Jun 202011
 

Evernot-live-preview

Evernote kennte eine Abkürzung für die Bearbeitung von Inhalten, die viele übersehen: das sogenannte „Live Update“.
Nehmen wir beispielsweise an, man hat mit dem Smartphone ein Foto zu Evernote geschickt, das „auf der Seite liegt“ oder von dem man nur einen Ausschnitt benötigt. Man ist nun versucht, den Inhalt zu exportieren oder zu kopieren, zu bearbeiten, zu speichern, neu reinzuladen usw. Das alles kann man vergessen: Ein einfacher Doppelklick öffnet umgehend die Bild-, Audio- oder Word-Datei im standardmäßig verknüpften externen Bearbeitungsprogramm. Bei mir ist das z. B. auf meinem Windows-System das alte aber immer noch gute Tool „IrfanView“ für Bilder. Dort die gewünschten Änderungen vornehmen und „speichern“ klicken. Dabei nicht an Pfad und kryptischem Dateinamen stören, einfach „ersetzen“ kurz bestätigen. Eine Sekunde später wird die betroffene Notiz automatisch von Evernote aktualisiert – mit der bearbeiteten Datei.

Wenn man mal einen anderen Editor verwenden möchte – also etwa statt IrfanView Photoshop – dann: rechte Maustaste über dem Notizinhalt, „Öffnen mit“ und das gewünschte Programm wählen.

Jun 182011
 

Hidden-tags

Wie man mit Tags/Stichwörtern Ordnung hält, habe ich ja schon mal ausführlich beschrieben.
Aber Tags sind verführerisch: Schnell ein paar Stichwörter vergeben – und die Liste wird länger und länger. Man denkt sich: „Tags sind doch gut – da finde ich die Notiz später umso schneller.“ Nein, das Gegenteil ist der Fall. Denn wenn man sich nach der Tag-Liste richten will, dann muss man diese „mit den Augen“ absuchen. Wenn man dazu noch dem Bildschirm scrollen muss, dann bringt das ab einem bestimmten Punkt nichts mehr. Erschlagen von der Fülle greift man dann zur gemeinen Suchfunktion – und die Tag-Vergabe verliert an Wert. Okay, wer nun ein ganz „ordentlicher“ Typ ist, der wird ständig Untertags bilden, sich jedes Stichwort durch den Kopf gehen lassen usw. – da mag das System dann funktionieren.
Für alle anderen: „verstecken“ Sie Tags. Das geht ganz einfach: in das eigentliche Stichwortfeld kommen nur die wirklich wichtigen Begriffe, die optisch eine gewisse „Bündelung“ hergeben oder zu einem besonders wichtigen Thema gehören. Alle anderen Stichwörter wandern ist das eigentliche Notizfeld und landen damit nicht in der Sidebar. Für diese eher nebensächlichen Fälle genügt die Suchfunktion. Und falls man zu viele Texte in seiner Evernote-Mappe hat – so dass bei einem Suchvorgang auch alle möglichen anderen Einzelnotizen gefunden würden – so kann man noch ein Sonderzeichen wie z. B. die Raute dazu geben.
Beispiel: Heute musste ich schon wieder eine Batterie für meine Armbanduhr kaufen. „Gefühlt“ habe ich das erst vor einem halben Jahr gemacht, ich will der Sache auf den Grund gehen und schicke daher die Quittung via Smartphone zu Evernote. Wenn die Uhr demnächst wieder langsamer wird, kann ich schnell nachsehen, wie lange der Kauf zurück liegt und ob evtl. eine Reinigung notwendig wird. Jetzt könnte ich zwar als Tags „Armbanduhr“, „Haltbarkeit“ usw. aufnehmen – aber das würde meine Basis-Tagliste nur unnötig aufblähen. Das Foto erhält nur den Standard-Tag für Einzelfälle: „Diverses“. Die anderen Stichworte wandern „in“ den Text. Wenn ich in einem halben oder einem Jahr danach suche, werde ich bestimmt irgendeins dieser Wörter wählen und so über die Suchfunktion fündig werden.

Jun 172011
 

Outlook-evernote

Bei der Installation von Evernote erhält Outlook einen hübschen grünen Button, mit dem man sehr einfach Mails in Evernote aufnehmen kann. Manchmal möchte man aber unterschiedliche Mails zu einem Vorgang zusammen fassen. Das funktioniert überraschend einfach:

1. In der Outlook-Listenansicht markieren Sie die gewünschten Mails mit gedrückter Strg. + linke Maustaste.

2. Anschließend klicken Sie auf den erwähnten grünen Button – alle ausgewählten Mails landen „in einem Rutsch“ in Evernote.

Dort erscheinen die Mails zwar zunächst als einzelne Notizen. Wenn aber der vor einiger Zeit beschriebene „Notizen-heften-Trick“ verwendet wird, werden die Mails in einer einzigen Notiz zusammen geführt.

Jun 162011
 

Evernote44d

Neue Versionen für die Desktop-Anwendungen – Windows und Mac – sind erschienen. Evernote führt eine lange Liste von Verbesserungen auf.
Ins Auge fällt die zusätzliche Snippet-Ansicht, die man bereits von der iPhone-Anwendung her kennt – sieht gut aus und ist übersichtlicher.
Weiterhin kann man nun den „individuellen Link“, der an jede Notiz intern von Evernote vergeben wird, per raschem Mausklick in die Zwischenablage kopieren (oder – wikiähnlich – als Link in andere Notizen aufnehmen). Damit wird es deutlich erleichtert, schnell mal in seinen Kalender oder sein Adressbuch die URL einer bestimmten Notiz aufzunehmen. Sehr schön: Man kann auch mehrere Notizen markieren, z. B. mit der Strg.-Taste, und erhält dann sofort eine Liste dieser Links.

Eine solche Liste wird – ähnlich wie ein Inhaltsverzeichnis – auch einer neuen Export-Variante beigefügt: Die ausgewählten Notizen ergeben einzelne Webseiten plus eine Index-Seite mit Verlinkungen. Das alles geschieht automatisch und ist eine flotte Sache.
Der neue Menüpunkt „Notiz“ wurde aufgenommen, Drag & Drop verbessert, die PDF-Sofortansicht lässt sich deaktivieren usw.

Eine gelungene Sache – sollte man also installieren.

Jun 082011
 
Evernote-peek

Auf den ersten Blick macht die neue App „Evernote Peek“ einen eher überflüssigen Eindruck: Wenn man das Smart Cover des iPad 2 ein wenig „lüftet“, sieht man eine Frage. Rollt man das Cover dann noch ein wenig weiter auf, erscheint die Antwort. Wie beim alten Vokabel-Lern-Karteikasten kann man dann noch ein Häkchen für „nicht gewusst“ setzen („gewusst“ ist automatisch angekreuzt) und ein Zähler zählt „richtig“ und „falsch“. Den Vorgang kann man in beliebiger Schnelligkeit wiederholen. Soweit mal „nett“, aber für Kartei-Lernvorgänge gibt es bessere Apps.

Allerdings gibt es einige Punkte, die die Geschichte doch noch interessant machen: Auf völlig unkomplizierte Art kann man nämlich die eigenen Notizbücher für die Anzeige auswählen: Der Titel einer Notiz wird automatisch zur Frage, der Inhalt der Notiz wird als Antwort „aufbereitet“. Aufbereitet deswegen, weil der Inhalt ein sehr hübsches Layout erhält: Fotos werden mit Tesa-Streifen verziert, Texte erscheinen auf karierten Notizblättern usw. – und das alles, ohne dass man irgendwelche Arbeit damit hat. Sicher lassen sich da sinnvolle Anwendungsbereiche finden – ich selbst würde es eher als Party-Joke einsetzen: Einfach mit seiner üblichen Evernote-Anwendung ein Notizbuch einrichten, lustige Fragen überlegen (z. B. über die Eigenschaften der anderen Party-Teilnehmer, Fragen aus der Vergangenheit des Geburtstagskindes usw.), Fotos, Audio, Texte dazu – fertig. iPad 2 in der Runde kreisen lassen – für Lacher ist gesorgt.

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Jun 022011
 
Notizbuecher

Obwohl ich 90 % meiner schriftlichen Arbeiten mit dem Computer erledige, komme ich doch nicht ganz ohne Papier aus: Notizen während einer Besprechung, Beurteilung von Referaten usw. – da bin ich mit dem Stift immer noch schneller als mit Notebook oder iPad. Immerhin beschränke ich mich auf ein (!) Papier-Notizbuch pro Semester, damit ich nicht an allen möglichen Stellen nach Zetteln suchen muss. Am Ende des Semesters wird das Notizbuch durchgesehen und – sofern nicht schon geschehen – in digitaler Form übertragen. Nur – was ist, wenn das Teil mal abhanden kommt, selbst wenn es nur meine Schusseligkeit ist?

Ich habe mir angewöhnt, alle paar Wochen ein Backup in Evernote anzulegen – und zwar so unaufwändig wie möglich: Die Seiten werden hintereinander abfotografiert – wenn man das mit einer iPhone- oder Android-App macht, landen alle Fotos in einer einzigen Notiz. Mit der passiert dann weiter nichts – wenn das Semester vorbei ist, wird die Evernote-Notiz gelöscht. Gelegentlich benutze ich dafür auch eine Foto-App, die z. B. alle 2 Sekunden automatisch eine Aufnahme macht. Dann kann das Notizbuch auf dem Tisch liegen, man blättert kurz um, die Kamera mach „knips“, wieder umblätter – nach 1 Minute hat man seine 60 DIN-A5-Seiten durch – hübsch müssen die Aufnahmen ja nicht werden. Aber sie beruhigen ungemein … :-)

Mai 292011
 

Mal wieder ein Tipp für jene Evernote-Anwender, die vor ein wenig technischer Fummelei nicht zurückschrecken: Wer neben Evernote den Todo-Dienst „Toodledo“ intensiv verwendet, der sollte sich die neuen Userscripte von Ralph Kurz ansehen. Damit erkennt die Website von Toodledo nämlich, ob zu einem bestimmten Punkt eine Evernote-Notiz vorliegt. Wie das geht, wie es aussieht, was man zu tun hat – das alles steht im Blog von Ralph:

http://www.ralphkurz.de/toodledo-2/

Mai 272011
 
Evernote-handschriften

Die Texterkennung von Begriffen in Fotos, Grafiken oder auf Notizzetteln ist außerordentlich gut. Selbst wenn man nicht „schön“ schreibt, sondern seinen eigenen Stil hat, ist die Erkennungsrate von Evernote überraschend hoch. Aber natürlich gibt es Grenzen: Manch einer hat eine „sehr individuelle“ Handschrift, die nur noch er selbst entziffern kann. Und hier der Tipp: Einfach die wichtigsten Stichpunkte z. B. am Anfang der Notiz in „leserlicher“ Schrift ( etwa Druckbuchstaben) einfügen. Die werden von Evernote entziffert und durch die Suche ist damit der gesamte Notizzettel auffindbar.

Mai 252011
 
Chrome-erweiterung

Für Chrome steht ein neues Update der Evernote-Erweiterung zur Verfügung: Deutlich übersichtlicher präsentiert sich das Plugin, schneller scheint es auch geworden zu sein. Vor allem: Es erkennt nun – neben der Funktion „ganze Seite“ und „URL – auch selbständig sogenannte „Artikel“, also Abschnitte einer Website, zusammenhängende Texte usw. Wer Chrome nutzt, der sollte das Update vornehmen.

Mai 172011
 
Zoom-worte

In der Desktop-Anwendung von Evernote können verschiedene Ansichten eingestellt werden – z. B. Listenansicht oder Thumbnail an Thumbnail. Für diese letztere Variante lässt sich ganz unten ein kleiner Zoom-Slider einblenden, mit Sie die Vorschaugröße bestimmen können: Entweder leicht mit dem Mauszeiger über den unteren Rand fahren oder auf die Scroll-Leiste klicken. – Unter dem Menüpunkt „Darstellung“ kann „Statusleiste anzeigen“ gewählt werden. Auf der unteren Leiste erscheinen dann pro Notiz Angaben zur Dateigröße, Anzahl der Buchstaben, Worde usw.