Sep 052014
 
tchibo-evernote

7,95 sind okay

//Edit: Leser haben darauf hingewiesen, dass das wohl nur in England funktioniert … obwohl hier in Deutschland darauf hingewiesen wird …

Die Telekom schenkt ihren Festnetz-, Mobil-, Congstar-Kunden ja schon länger 1 Jahr Evernote-Premium (dass es genügt, wenn z. B. der Schwiegervater einen entsprechenden Anschluss hat, habe ich ja früher schon mal beschrieben). Durch Zufall habe ich gerade gesehen, dass man ein solches Geschenk auch über diverse O2-Verträge erhalten kann: Ein Bekannter hat in seinem Smartphone eine Billig-Prepaid von Tchibo (7,95 € monatl., 300 MB Internet, keine Vertragsbindung) stecken – beim Start von Evernote erschien plötzlich die Weiterleitung zur (englischen) O2-Seite mit dem Evernote-Premium-Geschenk. Tchibo wird halt das Netz von O2 benutzen – ob das immer klappt, weiß ich nicht. Falls ja, lohnt ja schon fast der Kauf der Karte, selbst wenn man nicht damit telefonieren möchte …
(Die Aktion scheint bis zum 24. 10. 2014 zu laufen – Infos hier.)

 

 
Sep 042014
 
android-webclipper

saubere Arbeit

Zusammen mit der gerade erschienen Android-Version 6 hat Evernote eine kleine aber sehr wichtige Umstellung vorgenommen: Webseiten können nun über die Share-Funktion der Browser direkt an Evernote übergeben werden. Diese landen dann im Archiv ähnlich wie mit Desktop-Clearly: in einer “bereinigten” Form, also z. B. ohne überflüssige Menüs. Bisher behalf man sich hier oft mit Pocket, was aber einen zweiten Schritt erforderte.

android-webclipper2

Einstellungen

Beim Start der Share-Funktion erscheint auf der Webseite der grüne Evernote-Button mit einem kleinen Menü. Hier kann man Notizbuch und Tags auswählen. Sehr bequem! Unter iOS erzielt man zwar eine ähnliche Archivierung via Safari-Reader-Funktion oder über das Mail-Verschicken, aber so ist es natürlich deutlich eleganter. Nun, in ein paar Tagen erscheint iOS 8 und Gerüchte sagen, dass dann Evernote mit einigen Überraschungen aufwarten wird … ;-)

 
Sep 042014
 

Evernote hat der Android-Version ein größeres Update verpasst, in manchen Bereichen lehnt sie sich jetzt etwas stärker an die iOS-Version an. Deutlichster Unterschied: Der große “Jump-Button”, der etwas verspielt die Notiz-Möglichkeiten einblendet. Es gibt auch funktional etliche Neuerungen, was z. B. das Teilen von Notiz-Büchern betrifft, Verschiebeaktionen, Setzen von internen Links, um Notizen miteinander zu verbinden usw. Dies hier ist der offizielle Artikel im Evernote-Blog und hier gibt es ein Video dazu. Da ich selbst Evernote eher unter iOS anwende: hat vielleicht ein “Intensiv-Android-Nutzer” mal Lust, einen Gastbeitrag für diesen Blog über die Neuerungen zu schreiben? Oder teilt Eure Erfahrungen einfach in den Kommentaren mit.

 
Sep 022014
 
pdf-bearbeiten

Möglichkeiten nutzen

Viele meiner Studenten gestalten ihre Klausurvorbereitungen mit Bergen von Papier und Leuchtmarkern. Obwohl Vorlesungsskripte seit vielen Jahren nur noch digital zur Verfügung gestellt werden. Prinzipiell ist gegen diese Art der Vorbereitung auch nichts einzuwenden, aber oft werden die zahlreichen Möglichkeiten übersehen, Dokumente von Anfang an besser aufzubereiten. Ich habe schon an etlichen Stellen Evernote als hilfreiches Recherche- und Ablagesystem für ein Studium beschrieben, heute kümmern wir uns mal um die Frage, ob man nicht von Anfang an “hilfreichere” Dokumente speichern kann. So gibt es für alle Tablet-Systeme – ob nun Windows 8, Android oder iOS – Apps mit zahlreichen Zusatzfunktionen, die sich als nützlich für unser Vorhaben erweisen können. Da ich ein iPad verwende, illustriere ich das am Beispiel der recht guten App “GoodNotes 4.3″.

Zwischen den Zeilen
Recht viele Apps bieten die Möglichkeiten, gewohnte Markierungen, Unterstreichungen usw. in PDF-Dokumenten vorzunehmen. Hier spielt ein Tablet auch seine Vorteile gegenüber Papier aus: durch die Zoom-Möglichkeiten kann man auch bei Seiten mit wenig Leerraum Einfügungen vornehmen. Im Falle von GoodNotes sogar im Vektor-Format, so dass später auch auf dem Bildschirm kleinste Einfügungen ohne Verluste vergrößerbar sind. Eine automatische Handballen-Erkennung sorgt dafür, dass man ein gutes Schreibgefühl hat.

pdf-bearbeiten2

kleine Schrift ganz groß

Mehr als Papier
Der Schwerpunkt von GoodNotes liegt eigentlich auf dem Anfertigen von handschriftlichen Notizen. Diese “Mit-Schriften”, die man bei den meisten Vorlesungen anfertigt, sind ja auch sinnvoll. In Stichpunkten und kurzen Skizzen hält man Inhalte fest und kann dabei oder anschließend überprüfen, ob man den Stoff auch wirklich verstanden hat. Aber genügt da nicht Papier und Stift. Sicher. Altbewährt, preiswert, man wird nicht durch Technik abgelenkt usw. Dennoch lohnt es sich, einen Blick auf die Besonderheiten der Tablet-Apps zu werfen.

pdf-bearbeiten3

Handschrift wird erkannt

Wer oft technische Zeichnungen in seine handschriftlichen Notizen aufnehmen muss, der wird von den Auto-Form-Möglichkeiten (1) GoodNotes angetan sein: ein krummer Strich wird zur Geraden, ein Oval mit einer Delle zum Kreis, das schräge Viereck zum Rechteck usw. Für die handschriftliche Erfassung (2) gibt es viele Besonderheiten: ein Zoom-Fenster mit Auto-Vorschub, ein Radierer, der von selbst wieder zum Stift wird, Farben, Schriftstärken, ein Lasso für das Verschieben von Elementen usw. usw. Ganz neu dabei: die sofortige Erkennung der Handschrift (3). Zwar übernimmt das später Evernote beim Archivieren, aber schon während des Schreibens kann so im gesamten Notizbuch gesucht werden. Auf Wunsch wird die Schrift auch konvertiert und z. B. über die Zwischenablage in eine Textverarbeitung übertragen. Und unkompliziert kann man jeden Screenshot oder jedes Fotos (z. B. vom Tafelaufschrieb) direkt im Notizblatt aufnehmen und annotieren (4).

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Sep 022014
 
aktueller-kontext

permanente Einstellungen

Im Hauptsuchfeld der Evernote-Desktop-Anwendung kann man ja mit dem kleinen Pfeilchen die Einstellung für die Kontextsuche verändern. Die meisten Anwender vernachlässigen diese Einstellung aber, da sich die Funktionsweise nicht sofort erschließt (und sich auch bei den letzten Versionen geändert hat). Vor allem bleibt das jeweils gesetzte Häkchen “unsichtbar” erhalten, so dass man unterschiedliche Effekte im Suchfeld erzielt. Ein Beispiel: Nehmen wir an, Sie haben in zahlreichen Notizbüchern verschiedene Dokumente mit dem Begriff “Lebensmittel”. Momentan befinden Sie sich aber im Notizbuch “Checklisten” und wollen eigentlich nur dieses Notizbuch durchsuchen. Sofern Sie irgendwann einmal das Häkchen auf “Aktuellen Kontext durchsuchen” gesetzt haben, funktioniert das auch tadellos – nur Dokumente in diesem Notizbuch werden gefunden. Ist das Häkchen aber noch auf die Standardeinstellung “Alle Notizen durchsuchen” gesetzt, so “springt” die Suche gewissermaßen aus dem Notizbuch heraus und Sie erhalten alle Dokumente aus allen Notizbüchern angezeigt.

Suchvorgänge innerhalb eines Notizbuchs sind sicher ein häufiger Anwendungsfall. Prinzipiell wirkt sich die Einstellung “Aktueller Kontext” aber auch auf andere Suchvorgänge aus. Wenn Sie z. B. zunächst eine gespeicherte Suche “Zeige alle geänderten Notizen der letzten drei Tage” ausgeführt haben (Suchergebnis beispielsweise 12 Notizen) und – bei gesetztem Häkchen – ein Suchwort eingeben, z. B. “Auftrag” – so erhöht sich die Suchanzahl eventuell auf 18 obwohl Sie nur 6 Notizen mit dem Begriff “Auftrag” gespeichert haben. Sie lösen mit dieser Funktion eine ODER-Verknüpfung aus (in der Evernote-Syntax wird ein “any:” hinzugefügt, löscht man dieses, so erhält man eine UND-Verknüpfung).

 
Aug 312014
 
neuer-debug-modus

zusätzliche Funktionen

Bei früheren Evernote-Versionen konnte man unter Windows mit einem Neustart und dem Parameter “/DebugMenu” spezielle Funktionen aufrufen [1]. Das geht jetzt einfacher: Auf die Hilfe-Funktion klicken, während man die STRG-Taste hält. Und schon erscheinen im gleichen Menü eine Reihe zusätzlicher Optionen.

Die Begriffe sind soweit selbsterklärend. Nach umfangreichen Arbeiten an der Evernote-Datenbank – man hat viel gelöscht, etliche neue Notizen aufgenommen, Ordner neu strukturiert usw. – lohnt sich gelegentlich z. B. die Neu-Erstellung des Suchindex. In vielen Fällen startet danach die Suche auch schneller.

Allerdings bastelt Evernote öfter an diesem Menü herum und nicht immer funktionieren alle Punkte, mal kommen neue hinzu, mal werden welche deaktiviert. Daher gilt der übliche Rat auch hier: Vor solchen Operationen eine Sicherheitskopie der Datenbank anlegen. Man weiß ja nie … :-)

[1] Kann man auch heute noch, aber es erscheinen eher unwichtige Funktionen.

 
Aug 282014
 
skitch-update

Bildgröße nun änderbar

Still und heimlich hat Evernote ein Update für Windows-Skitch veröffentlicht. Neben dem “Zuschneide-Modus” (= den Teil eines Bildes auszuschneiden) gibt es nun endlich auch den Modus für die “Größenänderung”. Die Mac-Variante hat diesen Modus schon lange, nun kann man ihn auch unter Windows nutzen. Falls beispielsweise Ihre 48-Megapixel-Kamera Riesenfotos aufnimmt, die in Evernote sehr viel Platz beanspruchen würden, können Sie damit die Dimensionen reduzieren. Dafür ist ein Schieberegler zuständig, etwas eleganter wäre das “Packen” an den Eckpunkten gewesen, aber auch so kommt man damit klar.

 
Aug 282014
 
schlagwort-sicherung

Sicherung per Schlagwort

Evernote bietet vielfältige Sicherungsmöglichkeiten: Vom einfachen Backup der lokalen Datenbank bis hin zum vollständigen Export aller Informationen und Anhänge, so dass man auch völlig ohne Evernote jederzeit Zugriff auf sämtliche Informationen hat. Allerdings kosten die einzelnen Verfahren, je nach Größe des Archivs, doch etwas Zeit. Beispielsweise sichert bei mir ein Tool die PC-Evernote-Datenbank via WLAN auf den kleinen Wohnzimmerserver (wöchentlich einmal), bei einem Umfang von 8 GB benötigt dieser Vorgang knapp 10 Minuten. Eventuell geht es einem aber nur um ganz bestimmte Notizbücher oder eine Reihe einzelner Notizen, die man noch schnell zwischendrin, z. B. in seinem Dropbox-Ordner, sichern möchte.

Für diesen Zwecke greife ich eine Anregung von Jamie Todd Rubin auf und modifiziere die etwas: Jenen Notizen, die man sichern möchte, gibt man ein bestimmtes Schlagwort, z. B. “Backup” oder “Sicherung”. Eine Batch-Datei sorgt dann für die automatische Sicherung. Noch ein Stück schneller geht es, wenn man das Schlagwort in seine Favoriten-Leiste aufnimmt: Man muss dann lediglich die gewünschten Notizen auf das Schlagwort ziehen – fertig.

Batch-Datei erstellen
Die Erstellung der Datei kostet nur ein paar Minuten. Es genügt, wenn man den folgenden Code in eine Textdatei kopiert und die Pfade für sein eigenes Windows-System anpasst. Später muss man sich um diese Datei nicht mehr kümmern und hat also keine weitere Arbeit damit.

Allgemeine Struktur
[Pfad zur Datei ENScript.exe] [Parameter] [Backup-Pfad] [gewünschter Dateiname]
Die Batch-Datei nimmt den Pfad zur Datei “ENScript” auf und übergibt Parameter wie z. B. das ausgewählte Schlagwort “Sicherung” oder den Namen eines Notizbuchs. Mit diesen Parametern wählt die Batch-Datei die betreffenden Notizen aus, packt diese in eine einzige (ENEX-)Datei und sichert diese Datei auf dem gewünschen Pfad. Zusätzlich wird automatisch ein Datum an den Dateinamen vergeben, so dass man die Übersicht behält. In unserem Beispiel landet als Ergebnis auf dem Backup-Pfad eine Datei mit dem Namen “2014_08_24_schnellbackup.enex”. Diese Datei kann man jederzeit wieder in Evernote importieren.

Beispiel-Code
Die Textzeile könnte so aussehen:
“C:\Program Files (x86)\Evernote\ENScript.exe” exportNotes /q tag:backup /f D:\backup\%date:~-4,4%_%date:~-7,2%_%date:~-10,2%_schnellbackup.enex

schlagwort-sicherung2

Pfad in der Notiz

Der erste Pfad muss in Anführungszeichen gesetzt werden, da er Leerzeichen enthält. Abschließend speichern Sie die Datei und legen diese mit einem einprägsamen Namen, z. B. “evernote-sicherung.bat” in einem Festplattenverzeichnis ab. Sie können sich zusätzlich den Festplatten-Link zu dieser Batch-Datei in eine Notiz kopieren und ebenfalls in Ihre Favoritenleiste ziehen. Später genügt ein kurzer Klick auf diesen Link – der Vorgang wird gestartet.

Wenn man eine zeitgesteuerte Ausführung der Batch-Datei wünscht, so nimmt man diese in der Windows-Aufgabenplanung vor und stellt z. B. ein: “Jeden Tag, 17:00 Uhr, evernote-sicherung.bat starten”.

Ablauf
In der Praxis sieht das also so aus: Ich bin unter Zeitdruck, denke “Oh Mann, hoffentlich geht beim Sync nichts schief, die Notizen A, B und C sind wirklich wichtig!”. Dann schnappe ich mir diese Notizen, ziehe sie kurz auf das Schlagwort “backup” und starte mit einem Klick auf den Festplatten-Link die Batch-Datei. Am Abend sehe ich, dass irgendwas mit dem Sync nicht korrekt geklappt hat, öffne meinen Dropbox-Ordner, finde dort die angelegte Sicherungsdatei und ziehe sie kurz in Evernote. Und alles ist gut :-)
(Wer an einem Mac arbeitet, kann statt der Batch-Datei ein Apple-Script verwenden.)

 

 
Aug 232014
 
enex1

ENEX-Export

Gelegentlich versuche ich ja zu zeigen, wie Evernote hinter den Kulissen “tickt”. So beschäftigt sich beispielsweise ein Artikel damit, wie Evernote Inhalte in Bildern erkennt (“Texterkennung in Fotos”) oder wie die Datenbank von Evernote aufgebaut ist (“Schlagwörter in Excel importieren”). Heute werfen wir einen Blick auf das ENEX-Format und kümmern uns auch etwas um die Frage, wie man da seine Dateien wieder “rauskriegt”.

Exportmöglichkeiten von Evernote
Prinzipiell kann man alle Notizanhänge mit einem simplen Klick wieder auf seiner Festplatte speichern: z. B. Notizen markieren, Menüpunkt “Anhänge speichern”, fertig. Schon hat man Fotos, PDF-Dokumente, Excel-Dateien wieder auf seiner Festplatte, ohne auf Evernote angewiesen zu sein. Allerdings gehen auf diese Weise eine Reihe von zusätzlicher Informationen verloren: Welche Schlagwörter hatte man in der Notiz vergeben, welchen Titel, was war das Erstell-Datum usw. Daher stellt Evernote noch eine Reihe von Möglichkeiten zur Verfügung, den Anhang samt zusätzlicher Informationen zu exportieren. Die “kompakteste” Möglichkeit ist dabei das ENEX-Format: in einer einzeigen Datei können beliebig viele Notizen exportiert und zu einem späteren Zeitpunkt (oder in einen anderen Account) mit einem Klick wieder importiert werden. Ideal auch für Notiz-Vorlagen oder bestimmte Backup-Vorhaben.

ENEX – ein offenes Format
Die meisten Anwender denken, dass das ENEX-Format ein ganz spezielles Datei-Format wäre, das nur Evernote lesen kann. So ähnlich, wie wenn man eine Word-Datei in das PDF-Format konvertiert. Dem ist aber nicht so – ENEX-Dateien können jederzeit ganz ohne Evernote gelesen werden. Denn in Wirklichkeit hat man es eigentlich – laienhaft gesprochen – nur mit einer Textdatei zu tun. Diese enthält Informationen wie z. B. Schlagwörter und den Anhang. Das sieht für unserer Beispielnotiz so aus:

enex2

ENEX im Texteditor

Die exportierte Datei wurde hier in einem ganz normalen Texteditor geöffnet. Die ersten Zeilen bilden gewissermaßen eine Art “Mantel” mit einigen standarisierten Hinweisen, damit Programme wissen, wie sie mit dieser Datei umgehen sollen. Weiterhin finden wir hier Meta-Informationen wie z. B. Änderungsdatum, Schlagwörter oder GPS-Daten – je nachdem, was wir unserer ursprünglichen Evernote-Notiz beigegeben hatten. Dies alles ist im Klartext lesbar. Erst wenn es um angehängte Dateien geht, werden die Zeilen “unlesbar”. Zu Beginn dieser Zeilen finden wir den Hinweis <data encoding=”base64″> und im Anschluss an die letzte dieser Zeilen zeigt ein </data> das Ende an. Abschließend folgen noch einige weitere Metadaten im Klartext, z. B. der Herkunftslink.

BASE64 – ein bekanntes Format
Bei “BASE64″ handelt es sich um ein bekanntes Format, das schon lange für Mail-Anhänge genutzt wird. Dieses “BASE64″ besteht aus einem eng umgrenzten Zeichensatz, den quasi jeder Server im Internet versteht. Evernote benutzt dieses Standardformat, um “Nicht-Text-Anhänge”, also PDF, Word- oder Bild-Dateien, einheitlich in sein Export-Format zu integrieren.
Dieser Format-Aufbau hat für den Anwender einen großen Vorteil: Er könnte seine Dateien jederzeit aus der exportierten Datei lösen, ohne Evernote benutzen zu müssen. Also selbst, wenn Evernote sich in Luft auflöst oder die Software auf dem Computer aus irgendeinem Grund nicht mehr funktioniert und man im Backup nur solche ENEX-Dateien hat, kann man seine Dokumente extrahieren. Alles, was man dazu benötigt, ist ein “BASE64-Umwandler”. Die gibt es zahlreich im Netz, online und offline verfügbar – ich habe hier zum kleinen und kostenlosen Tool “Base64 De-/Encoder” gegriffen.

Dateien extrahieren
Alles, was man benötigt, ist jener Textteil, dier wie oben beschrieben zwischen <data encoding =”base64″> …. …. und </data> steht. Diesen Teil kopiert man in eine Textdatei, die sonst nichts enthält. Damit ich auf der Kommandozeile nicht so viel tippen muss, habe ich den ENEX-Datei in “b.enex” umbenannt und als Namen für die Word-Datei “b.doc” gewählt.

enex3

rasche Konvertierung

Die so umgewandelte “b.doc”-Datei ist sofort in Word aufrubar und funktioniert wie gewohnt – es ist ja praktisch die Originaldatei.

Fazit
Es liegt auf der Hand, dass diese Art von “Wiederherstellung” seiner Notiz-Anhänge im Alltag zu umständlich wäre, da bietet Evernote selbst viel elegantere Möglichkeiten. Aber darum ging es hier auch nicht. Es sollte lediglich der Aufbau illustriert werden und gezeigt werden, dass man jederzeit auch jenseits von Evernote wieder an seine Daten gelangen kann. Wer tiefer in die Materie einsteigen und die genauen technischen Spezifikationen des ENEX-Formats wissen möchte, dem sei dieser Artikel empfohlen.

 
Aug 212014
 
umbenennen2

ungünstige Dateinamen

Evernote übernimmt für Fotos, PDF-Dateien usw. intern die Original-Dateinamen, also z. B. “Foto2014-08-16-123.png” oder “XN-A108-PFT.PDF” usw. Das ist in der Regel unproblematisch, da man ja Überschriften, Schlagwörter usw. nach Belieben definieren kann. Wenn man allerdings eine solche Datei wieder aus Evernote “löst”, also z. B. auf einem Pfad speichert oder via Drag ‘n Drop in eine Mail zieht, kommt der ursprüngliche Name wieder zum Vorschein. Gerade bei Notizen, aus denen heraus man oft einen Anhang verschickt oder für Backup-Vorgänge, bei denen man möchte, dass der Dateiname aussagekräftig ist, lohnt sich daher gelegentlich eine Umbenennung.

umbenennen1

Dateinamen ändern

Ohne dass der Rest der Notiz verändert wird, kann man das direkt innerhalb der Notiz erledigen: rechte Maustaste und “Umbenennen …” wählen. Damit erhält man einerseits den ursprünglichen Dateinamen (evtl. möchte man das Aufnahme-Datum des Fotos so erkennen), andererseits kann man den neuen Namen direkt tippen (korrekte Dateiendung nicht vergessen) – ohne Zwischenspeicherung des Dokuments wird dieser Name sofort übernommen.

Bei späteren Export-Vorgängen erhält man den neuen Namen. In unserem Beispiel wird die PDF per Drag ‘n Drop in eine Outlook-Mail übernommen:

umbenennen3

neuer Dateiname