Weise landet eine markierte Datei in Evernote. [2]

Sieht vielleicht auf den ersten Blick etwas umständlich aus, lässt sich aber doch recht schnell einrichten. Ist ja nur einmal, danach läuft alles von selbst. Um den Prozess zu veranschaulichen, hier das entsprechende Ablaufdiagramm:

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automatische Archivierung

[1] Wenn man die Feedly-Artikel im HTML-Format in Dropbox speichert, kann PDF Expert mit einem Klick die Sache in PDF konvertieren.
[2] Bei Evernote evtl. in den Import-Funktionen von “Quelle löschen” auf “Quelle behalten” umstellen, sonst holt sich Evernote den Artikel, bevor man ihn bearbeiten konnte.

 
Jun 262014
 
rasch geöffnet

rasch geöffnet

In Evernote “eingebaut” ist ja eine Verschlüsselungsmöglichkeit für den Text von Notizen (Stärke: AES 128). Wenn es sich um größere Dokumente handelt, so verschlüsselt man einfach im zuständigen Programm – Word oder Adobe Acrobat zum Beispiel – und fügt das verschlüsselte Dokument in eine Notiz ein. Das klappt schon länger tadellos (auch auf den mobilen Geräten), allerdings hatte die Windows-Desktop-Variante von Evernote jetzt länger einen Anzeige-Bug, der ist mit dem heutigen Update behoben. Verschlüsselte PDF-Dateien werden mit einem Schloss-Symbol in der Notiz angezeigt. Nach dem üblichen Klick wird das Passwort angefordert, danach wird der Inhalt wie bei allen anderen PDF-Dokumenten angezeigt.

"entschlüsselt"

“entschlüsselt”

Besonderheiten: Ein Vorschaubild für die mittlere Leiste wird bei diesen Dokumenten nicht erzeugt – diese Grafik wäre ja ein Sicherheitsrisiko. Auch kann der Inhalt eines solchen Dokumentes nicht in den Suchindex aufgenommen werden – Evernote kann ja von sich aus das Dokument nicht öffnen. Allerdings kann man die Notiz mit unverfänglichen Zusatzinfos versehen, so dass über diesen offenen Text später dennoch die richtige Notiz gefunden wird. Einmal geöffnet, bleibt das Dokument zunächst offen. Wenn man also z. B. das Notizbuch wechselt und anschließend wieder die Notiz mit dem passwortgeschützten Dokument aufruft, ist dieses immer noch sichtbar. Ich bin mir momentan nicht sicher, ob es für die Anzeige eine zeitliche Begrenzung gibt. Jedenfalls kann man das Dokument auch sofort wieder “unsichtbar” machen, wenn man es kurz aufruft, z. B. in Acrobat, und gleich wieder speichert, ohne den Namen zu ändern.

Nebenbei: Sie können auch direkt aus Word heraus eine passwortgeschützte PDF-Datei auf sehr einfachem Wege erzeugen. Wenn Sie beim “Datei speichern unter …”-Dialog das PDF-Format auswählen, so müssen Sie nur den “Optionen”-Button anklicken und ein Passwort vergeben – fertig.

Passwortschutz im Word-Dialog

Passwortschutz im Word-Dialog

 
Jun 252014
 
mac-tabellen

Farbe und Größenänderungen

In der neuen Beta 6.2 von Mac-Evernote hat sich einiges getan: einzelne Notizen werden sofort synchronisiert, Notizen können umgehend freigegeben werden, ohne die Synchronisation abzuwarten, schnellerer Start usw. Interessant für viele Anwender sind insbesondere zwei Neuerungen:

1. Grafiken innerhalb einer Notiz kann man nun direkt in der Darstellungsgröße ändern.
2. Die Tabellen-Darstellung wurde verbessert: Zell-Größen und Farbeinstellungen lassen sich verändern.

Der Download der neuen Beta ist nur bedingt empfehlenswert, momentan gibt es noch etliche Bugs. Aber immerhin kann man so die Richtung der nächsten Desktop-Verbesserungen erkennen. Screenshots zur neuen Beta gibt es noch keine – aber Boris Lewandowski aus unserer Google+ Community “Evernote DE” hat sich die Mühe gemacht, ein YouTube-Video zu erstellen. Enfach mal anschauen, dann erhält man schnell einen Eindruck.

 

 

 
Jun 252014
 
webclipper62

weniger Platz

Der Web Clipper von Evernote wird besonders häufig eingesetzt: ob Fotos, bereinigte Nachrichten-Artikel, mit Anmerkungen versehene Screenshots oder die Archivierung von PDF-Dateien – die Browser-Erweiterung fängt alles ein. Bisher nahm die 6-er-Version des Clippers allerdings recht viel Raum an der Seite ein, weshalb es demnächst ein Update geben wird, das kompakter ausfällt. Die Funktionen bleiben erhalten, aber alles wird auf kleinerem Raum angeordnet, was insbesondere bei Notebooks von Vorteil sein kann.

Wer Chrome verwendet, der kann sich die Beta-Version 6.2 downloaden und die Erweiterung ausprobieren. Firefox ist zwar momentan noch bei der nicht so hübschen 5.9-er-Version, aber die interne Beta-Variante wurde bereits ausgerollt: diese macht direkt den Sprung auf das kompakte Layout. Opera und Safari werden folgen.

 
Jun 182014
 
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schneller Austausch

Sunrise Calendar ist inzwischen eine sehr gute Kalenderanwendung für alle Systeme geworden (Web, Chrome-Erweiterung, iOS und Android), nutzt den Google-Kalender, viele Funktionen und dennoch übersichtlich gemacht – und kostenlos. Ein Blick in die verschiedenen App-Stores lohnt also auf jeden Fall. Seit heute noch einen Tick mehr, denn nach Android gibt es nun auch unter iOS und Chrome die Evernote-Synchronisation. Funktioniert sogar in beide Richtungen und ist richtig flott! Einzelheiten:

Unter Einstellungen/Accounts wählt man Evernote aus. Das muss man nur einmal tun, bei mir war die Verbindung damit gleichzeitig auf iPhone, iPad und in der – eigenständigen – Chrome-App hergestellt. Innerhalb von Evernote terminiert man seine Notizen wie gewohnt über das kleine Weckersymbol.

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Einstellungen in Evernote

Sunrise bemerkt nicht nur, wenn man einen neuen Termin erstellt hat, der Kalender registriert auch sofort, wenn man die Erinnerung innerhalb von Evernote als “erledigt” markiert – dann bekommt der Termin in Sunrise sofort ein Häkchen. Ebenso wird erkannt, wenn man in Evernote vollständig einen Termin löscht – dann verschwindet der Termin ganz aus dem Kalender.

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Einstellmöglichkeiten

In Sunrise wird der Titel der Notiz als Terminbeschreibung angezeigt. Ebenso ist ein Link-Symbol zu sehen, das direkt zur vollständigen Evernote-Notiz führt (unter iOS wird die Evernote-App geöffnet, unter Chrome die Webansicht der Notiz). Man kann den Termin innerhalb des Kalenders bearbeiten, z. B. auf eine andere Uhrzeit oder einen anderen Tag verschieben. Beim nächsten Sync von Evernote zeigt die betreffende Notiz das neue Datum als Erinnerung an.

Weiterhin kann man zunächst im Sunrise Kalender einen neuen Termin erstellen und diesen dem Teil-Kalender “Note Reminders” zuweisen. Evernote zeigt dann eine neue Notiz mit der Überschrift des Termins samt eingestellter Erinnerung, der Inhalt der Notiz ist ansonsten leer. Will man also mal all seine Evernote-Termine gleichzeitig überschauen, so kann man – alternativ zur Termin-Listenansicht innerhalb von Evernote – alle anderen Google-Einzelkalender ausblenden, übrig bleiben dann die terminierten Evernote-Notizen.

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Ortsangabe wird übernommen

Ebenfalls ganz nett: Sofern die Evernote-Notiz eine Ortsangabe in dem entsprechenden Feld enthält, wird der jeweilige Kartenausschnitt in Sunrise angezeigt. Ein Klick darauf öffnet die Adresse in Google Maps.

Momentane Nachteile: teilweise muss man mit englischen Benennungen leben. Weiterhin funktioniert es innerhalb von Sunrise nicht, den Evernote-Termin mit einem Intervall zu versehen (man kann zwar versuchen, auf einen “wiederkehrenden Termin” umzustellen, aber nach dem Speichern “schnappt” der Termin zurück). Evernote hat ja sein längerer Zeit in Aussicht gestellt, innerhalb seiner Anwendung Terminwiederholungen zu ermöglichen – vielleicht klappt das also zu einem späteren Zeitpunkt mal besser.

Davon abgesehen gefällt mir diese sehr nahtlose Synchronisation deutlich besser als die meisten anderen Lösungen – sofern also der Sunrise-Kalender gefällt, ist ein Umstieg sicher eine Überlegung wert.