Mai 312014
 
stift2

weiches Schreibgefühl

Der neue Tablet-Stift (25,- Euro, Amazon) des Kölner Unternehmens Morpheus Labs sieht auf den ersten Blick wie ein guter alter Bekannter aus: Jot Pro von Adonit gibt es schon einige Jahre auf dem Markt. Beide Stifte funktionieren nach dem gleichen Prinzip: mechanisch, ohne Bluetooth und ohne Batterie, am Stiftende ein durchsichtiges Plastikscheibchen, so dass man recht präzise ansetzen kann (anders als bei den dickeren Gummi-Varianten wird der Blick nicht versperrt). Die Jungs von ifun haben ein recht gutes Video dazu erstellt, so dass ich den Stift nicht in allen Einzelheiten vorstellen muss.

Mich haben in erster Linie die Unterschiede zum erwähnten Jot Pro interessiert, da ich diesen Stift schon länger einsetze und damit zufrieden bin. Aber Jot Pro hat einen kleinen Nachteil: wird der Haltewinkel des Stifts zu spitz, hebt sich der Diskus von der Tablet-Oberfläche (wobei man auch mit einem normalen Kugelschreiben nicht in einem sehr spitzen Winkel schreiben kann). Hier verspricht der Alpha-Stift besser zu sein, da seine Spitze anders konstruiert ist. Und ja: es stimmt! Tatsächlich schreibt der Stift bei fast jeder Handhaltung – das ist eine ausgesprochen bequeme Angelegenheit. Den ganzen Beitrag lesen »

 
Mai 292014
 
evernote-einfuehrung

optisch gut umgesetzt

Oft ist man selbst begeistert von Evernote, aber Personen im Bekannten- oder Kollegenkreis, die das Angebot nicht kennen, sehen darin nur eine Notizensammlung. Daher ist es ganz gut, dass Evernote seine Seite für Einsteiger deutlich aufgehübscht hat. So kann man einen Link weitergeben, mit dem sich der Interessierte in wenigen Minuten einen Überblick verschaffen kann;Text in deutscher, Videos sind momentan noch in englischer Sprache (falls jemand Evernote schon etwas kennt, aber dessen Möglichkeiten nicht ausnutzt, für den könnte auch mein längeres Video zu Evernote 5 interessant sein).
Die Grafiken und Video-Beispiele sind gut, die Seite selbst hätte ich technisch anders umgesetzt (viele Besuch werden denken, die Seite bestünde aus dem oberen Teil, während man die Inhalte erst durch ungewohntes vertikales Scrollen erhält (auch die Evernote-Blog-Umsetzungen der letzten Zeit würden keinen Usability-Preis gewinnen – das kann man deutlich besser machen).

 
Mai 262014
 
notizenfreigabe

Übersicht als Download

Evernote hat zahlreiche Möglichkeiten, um anderen Personen Notizen zu zeigen oder um gemeinsam an Notizen arbeiten zu können. Meist genügen wenige Klicks – und die Freigabe ist eingerichtet. Ob es nun einfach nur um das Zeigen eines Kochrezepts geht, es sich um einen Screenshot eines Computerproblems handelt oder man als Team gemeinsam mit einem Evernote-Noitzbuch arbeiten möchte – alles ist recht flott umsetzbar. Trotzdem tauchen immer wieder eine ganze Reihe von Fragen auf: was kann man mit dem kostenlosen Account umsetzen, was mit dem Premium-Account, muss der Empfänger selbst über ein Evernote-Konto verfügen usw. usw. Ich habe dazu mal eine Übersicht erstellt, die die einzelnen Punkte vielleicht etwas klarer macht. Da sich das schmale Webblog-Format nicht so gut größere Darstellungen eignet, gibt es die Tabelle diesmal als Download:

PDF-Download:
Übersicht Notizenfreigabe
Schwarz-Weiß-Variante für den Ausdruck

 

 
Mai 252014
 
writepad-evernote1

synct mit Evernote, Dropbox usw.

WritePad (iOS) gibt es schon länger auf dem Markt, generell werden die guten Erkennungsraten für Handschriften gelobt. Zahlreiche Funktionen – Kurzbefehle, Korrekturband, Lexikonauswahl usw. – sorgen für ein ausgesprochen flüssiges Schreiben. WritePad gleicht permanent ab, welche Interpretation der krakeligen Schrift Sinn ergibt, korrigiert sich während des Schreibens, lernt dazu usw. Von der guten Erkennungsrate bei schneller Schrifteingabe war ich wirklich überrascht. Fehler passieren natürlich dennoch (es sei denn, man hat eine tolle Handschrift). Mit der neuesten Ausgabe ist nicht nur das Aussehen modernisiert worden – jetzt klappt auch der Sync mit Evernote recht gut – und zwar in beide Richtungen!

Man kann sich das so vorstellen: WritePad konvertiert – zeitgleich mit der Eingabe – die Handschrift in einen üblichen Font, so dass ein durchgehender Text entsteht, als hätte man die Tastatur benutzt. Wenn man fertig ist, synct man mit Evernote – dort entsteht in einem Notizbuch “WritePad” die Notiz. Den Text dieser Notiz kann man nun wie gewohnt in Evernote ergänzen (mit der Tastatur). Nach einem zweiten Sync steht auch in WritePad der ergänzte Text und man kann wieder per Handschrift Korrekturen oder Ergänzungen vornehmen usw.

Kleiner Hinweis: Der Hersteller PhatWare hat wohl den Überblick über seine App-Varianten verloren – im Store finden sich ältere Ausgaben, getestet habe ich die neuere 7.20 (April 2014).

Eine Variante der Texteingabe habe ich in einem kurzen Video aufgezeichnet – hier Wort für Wort, man kann aber auch Buchstabe für Buchstabe erkennen lassen, mitten in den Text schreiben, Löschgesten vornehmen usw. Allerdings habe ich persönlich festgestellt, dass ich mich zu sehr konzentrieren muss, ob WritePad alles korrekt macht – da schreibe ich lieber “pure” Handschrift und überlass’ Evernote das Erkennen. Aber so was ist ja immer Geschmackssache …  [Video-Link]

 

 

 

 
Mai 212014
 
sentinote

ein Schlagwort genügt

Das Prinzip kennt man vom Dienst postach.io: einfach ein Schlagwort an eine Evernote-Notiz hängen und schwups ist ein öffentlicher Weblog-Beitrag daraus geworden. Wer aber bereits einen eigenen WordPress-Blog betreibt, der kann dies auch via der kostenlosen Erweiterung Sentinote umsetzen. Diesmal freue ich mich, als Gastautorin Birgit Heinz von der-kunstblog.de begrüßen zu können (die auch sehr aktiv in unserer Google+Community “EvernoteDE” ist)!

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Ich schreibe alle meine Blogartikel in Evernote. Da Evernote und WordPress zu meinen meist genutzten Anwendungen zählen, bietet es sich an, beides in meinen Blogging-Workflow einzubinden.
Blogideen sammle ich schon seit langem in Evernote: z.B. Ausschnitte aus Webseiten via CLEARLY, Fotoschnappschüsse mit der Evernote-Kamera, Audionotizen von unterwegs, Skizzen via SKITCH usw. Insofern bietet es sich an, auch das Verfassen der eigentlichen Blogartikel direkt in Evernote zu erledigen. Hier braucht man nur den gewünschten Content aus anderen Notizen in die Blogartikel-Notiz kopieren und entsprechend erweitern, redigieren usw.
Ein anderer Vorteil des Artikelverfassens in Evernote ist für mich der, dass ich mich dort ganz auf den Content konzentrieren kann und nicht von Design und Layout abgelenkt werde und mich in Formatierungsarbeiten verzettele (Google -> “Content is King”).
Ich habe nun nach Möglichkeiten gesucht, Evernote und WordPress miteinander zu verbinden:
Blogartikel in Evernote schreiben und automatisiert an meinen WordPress-Blog senden (Status “Entwurf”)


Blogartikel in Evernote schreiben und an WordPress automatisiert senden

1. Ausgangsfakten

WordPress 3.9.1, Netzwerkinstallation/Multisite mit Domainmapping
Evernote 5.4.0.3698 (271698) Public für Windows 7 prof. 64bit

2. Vorbereitung

Download des WordPress-Plugins SENTINOTE: http://sentinote.com/
Das Plugin ist mittlerweile kostenlos von dieser Seite bzw. dem WordPress Rep erhältlich.

Plugin in WordPress installieren und aktivieren.
Info: ich aktiviere es nicht “netzwerkweit”, sondern nur einzeln für die jeweiligen Blogs im Netzwerk, da ich nur so die Möglichkeit habe, in den Plugin-Settings den entsprechenden Autor und das entsprechende Evernote-Notizbuch auszuwählen: es sollen ja nicht alle in Evernote geschriebenen Artikel in ein- und demselben Blog als Entwurf landen, sondern nur in dem, für den sie bestimmt sind.

Die Plugin-Settings sind selbsterklärend:

sentinote1

Einstellungen (Bild vergrößern durch Klick)

sentinote2

Einstellungen 2

Info: dies funktioniert auch, wenn sich dieses Evernote-Notizbuch in einem Notizbuch-STAPEL befindet!

Den ganzen Beitrag lesen »

 
Mai 192014
 
taskclone1

Weitergabe per Schlagwort

Oft werden neben Evernote Programme wie Wunderlist, Asana, Trello, OmniFocus usw. genutzt. Der Dienst TaskClone kümmert sich um den Transfer von Evernote-Aufgaben zu diesen Anwendungen auf eine pfiffige Weise: Es genügt, wenn man seiner Notiz ein zuvor definierbares Schlagwort verleiht – schon wandern die Inhalte der Checkboxen von Evernote in die externe Aufgabenplanung. Zugleich erhalten bereits übertragene ToDo-Punkte eine Markierung – man kann die Liste innerhalb von Evernote also später ergänzen und nur die neu hinzugekommenen Aufgaben werden übertragen. Die Basis-Version ist kostenlos, will man umfangreichere Einstellungen übermitteln oder auch den Google Kalender füttern, so kann man für ca. 1 Euro im Monat seinen Account erweitern.

Das Vorgehen am Beispiel Wunderlist
Die Verknüpfung zwischen den Diensten ist von Angeboten wie z. B. IFTTT bekannt: Man stellt eine Verbindung zwischen Evernote, TaskClone und dem beabsichtigten Dienst her. Am Beispiel von Wunderlist bedeutet dies, dass man als Ziel-Mail-Adresse “me@wunderlist.com” einträgt. Außerdem wählt man aus seiner Evernote-Schlagwort-Liste das gewünschte Stichwort aus, das man beliebig definieren kann, z. B. “AnWunderlist” oder “Aufgabe” oder was auch immer. Im Fall von Wunderlist muss man TaskClone noch erlauben, die Absenderadresse von Google Mail zu nutzen, nur so akzeptiert Wunderlist die eingehenden Aufgaben.

Ist alles erledigt, so wird folgender Prozess in Gang gesetzt: TaskClone hält Ausschau nach neuen Evernote-Notizen, die das eingestellte Schlagwort (hier: “AnWunderlist”) erhalten haben. Wenn man möchte, kann man als weitere Eingrenzung ein Notizbuch auswählen, so dass z. B. nur Notizen aus dem Evernote-Notizbuch “Besprechungen” nach dem Schlagwort durchsucht werden.

taskclone2

Schlagwort und Notizbuch auswählen

Weist eine Notiz dieses Schlagwort auf, wird von TaskClone überprüft, ob der Notizinhalt Checkboxen aufweist. Dabei ist es gleichgültig, an welcher Stelle innerhalb der Notiz sich die Boxen befinden – am Anfang, in der Mitte, am Ende usw. ist egal. Die gefundenen Zeilen werden automatisch mit einem – ebenfalls definierbaren – Kürzel markiert (Standardeinstellung “|TC|”). Dadurch kann TaskClone später erkennen, ob die gleiche Notiz mit neuen Aufgaben ergänzt wurde – nur diese werden übertragen, wodurch Doppelungen vermieden werden.

Die restlichen Notiz-Inhalte, Text ohne Checkboxen, angehängte Dateien usw., verbleiben bei Evernote, werden also nicht übertragen. Allerdings wird der interne Link zur Evernote-Notiz (= evernote://xyz) an die Aufgaben gehängt, so dass ein Klick genügt und die Original-Notiz wird aufgerufen. Bei Wunderlist tauchen die gefundenen Zeilen als Einzelaufgaben im Eingangskorb auf.

Die Übertragung erfolgte bei meinen Tests nicht in “Echtzeit” – es konnten schon mal 20 Minuten vergehen, bis die Aufgaben in Wunderlist erschienen. Das finde ich nicht besonders tragisch, denn für Alltagslisten wie “Milch”, “Butter”, “Brot” wird man wahrscheinlich direkt die entsprechende App starten. Der Vorteil von Taskclone liegt aus meiner Sicht eher darin, dass man die Übertragung nicht vergisst und auch spätere Ergänzungen berücksichtigt werden. Die Entwickler sind sehr um Verbesserungen bemüht und greifen Feedback von Nutzern gerne auf (in einigen Wochen erscheint Version 2 mit zahlreichen Vereinfachungen und Ergänzungen).

taskclone3

Aufgabe samt Evernote-Link

 

 
Mai 172014
 
dateien-verschicken

ein Klick genügt

Meist hat man ja die aktuellen Dateien bereits in Evernote gespeichert. Daher kann man sich das umständliche Speichern und Wiederanhängen an Mails sparen und stattdessen Notizen – auch mehrere – samt Inhalt direkt aus Evernote heraus versenden. [1] Bequeme Sache. In der Standardeinstellung hängt Evernote allerdings noch eine kleine Zeile an die Mail: “Evernote hilft dir, nichts zu vergessen …”

dateien-verschicken2

Meldung entfernen

Im Geschäftsverkehr stört eine solche Hinweiszeile – Evernote erlaubt es daher, diese Eigenwerbung abzustellen. Dazu einfach auf die Online-Kontoseite gehen, dort den Menüpunkt “Persönliche Einstellungen” wählen, ganz unten das Häkchen entfernen bei “Hol dir Evernote Informationen inkludieren …”.  Künftig entfällt diese Zeile und die Mail, die beim Empfänger ankommt, ist “kompakter” formatiert.

dateien-verschicken3

Meldung und Leerraum werden entfernt

Übrigens ist auf der gleichen Seite auch die Einstellung für das automatische Einsortieren (Menüpunkt “Automatische Ablage”) eingehender Mail-Notizen zu finden. Wenn Sie also unzufrieden mit der Einordnung sind, entfernen Sie auch hier das Häkchen – dann landen die Notizen wie gewohnt in Ihrem Standard-Notizbuch.

 

[1] Anders als bei Dropbox wird hierbei kein Link veröffentlicht – die Dateien werden per Mail verschickt.

 
Mai 132014
 

 

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Dateien aufrufen

GoodReader ist ein Klassiker unter den Dateimanagern, der gerade in der neuen Version 4 (iPhone und iPad) ganz oben in den Download-Charts ist. Denn er ist ja auch ein Tausendsassa: umfangreiche PDF-Editiermöglichkeiten (samt Reflow), Abspielen vieler Dateiformate, Entpacken von ZIP- und RAR-Archiven, Synchronisation mit allen bekannten Online-Diensten, NAS/SMB/Wifi-Transfer usw. usw. usw. Was das Tool besonders interessant macht: die dort gespeicherten Dateien können aus anderen Apps heraus aufgerufen werden.

Oft möchte man ja einerseits nicht alles in Evernote aufbewahren: große Filmdateien, Podcasts, Dokumente, die man via Dropbox synct usw. Andererseits wäre es gut, wenn man aus Evernote heraus direkt diese Dateien starten könnte. Das ist auf eine recht einfache Weise mit GoodReader realisierbar:

1. Man markiert die gewünschten Dateien innerhalb von GoodReader (kann z. B. durch längeres Drücken geschehen).
2. Im Menü wählt man “Link” aus (iPad rechte Screenhälfte, auf dem iPhone zur zweite Menüseite switchen).
3. In der gleichen Sekunde hat GoodReader zu allen ausgewählten Dateien Links erzeugt und diese in die Zwischenablage kopiert.

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Links kopieren

Der Rest ist einfach: Evernote-App öffnen, Notiz aufrufen, Einfügen-Befehl ausführen. Die eingefügten Links beginnen mit der App-Kennung “gropen://xyz”. Sobald man in der Evernote-Notiz auf einen solchen Link klickt, öffnet sich umgehend die betreffende Datei – im Fall eines Films etwa wird dieser sofort abgespielt.

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Links in der Notiz

Wenn man etwa den Ablauf seines Multimedia-Workshops in Evernote konzipiert hat und einige Beispieldateien anspielen möchte, so hat man diese Dateien in GoodReader offline zur Verfügung. Ein anderes Praxisbeispiel könnte man sich über den Dropbox-Sync vorstellen. Denn per Link können ja auch jene Dateien angesteuert werden, die GoodReader über einen Online-Dienst synchronisiert. Für die PDF-Bearbeitung bevorzuge ich persönlich beispielsweise die App PDF-Expert, die ihrerseits mit einem Dropbox-Ordner synct. Den gleichen Ordner lasse ich auch von GoodReader überwachen, ich habe also auch dort immer die aktuelle Version jener PDF-Dateien, die ich gerade bearbeite. Wenn ich in meinem Evernote-Projektbuch eine Notiz mit dem Inhalt führe “Die aktuelle PDF-Tabelle zum Haushalt ist unter gropen://xyz zu finden”, so kann ich den aktuellen Bearbeitungsstand sehen. [1]

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Planung in Evernote

[1] Das könnte man prinzipiell auch über eine Dateifreigabe innerhalb von Dropbox erreichen, jeder Weg hat seine Vor- und Nachteile.

 
Mai 112014
 
projektmanagement1

Möglichkeiten nutzen

Die grundsätzlichen Fähigkeiten von Evernote sind den meisten Anwendern hinlänglich bekannt: Dokumente verwalten, Belege scannen, handschriftliche Notizen finden usw. usw. Für den Alltag genügt es auch, wenn man einfach eine Notiz erstellt, vielleicht noch einen Termin vergibt – fertig. Man kann durch die Kombination der vielen Möglichkeiten aber noch sehr viel mehr erreichen – und das ohne große Mühe. Ich möchte das hier mal am Beispiel “Projekt: Klausur bestehen”erläutern.

projektmanagement2

geteilte Notizbücher

1. Notizbuch-Stapel erzeugen
Ich habe es an meiner Uni größtenteils mit Studierenden aus den Bereichen der Naturwissenschaften oder der Informatik zu tun – und diese sind in ihrem Alltag wirklich gut organisiert. Trotzdem stöhnen sie – spätestens gegen Semesterende – über die Last der Klausurvorbereitungen. Viele legen sich daher schon frühzeitig einen Zeitplan an, um das Pensum zu schaffen. Zugleich besuchen sie Tutorien und Lerngruppen – entsprechend könnte man sich für die unterschiedlichen Materialien Notizbücher anlegen, die man zu einem Stapel “bündelt”. In diesen Stapel kann man auch Notizbücher aufnehmen, die man mit seinen Kommilitonen teilt (4), wodurch eventuell Dropbox & Co. überflüssig werden. (Oder man lässt den Dropbox-Ordner von Evernote überwachen. Sobald jemand aus der Gruppe etwas in Dropbox einstellt, wandert die Datei automatisch in den Notizbuchstapel.)

projektmanagement3

Timeline

2. Terminliste einblenden
Versieht man die einzelnen “Stoffhäppchen” mit Terminen (1), so entsteht automatisch ein Arbeitsplan (3), den man unterschiedlich sortieren kann: entweder als Termin-Gesamtliste oder – wie hier – unterteilt nach den Notizbüchern im Stapel. Liest man beispielsweise nachmittags immer ein Kapitel aus dem Vorlesungsskript und bearbeitet abends ein Arbeitsblatt, so erhält man dadurch eine größere Übersicht. Bei rein chronologischen Listen “vermischen” sich Inhalte eher und man muss die Bereiche zusätzlich gedanklich trennen. In diese Liste finden – bei entsprechender Einstellung – auch die Termine aus den geteilten Notizbüchern Eingang. Stellt also jemand aus der Lerngruppe ein Dokument mit einem neuen Termin ein oder verschiebt sich beispielsweise ein Treffen, so taucht dieser ergänzte/veränderte Termin automatisch in der persönlichen Liste auf.

projektmanagement4

Vorstufe kennzeichnen

3. Checkbox hinzufügen
An sich ist die Terminliste in Form einer ToDo-Liste leicht zu führen: bei erledigten Aufgaben einfach vorne ein Häkchen setzen und schon sieht man nur noch die unerledigten Notizen. Bei komplexeren Projekten greift dieses Alles-oder-nichts-Verfahren allerdings ein wenig zu kurz. Meist hat man einerseits die “offiziellen” Deadlines (in unserem Beispiel wäre das der selbstgegeben Arbeitsplan), andererseits hat man einen Bereich eventuell schon vor diesem Termin weitgehend bearbeitet und möchte sich einer neuen Sache zuwenden. In unserem Fall ist z. B. ein Kapitel des Skripts prinzipiell bearbeitet, man möchte sich in einigen Tagen aber selbst noch einmal testen, ob auch alles “hängen” geblieben ist. Für diesen Zweck kann man in seiner Notiz eine Markierung in Form einer Checkbox – die man beliebig beschriften kann – vornehmen. Ist der wesentliche Teil des Materials bearbeitet, kreuzt man diese Checkbox kurz an.

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Suche speichern

4. Suche speichern
Die beschriebene Markierung kann über eine gespeicherte Suche abgefragt werden. Die Syntax lautet: “stack:[Stapelname] todo:false”. “Stack” wird in diesem Fall verwendet, weil es uns ja um alle Notizbücher – auch die geteilten – geht, die sich in diesem Stapel befinden. Mit “todo:false” erhalten wir jene Notizen angezeigt, bei denen das Kästchen noch nicht angekreuzt wurde. Und zwar nur jene Notizen aus dem Stapel, die der Klausurvorbereitung dienen – egal, ob wir in anderen Notizbüchern Einkaufs- oder Geschenke-Listen führen.

projektmanagement6

reduzierte Liste

5. Dynamische Terminliste
Besonders interessant: Wir erhalten durch dieses Verfahren eine “dynamische Terminliste”! Wenn wir im Suchfeld also auf “.Klausur – noch zu erledigen” klicken, reduziert sich im gleichen Moment unsere Terminliste, ohne dass Termine gestrichen werden. Unser eigentlicher Zeitplan bleibt also vollständig erhalten, gleichzeitig werden uns nur die noch zu bearbeitenden Notizen angezeigt. Und das alles wiederum hübsch aufgeschlüsselt nach Notizbüchern.

Das Klausurthema war jetzt natürlich nur ein Beispiel – es lässt sich gut auf alle kleinen und mittleren Projekte übertragen. Natürlich kann man die Angelegenheit noch komplexer gestalten: verschachtelte Suchbedingungen definieren, Termine, Vorlagen und Aufgaben via IFTTT automatisiert in den Stapel einfließen lassen, die Mail-Erinnerung als Digest nutzen usw. Gerade im Bereich des Informations- und Wissensmanagements bietet Evernote viele Möglichkeiten, die sich mit wenigen Griffen individuell anpassen lassen. Die eigentliche Stärke von Evernote liegt in der Kombination seiner Funktionen, dazu sollte das Beispiel als Anregung dienen.

 
Mai 112014
 
einfache-todoliste

geht flott

Nach einem Urlaub oder einer Tagung muss ich meist sehr viel auf einen Schlag erledigen. Dazu lege ich mir meist kurz ein Sammel-Notizbuch an, schiebe erstmal Mails und alles, was eine Aktion erfordert, in dieses Notizbuch. Nun könnte ich zwar mit Schlagwörtern, Checkboxen und internen Links eine “saubere” ToDo-Liste anlegen, da ich hier aber meist unter Zeitdruck arbeite, ist es oft ausreichend, den Titel entsprechend zu formulieren: Also direkt die Anweisung als Überschrift aufnehmen, eventuell noch mit einem Sternchen für die Dringlichkeit und ab damit. In der Listenansicht von Evernote entsteht so eine Liste, die mir als Erinnerungsstütze meist genügt.