Jan 042015
 
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unterschiedliche Möglichkeiten (hier: Web-Ansicht)

Über die vielen Möglichkeiten, Links in Notizen zu verwenden, habe ich ja bereits öfter geschrieben. So kann man etwa innerhalb einer Besprechungsnotiz zu Materialien in anderen Notizen verlinken, rasch ein Inhaltsverzeichnis generieren oder sogar ganze Wiki-Strukturen für ein Wissensmanagement-System aufbauen.
Oft werden aber die vielen unterschiedlichen Möglichkeiten der “Linksetzung” gar nicht ausgereizt. Man nimmt nur den Menüpunkt “Evernote-Link der Notiz kopieren” (in der Vorschauspalte rechte Maustaste) und kopiert diesen in eine Notiz. Auch “Stufe 2″ ist noch recht bekannt: Man markiert mehrere Notizen, erhält so einen “Kartenspiel-Fächer” und wählt “Notiz mit Inhaltsverzeichnis erzeugen aus” (Möglichkeit 1).

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Inhaltsvezeichnis mit Notizenlinks

Bei beiden Vorgehensweisen erhält man als sichtbaren Link-Text automatisch die Überschrift der Notiz. Das nimmt zwar Arbeit ab, ist aber nicht immer aussagekräftig. Bei importierten Notizen kann der Titel z. B. “08123.pdf” oder “Notiz aus Urlaub” lauten, soweit man ihn nicht gesondert bearbeitet hat. Entsprechend tragen die erzeugten Links die gleichen Bezeichnungen. Man kann aber den Link-Text jederzeit bearbeiten: Mauszeiger auf erzeugten Link setzen, rechte Maustaste und “Bearbeiten” oder – unter Windows – STRG+Shift+K. Aus “08123.pdf” wird so “Quartalsaufstellung 2015″ – ohne dass sich der Titel der Original-Notiz ändert.

Umgekehrt kann man auch (Möglichkeit 3) in einer Notiz einen vorhandenen Text markieren und mit STRG+K (oder rechter Maustaste) einen Link hinterlegen. Lautet der bereits geschriebene Text beispielsweise “Ich muss mir noch die Mail von Maier ansehen”, so kopiert man zunächst den Evernote-Link der Mail-Notiz in die Zwischenablage, markiert dann in dem Satz “die Mail” und fügt mit STRG+K den Link der Zwischenablage ein.

Drag’n Drop-Möglichkeiten

Neben der “traditionellen” Methode, einen Link zur Notiz mit der rechten Maustaste abzurufen kann man es sich noch ein Stück einfacher machen: Die Notiz, die den Link/die Links aufnehmen soll, wird in einem eigenständigen Fenster geöffnet. Nun kann man aus der mittleren Spalte die gewünschten Notizen “hinein-ziehen” – ein Link entsteht. Auf diese Weise kann man in seinem Haupt-Evernote zu unterschiedlichen Notizen “wandern” und in das weiterhin geöffnete Einzelfenster seine diversen Notizen-Links handverlesen sammeln.

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Links per Drag’n Drop erzeugen

Dieses Vorgehen klappt übrigens auch mit Links aus dem Browser (Möglichkeit 2): Man kann entweder die Adresszeile im Browser auf eine Notiz ziehen oder einen auf einer Webseite vorhandenen Link direkt in der Notiz aufnehmen. Während des Zug-Vorgangs sieht man sogar die Web-Überschrift transparent, nach dem Fallenlassen hat man Link erzeugt, der im Unterschied zu Evernote-Notizenlinks (= grün) in blauer Farbe gehalten ist. Auch diese Web-Links kann man beliebig mit der eingangs beschriebenen Methode umbenennen.

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Links aus dem Web

Auch hier kann man mit einer Einzelnotiz in einem gesonderten Fenster arbeiten, um z. B. unterschiedliche Webseiten zu besuchen und “nebenher” ein Linkverzeichnis mit verschiedenen Quellen zu erzeugen.

 
Jan 032015
 
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schneller Überblick in Evernote

Die meisten von uns haben im Laufe der letzten Jahre tausende von Digital-Fotos erzeugt. Wer diszipliniert ist, sortiert aus, ordnet, nimmt ein Foto-Verwaltungsprogramm, benennt die Fotos eindeutig usw. Mir persönlich genügt einer sehr zeitsparenden Variante: z. B. nach einem Urlaub wird einfach ein Pfad “Florenz – 2014″ angelegt und alle Bilder der einzelnen Geräte – Smartphone, Tablet und Digi-Cam – übertragen. Für meine Alltagsschnappschüsse, Design-Ideen, Entwürfe usw. gibt es eine Reihe von weiteren Ordnern – da muss ich manchmal schon suchen.

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Verzeichnis wählen

Nun könnte man zwar auch in Evernote ein Fotoarchiv anlegen – mit einem Premium-Account verfügt monatlich über 4 GB, also immerhin fast 50 GB pro Jahr – aber das würde die Datenbank unnötig aufblähen. Viel einfacher ist es, in Evernote nur Index-Verzeichnisse mit (Festplatten-)Pfadangaben aufzunehmen. In den meisten Fällen genügen die kleinen Thumbnails, um das gesuchte Foto rasch zu finden. Die Erstellung solcher Index-Karten funktioniert dank eines bekannten Mini-Tools mühelos: Irfanview ist kostenlos, gibt es seit gefühlten 100 Jahren in der Windows-Welt und wird immer noch tadellos gepflegt. Ruft man nun Irfanview auf und drückt den Buchstaben “T” so werden sofort die Dateiverzeichnis – einschließlich eventuell vorhandener Netzwerkverzeichnisse – eingeblendet. Klickt man einen Pfad an, so werden die darin vorhandenen Fotos umgehend als Thumbnails dargestellt.

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Index auswählen

Nun stehen Ihnen im Kontextmenü – rechte Maustaste –  unter anderem drei Auswahlmöglichkeiten zur Verfügung:

  1. “Selektierte Thumbnails als Bild speichern”: Sie markieren in gewohnter Weise mit der Maus einzelne Bilder oder mit STRG + A alle im gewählten Verzeichnis und speichern die Auswahl als einziges “großes” Übersichtsfoto (JPG) ab, das Sie in eine Evernote-Notiz aufnehmen.

  2. “Indexprint mit selektierten Bildern erstellen”: Hier können Sie eine Reihe zusätzlicher Angaben machen, z. B. die Hintergrundfarbe einstellen, und einen “Ausdruck” im PDF-Format erzeugen. Diese PDF wird anschließend in Evernote aufgenommen.

  3. “Selektierte Dateinamen als TXT speichern”: Diese Option kann in manchen Fällen auch interessant sein. Irfanview erstellt eine einfache Textdatei mit Pfadangaben und Dateinamen, die man z. B. zusätzlich zu dem Übersichtsfoto in die Evernote-Notiz aufnehmen kann.

 

 
Jan 022015
 
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schnell geändert

Prinzipiell ist das spätere Umbenennen von Schlagwörtern problemlos: einfach das Schlagwort z. B. in der linken Seitenleiste markieren und mit der rechten Maustaste oder – unter Windows – mit “F2″ die Bezeichnung ändern. So kann man in einem Rutsch für alle bereits benannten Notizen den Tag etwa von “Klausi” auf “Klaus” ändern.
Das funktioniert aber nicht, wenn man nur die Groß- oder Kleinschreibung innerhalb eines Schlagwortes ändern möchte. Hat man z. B. in den letzten Monaten 250 Notizen mit dem Schlagwort “elearning” versehen und entschließt sich nun, daraus “eLearning” zu machen, so weigert sich Evernote mit der Meldung “Das Schlagwort ‘xyz’ ist bereits vorhanden”. Denn Evernote überprüft in diesem Moment nur die Buchstaben, nicht aber die Schreibweise. Und die Buchstaben sind ja identisch.

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hat funktioniert

Mit einem kleinen Trick hat man das Problem rasch behoben:
1. Das bisherige Schlagwort auf die beschriebene Weise umbenennen, z. B. einfach ein “X” am Ende anfügen: “elearningX”.
2. Nun das neue Schlagwort mit dem gewünschten Groß-/Kleinschreibung noch einmal umbenennen: aus “elearningX” wird “eLearning”.
Dauert nur eine Sekunde – schon ist das Problem gelöst.

 
Dez 302014
 
evernote-2015

Evernote – auch 2015

Danke an alle treuen Leser dieses Blogs!
Ihr habt auch im Jahr 2014 viele Ideen und Anregungen geliefert,
anderen in unserer Google+ Community geholfen,
über Twitter, Facebook und Flipboard
 “Evernote für Pfiffige” bekannt gemacht.

Ich wünsche Euch einen
tollen Start in das Jahr 2015!

PS: Damit es auch wirklich ein guter Start wird, gibt es in den nächsten Tagen eine kleine Verlosung. Dazu später mehr.

 
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Dez 272014
 
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umfangreiche Auswahl

Die kostenlose Schreib- und Skizzen-App “Penultimate” (für iPad) von Evernote hatte vor einigen Wochen für viel Wirbel bei den Anwendern gesorgt:  Version 6 (Leitfaden zur neuen Version) unterschied sich in Gesamtbild und Handhabung sehr stark von den Vorgängerversionen. Inzwischen wurde in zwei Updates von Evernote deutlich nachgebessert, aber etliche sind zu alternativen Apps umgeschwenkt. In diesen werden sie eventuell die zahlreichen und gut gestalteten Penultimate-Papiervorlagen – vom Notenblatt über Designpapiere bis hin zum Storyboard – vermissen. Mit einem kleinen Trick kann man diese Vorlagen aber auch in Apps wie z. B. GoodNotes (iPhone und iPad) verwenden:

a) Vorgehen in Penultimate
1. Zunächst wählt man in Penultimate die gewünschte Papiervorlage aus – in unserem Beispiel “Storyboard” aus der Schreib-Collection.
2. Damit die Icons nicht im Weg sind, scrollt man zur zweiten Seite und achtet darauf, dass man diese nicht ganz bis nach oben schiebt. Das funktioniert, da das Blatt einer Vorlage in der Höhe kleiner als das iPad ist.
3. Nun einen Screenshot anfertigen (gleichzeitig Home- und Ein-/Aus-Button drücken).

b) Zwischenschritt: Skitch
Mit Skitch den oberen Rand mit den Icons entfernen und in der Ecke unten die Seitenzahl “2” (dicke weiße Linie zeichnen). In “Fotos” speichern.

c) Vorgehen in GoodNotes
1. GoodNotes mit der Übersichtsseite der Notizbücher (“Kategorien”) starten. Rechts unten “Optionen”, “Vorlagen-Bibliothek”.
2. Bei “Papiertypen” entweder einen vorhandenen Ordner, z. B. “Herkömmlich”, auswählen oder mit dem “+”-Zeichen links oben eine neue Kategorie anlegen.
3. “Bearbeiten” und “+”-Zeichen – es erscheint ein Menü mit “Box”, “iCloud Drive” usw. – wir wählen “Fotos” aus.
4. Aus “Aufnahmen” die mit Skitch gespeicherte Grafik-Vorlage wählen. Ab sofort steht dieses in allen GoodNotes-Notizbüchern zur Verfügung.

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Vorlage in GoodNotes

Da man lediglich eine Grafik benötigt, die den Seitenverhältnissen entspricht, kann man natürlich auch die Penultimate-Vorlage mit eigenen Punkten ergänzen oder gleich ganz eigene Vorlagen erstellen, z. B. für Protokolle, Checklisten, Video-/Audio-Schnittpläne, Tagungsabläufe usw. Das Prinzip, eigene Grafiken für Papiervorlagen zu verwenden, nutzen auch zahlreiche andere Schreib-Apps, so z. B. die beliebte App Noteshelf:

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Vorlagen in Noteshelf

Übrigens: Wer noch einen preisgünstigen Stift sucht, der sollte sich das Video von Lars Bobach zum neuen Bamboo-Stylus CS 160 anschauen. Lars hat darüber gerade in unserer Google+ Community “Evernote DE” berichtet.

 
Dez 212014
 
notizen-uebernehmen

flotte Übernahme

Für Anwender, die schon länger Evernote nutzen, ist der neue Work-Chat an manchen Stellen verwirrend. Denn dieser hat – anders, als der Name “Chat” vermuten lässt – inzwischen auch die Weitergabe von privatisierten [1] Notizen samt Editier-Möglichkeiten übernommen. Das hat seine Vorteile, denn nun erscheint beispielsweise auch in den Mitteilungszentralen der mobilen Geräte eine Nachricht beim Empfänger erscheint, sobald ich diese Notiz mit dem Work-Chat versendet habe. Er kann nun diese Notiz samt Anhängen und Inhalten wie in der Vergangenheit öffnen – muss also keineswegs einen Chat im üblichen Sinn mit dem Absender führen (könnte aber natürlich auch direkt eine Antwort mit dem Work-Chat posten).

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Liste der Dateien

Seit dem letzten Windows-Update findet man auch alle Notizen, die man mit jemandem ausgetauscht hat, hübsch aufgelistet in einer gesonderten Tabelle, so dass man auch bei einem längeren Gesprächsverlauf nicht erst lange scrollen muss – ein Klick genügt, die entsprechende Notiz öffnet sich. Allerdings vermisst man bei der ausgewählten Notiz – soweit man nicht selbst diese Notiz ursprünglich erstellt hat – die Felder “Notizbücher” und “Schlagwörter”. Auf den ersten Blick kann man also diese Notiz gemeinsam bearbeiten, aber nicht in sein eigenes Evernote-Archiv übernehmen.

Die Option, die hier benötigt wird, versteckt sich hinter dem Menüpunkt “Notiz”, “In Notizbuch kopieren”. Damit wird gewissermaßen ein “eigenes” Doppel angelegt, das man wie alle anderen Notizen bearbeiten kann, mit Schlagwörtern versehen kann usw. Mit anderen Worten: Im einfachsten Fall “verschicke” ich die Notiz mit einem kurzen Klick auf den Work-Chat-Button rechts oben, der Empfänger kopiert diese in sein eigenes Archiv – fertig.

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Notiz kopieren

[1] mit “privatisierten Notizen” ist die Weitergabe Notizen an konkrete Mail-Empfänger gemeint; im Unterschieden zu den “öffentlichen Links”, die man z. B. über Twitter oder Facebook posten kann

 
Dez 152014
 

In den nächsten Wochen erscheint ja die neue App von Evernote “Scannable”, die dann kostenlos im AppStore erhältlich sein wird. Da sich jetzt bei den Beta-Versionen nur noch Kleinigkeiten verändern, habe ich mal ein kurzes Video dazu erstellt. Was die puren Funktionen [1] betrifft, so sind auf den ersten Blick nur die üblichen Basics vorhanden, die man auch bei anderen Scan-Apps findet. Allerdings dürfte Scannable in Punkto Geschwindigkeit nicht zu schlagen sein: sofort werden die Ränder einer Vorlage erkannt und die Aufnahme wird automatisch ausgelöst, innerhalb von 1 Sekunde kann man sein iPhone über die nächste Vorlage halten usw. Scannable erkennt automatisch, ob es sich um einen Brief (dann SW-Scan) oder ein Foto (dann Farbe) handelt. Nach dem Ende der “Serien-Aufnahme” werden die Scans in einem PDF-Dokument zusammengefasst und direkt an Evernote übergeben (bei Einzelaufnahme wird eine JPG-Datei in Evernote gespeichert.

[1] Zwar gibt es auch noch eine Remote-Funktion für die Evernote-Scanner-Hardware, die soll uns an dieser Stelle nicht interessieren.

 
Dez 142014
 
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Seiten-Kombinationen

Fast ein Drittel meiner Evernote-Notizen enthalten PDF-Dateien: vom Zeitungsartikel-Scan über Unterrichtsentwürfe bis hin zu wissenschaftlichen Aufsätzen – halt alles, was ich für Projekte und Beruf zum raschen Finden und Nachschlagen benötige. Für Besprechungen, Tagungen, Planungen sind aber oft nur einige Seiten wichtig – dafür gibt es die üblichen Extrahierungs-Programme, die ich hier auch schon vorgestellt habe. Noch besser wäre es in manchen Fällen, wenn man sich auf bequeme Weise aus Seiten verschiedener Dokumente rasch ein neues erstellen könnte. Auf diese Weise hat man “gebündelt” die wirklich relevanten Informationen in einer einzigen Datei zusammen.

Sehr gut erledigt dies das kleine Tool “PDF Sam” [Installationshinweis weiter unten bitte beachten], kostenlos und durch Java plattformübergreifend: Im oberen Teil des visuellen Editors sieht man die Seiten einer PDF-Datei in Thumbnail-Größe. Die verschiedenen Reiter zeigen anderen PDF-Dateien, die man geöffnet hat. In die untere Hälfte des Editors zieht man nun einfach aus jeder Datei die gewünschten Seiten und bringt sie per Drag ‘n Drop in die gewünschte Reihenfolge. Benötigt man also beispielsweise für eine Besprechung aus Datei A nur die zwei Seiten mit der Kostenaufstellung plus ein Genehmigungsschreiben plus eine Bauskizze, so stellt man sich aus drei Dateien eine neue PDF mit eben jenen 4 Seiten zusammen – innerhalb von 30 Sekunden erledigt. Diese dann noch in Evernote speichern, fertig. Wenn man möchte, kann man bei umfangreicheren Zusammenstellungen – wie in einem der letzten Tipps beschrieben - noch ein Index-Blatt voranstellen. Kein langes Suchen mehr – per Fingertipp hat man damit blitzschnell alle Infos zur Hand.

Das Tool kann noch sehr viel mehr, z. B. automatisch die Reihenfolge von Seiten verändern, wenn man etwa beim Scan-Vorgang die letzte Seite zuerst erhalten hat usw. Wichtig: Bei der Installation werden – wie oft üblich – Tools zur “Mit-Installation” (Browserbars usw.) eingeblendet. Sofern man das nicht wünscht, darauf achten, dass die entsprechenden Optionen übersprungen werden. Ach ja, ein deutschsprachiges Tutorial gibt es übrigens auch.

 

 
Dez 142014
 

Michal Lanzinger ist vielen Lesern meines Blogs durch mehrere Gastartikel bekannt. Diesmal hat er sich das Kickstarter-Projekt “Hemingwrite” etwas näher angeschaut.

Schreiben mit Evernote & Off the Grid
hemingwrite

keine Ablenkung

Dass man Evernote wunderbar zum Kreativen Schreiben verwenden kann ist hinlänglich bekannt und Schreibprogramme wie FastPencil bieten längst Interaktions-Möglichkeiten mit dem grünen Elefanten an. Doch will man ‘Off the Grid’ und damit fernab von World Wide Web bzw. ohne Störungen schreiben ist guter Rat teuer. Während viele Schriftsteller sogar Hintergrundgeräusche brauchen, sodass es zwischenzeitig eigene Ambivalent Noise Generators gibt, die z. B. ein Kaffeehaus für das Schreiben im stillen Kämmerlein simulieren, kann es vielen SchreiberInnen nicht still und störungsfrei genug sein.

Doch gerade das kann ein Computer, Laptop oder Tablet eigentlich nicht (mehr) leisten, zu verlockend ist es doch mal kurz die Mails zu checken oder den aktuellen Kreativ-Status bei Twitter, Facebook und Co zu veröffentlichen. Die Verbindung zum Internet ist schließlich immer bloß einen Klick weit weg.
Hier kann jedoch ein neues Projekt Abhilfe schaffen, die Hemingwrite [Video] als quasi-mechanische Schreibmaschine des 21. Jahrhunderts, die von den Machern auf der Projekt-Homepage wie folgt beschrieben wird: ‘Hemingwrite is the Kindle of writing composition’.
In der Tat vereint das Gerät der Projektbeschreibung nach die Vorteile einer Reiseschreibmaschine (komplett mit Trage-Griff) mit mondernster Technologie. Geschrieben wird nicht auf (digitalisierbarem) Papier, sondern es dient ein kleines eInk-Display von ca. 6″ zur Anzeige der verfassten Inhalte. Die Speicherung erfolgt auf dem Gerät selbst und kann dann via WLan oder Bluetooth direkt an Evernote übergeben werden, wo man das Werk dann weiter bearbeiten und editieren kann. Weitere ‘fancy functions’ entfallen.
Wie man also bei dem zitierten Kindle auf das Lesen fokussiert werden soll, soll man bei der Hemingwrite, ohne jene Ablenkungen zu haben, die ein Tablet & Co sonst mit sich bringen, schreiben können. Und mit einem Speicherplatz für 1+ Millionen Seiten und einer Akkulaufzeit von 6+ Wochen ist man bei der ‘kreativen Texteingabe’ durchaus gut aufgestellt. Das nostalgische Geklapper einer mechanischen Tastatur inklusive.
Derzeit ist die Hemingwrite allerdings nur ein Projekt, für das es natürlich auch einen Kickstarter gibt. Die besten Pledge-Angebote sind bereits aufgebraucht, aber für ab $ 369,- kann man ab September 2015 eine Hemingwrite sein Eigen nennen. Zumindest wenn der Plan des Projektes aufgeht, allerdings ist bereits jetzt nach nur einer Woche das Finanzierungsziel überschritten.
Michael Lanzinger [E-Mail]
 
Dez 122014
 
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gut zu wissen

Sportlich aktive Menschen wie der Schreiber dieses Blogs (hüstel) nutzen Evernote gerne, um Fortschritte und Ziele ihrer Aktivitäten zu dokumentieren. Viele der Jogging-, Biker- und sonstigen Apps können ihre Ergebnisse direkt an Evernote übermitteln, so dass man dort alle Daten zusammen hat. In diesem Zusammenhang mal ein Tipp zur genauen Erfassung einer Strecke via Google Maps. Sicher, könnte man auch über eine GPS-App erledigen, aber der Vorteil vom hier vorgestellten Verfahren ist, dass man auch nachträglich eine Strecke messen oder Abweichungen erfassen kann. Ganz nebenbei berechnet die Funktion auch noch die “eingekreiste” Quadratmeterzahl und ist so vielleicht ganz nützlich für die Abmessungen eines Grundstücks oder für eine Flächenberechnung bei einer Matheaufgabe.

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Messung starten

Man ruft Google Maps wie gewohnt auf und klickt beim gewünschten Ausgangspunkt mit der rechten Maustaste. Im Menü wählt man aus “Entfernung messen”. Nun folgt man Stück um Stück seiner Strecke, bei jedem Winkel oder bogen setzt man mit der linken Maustaste einen Zwischenmarker. Den Zoom-Faktor der Maps-Ansicht kann man ja sehr hoch setzen, so dass man jeden kleinen Winkel erfassen kann. Google Maps addiert automatisch Meter um Meter. Fehlerhaft gesetzte Punkte kann man durch einen zweiten Klick löschen oder durch Ziehen neu positionieren. Falls der Endpunkt in der Nähe vom Ausgangspunkt gesetzt wird, erscheint auch eine Flächenangabe.

Eine solche Arbeit macht man sich natürlich nur ab und zu (in meinem Fall wollte ich die vom iPhone berechnete Schrittlänge überprüfen), so dass sich eine Archivierung in Evernote lohnt.

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auch Flächen werden berechnet