Mai 112014
 
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Möglichkeiten nutzen

Die grundsätzlichen Fähigkeiten von Evernote sind den meisten Anwendern hinlänglich bekannt: Dokumente verwalten, Belege scannen, handschriftliche Notizen finden usw. usw. Für den Alltag genügt es auch, wenn man einfach eine Notiz erstellt, vielleicht noch einen Termin vergibt – fertig. Man kann durch die Kombination der vielen Möglichkeiten aber noch sehr viel mehr erreichen – und das ohne große Mühe. Ich möchte das hier mal am Beispiel “Projekt: Klausur bestehen”erläutern.

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geteilte Notizbücher

1. Notizbuch-Stapel erzeugen
Ich habe es an meiner Uni größtenteils mit Studierenden aus den Bereichen der Naturwissenschaften oder der Informatik zu tun – und diese sind in ihrem Alltag wirklich gut organisiert. Trotzdem stöhnen sie – spätestens gegen Semesterende – über die Last der Klausurvorbereitungen. Viele legen sich daher schon frühzeitig einen Zeitplan an, um das Pensum zu schaffen. Zugleich besuchen sie Tutorien und Lerngruppen – entsprechend könnte man sich für die unterschiedlichen Materialien Notizbücher anlegen, die man zu einem Stapel “bündelt”. In diesen Stapel kann man auch Notizbücher aufnehmen, die man mit seinen Kommilitonen teilt (4), wodurch eventuell Dropbox & Co. überflüssig werden. (Oder man lässt den Dropbox-Ordner von Evernote überwachen. Sobald jemand aus der Gruppe etwas in Dropbox einstellt, wandert die Datei automatisch in den Notizbuchstapel.)

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Timeline

2. Terminliste einblenden
Versieht man die einzelnen “Stoffhäppchen” mit Terminen (1), so entsteht automatisch ein Arbeitsplan (3), den man unterschiedlich sortieren kann: entweder als Termin-Gesamtliste oder – wie hier – unterteilt nach den Notizbüchern im Stapel. Liest man beispielsweise nachmittags immer ein Kapitel aus dem Vorlesungsskript und bearbeitet abends ein Arbeitsblatt, so erhält man dadurch eine größere Übersicht. Bei rein chronologischen Listen “vermischen” sich Inhalte eher und man muss die Bereiche zusätzlich gedanklich trennen. In diese Liste finden – bei entsprechender Einstellung – auch die Termine aus den geteilten Notizbüchern Eingang. Stellt also jemand aus der Lerngruppe ein Dokument mit einem neuen Termin ein oder verschiebt sich beispielsweise ein Treffen, so taucht dieser ergänzte/veränderte Termin automatisch in der persönlichen Liste auf.

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Vorstufe kennzeichnen

3. Checkbox hinzufügen
An sich ist die Terminliste in Form einer ToDo-Liste leicht zu führen: bei erledigten Aufgaben einfach vorne ein Häkchen setzen und schon sieht man nur noch die unerledigten Notizen. Bei komplexeren Projekten greift dieses Alles-oder-nichts-Verfahren allerdings ein wenig zu kurz. Meist hat man einerseits die “offiziellen” Deadlines (in unserem Beispiel wäre das der selbstgegeben Arbeitsplan), andererseits hat man einen Bereich eventuell schon vor diesem Termin weitgehend bearbeitet und möchte sich einer neuen Sache zuwenden. In unserem Fall ist z. B. ein Kapitel des Skripts prinzipiell bearbeitet, man möchte sich in einigen Tagen aber selbst noch einmal testen, ob auch alles “hängen” geblieben ist. Für diesen Zweck kann man in seiner Notiz eine Markierung in Form einer Checkbox – die man beliebig beschriften kann – vornehmen. Ist der wesentliche Teil des Materials bearbeitet, kreuzt man diese Checkbox kurz an.

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Suche speichern

4. Suche speichern
Die beschriebene Markierung kann über eine gespeicherte Suche abgefragt werden. Die Syntax lautet: “stack:[Stapelname] todo:false”. “Stack” wird in diesem Fall verwendet, weil es uns ja um alle Notizbücher – auch die geteilten – geht, die sich in diesem Stapel befinden. Mit “todo:false” erhalten wir jene Notizen angezeigt, bei denen das Kästchen noch nicht angekreuzt wurde. Und zwar nur jene Notizen aus dem Stapel, die der Klausurvorbereitung dienen – egal, ob wir in anderen Notizbüchern Einkaufs- oder Geschenke-Listen führen.

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reduzierte Liste

5. Dynamische Terminliste
Besonders interessant: Wir erhalten durch dieses Verfahren eine “dynamische Terminliste”! Wenn wir im Suchfeld also auf “.Klausur – noch zu erledigen” klicken, reduziert sich im gleichen Moment unsere Terminliste, ohne dass Termine gestrichen werden. Unser eigentlicher Zeitplan bleibt also vollständig erhalten, gleichzeitig werden uns nur die noch zu bearbeitenden Notizen angezeigt. Und das alles wiederum hübsch aufgeschlüsselt nach Notizbüchern.

Das Klausurthema war jetzt natürlich nur ein Beispiel – es lässt sich gut auf alle kleinen und mittleren Projekte übertragen. Natürlich kann man die Angelegenheit noch komplexer gestalten: verschachtelte Suchbedingungen definieren, Termine, Vorlagen und Aufgaben via IFTTT automatisiert in den Stapel einfließen lassen, die Mail-Erinnerung als Digest nutzen usw. Gerade im Bereich des Informations- und Wissensmanagements bietet Evernote viele Möglichkeiten, die sich mit wenigen Griffen individuell anpassen lassen. Die eigentliche Stärke von Evernote liegt in der Kombination seiner Funktionen, dazu sollte das Beispiel als Anregung dienen.

 
Mai 112014
 
einfache-todoliste

geht flott

Nach einem Urlaub oder einer Tagung muss ich meist sehr viel auf einen Schlag erledigen. Dazu lege ich mir meist kurz ein Sammel-Notizbuch an, schiebe erstmal Mails und alles, was eine Aktion erfordert, in dieses Notizbuch. Nun könnte ich zwar mit Schlagwörtern, Checkboxen und internen Links eine “saubere” ToDo-Liste anlegen, da ich hier aber meist unter Zeitdruck arbeite, ist es oft ausreichend, den Titel entsprechend zu formulieren: Also direkt die Anweisung als Überschrift aufnehmen, eventuell noch mit einem Sternchen für die Dringlichkeit und ab damit. In der Listenansicht von Evernote entsteht so eine Liste, die mir als Erinnerungsstütze meist genügt.

 
Mai 082014
 
briefkopfscanner

Anschriften auslesen

In der iPhone-Evernote-App gibt es ja neben Dokumenten- und Post-it-Kamera auch eine Variante für Visitenkarten. Die Funktion wurde gerade verbessert, so dass die Daten der kleinen Kärtchen in vielen Fällen korrekt erkannt werden. Man kann diese direkt seiner Adressbuchverwaltung übergeben oder bewahrt die Informationen weiter in Evernote auf. Das sieht recht übersichtlich aus, denn Evernote legt spezielle Felder an und trägt die erkannten Daten automatisch ein.

Das Verfahren klappt aber auch in vielen Fällen mit Briefköpfen: Visitenkartenfunktion einstellen, iPhone kurz über den Brief halten (muss nicht genau justiert werden, Hauptsache, die wichtigen Felder sind mit auf dem Foto), fertig. Bei meinen Tests hat das recht gut geklappt, ist vielleicht für den ein oder anderen Leser als Tipp nützlich. Falls man keinen Premium-Account besitzt, kann man sich die Funktion – wenn ich es recht sehe – dennoch für 1 Jahr frei schalten lassen. Es müsste genügen, wenn man Evernote mit einem LinkedIn-Account verbindet (LinkedIn ist im englischensprachigen Raum etwa das, was wir hier in Deutschland unter Xing verstehen – also eine Plattform hauptsächlich für Geschäftskontakte).

 
Mai 072014
 
konfliktmanagement1

“blockierte” Notiz

Prinzipiell ist das gemeinsame Arbeiten, Hinzufügen und Editieren eines Notizbuchs – um z. B. eine Einkaufsliste zu pflegen oder ein Team-Projekt zu organisieren – in Evernote unkompliziert: wenige Klicks genügen und man hat jemanden zur Zusammenarbeit eingeladen. Da Evernote aber – im Unterschied zu Google-Docs und ähnlichen Angeboten – von den Anwendern weniger im Browser als in eigenständigen Anwendungen genutzt wird, kommt es bei der Synchronisation zu kleinen Verzögerungen. Wenn nun zur gleichen Zeit von mehreren Teilnehmern eine Notiz verändert wird, kann es zu unerwünschten Doppelungen des Inhalts kommen.

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Warnung ignorieren

Das ist zwar nicht ganz so tragisch, da Evernote solche Konflikte ganz gut verwalten kann und es nicht zum Datenverlust kommt (siehe “Keine Angst vor Konflikten”). Dennoch ist die Neuerung, die gerade in Evernote 5.4 Beta (Windows) und Web-Ansicht – aufgenommen wurde, eine nützliche Sache. Man erfährt nämlich, ob die Notiz im geteilten Notizbuch gerade von jemand anderem bearbeitet wird (dessen Name wird angezeigt). Man kann sich nun entscheiden, ob man etwas wartet möchte oder die Warnung ignorieren will.

Eine weitere kleine Neuerung betrifft die iOS-Version von Evernote: Bei dem heutigen Update wurde der fünfte “Schnellstart-Button” ausgetauscht. Bisher erzeugte man damit eine Aufzählungsliste (den Zeilen vorangestellte Punkte). Nun startet damit die ToDo-Funktion, sprich: Es wird eine neue Notiz erstellt, die sofort ein Ankreuz-Kästchen enthält. Jede neue Zeile erhält automatisch ein solchen Kästchen. Praktisch und meiner Ansicht nach im Alltag nützlicher als die bisherige Belegung. Ideal wäre es, wenn die Anwender selbst die Funktionen konfigurieren könnten, mit denen diese Buttons belegt sind.

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neue Funktion unter iOS

 
Apr 292014
 
Artikel und Fotos

Artikel und Fotos

Lange mussten die Anwender des Feedly-Readers warten, aber nun ist es soweit: Das Speichern von Artikeln in Evernote klappt nun auch, einen Feedly-Pro-Account vorausgesetzt, in den mobilen Apps (Android und iOS). Zugleich wurden die Möglichkeiten in den Desktop-Varianten deutlich erweitert:

1. Sofern der Feed nur den Anfang eines Artikels aufweist, archiviert Evernote dennoch – in den meisten Fällen – die “Langform”, also den vollständigen Artikel.

2. Falls man nur Fotos aus einem Feed speichern möchte, so genügt es, mit dem Mauszeiger über der Grafik zu “schweben”. Es erscheint das Evernote-Symbol, mit dem das Foto gesondert gespeichert werden kann.

3. Wenn man sich nur für einzelne Teile eines Artikels interessiert, so kann man diese Sätze/Absätze in Feedly markieren und an Evernote übergeben.

4. Evernote-Business kann nun ebenfalls via Feedly gefüttert werden.

Evernote "griffbereit"

Evernote “griffbereit”

Ebenfalls erwähnenswert: In den mobilen Anwendungen kann Evernote dominant auf dem Hauptteil der Ansicht konfiguriert werden, man muss also nicht erst im gefüllten Sharing-Menü nach dem Dienst suchen. Sofern man ohnehin über einen Feedly-Pro-Account verfügt, ist das sicher eine sehr gute Nachricht. Aber auch in der kostenlosen Feedly-Variante kann man ja via Pocket oder IFTTT die ausgewählten Postings an Evernote übergeben. (Vor einiger Zeit hatte ich mit dem InoReader eine Alternative vorgestellt.)

 
Apr 282014
 
Geht doch!

Geht doch!

Vor einigen Tagen erschien unter dem Titel “Moleskine Evernote Business” ein neues Notizbuch von dem bekannten Hersteller, über dessen Besonderheiten hatte ich bereits berichtet. Allerdings waren, auch im englischsprachigen Raum, einige Punkte unklar, da sowohl die Pressemitteilung von Evernote als auch die Webseiten von Moleskine nicht sehr ins Detail gingen. Da Evernote ja neben dem freien Account und dem Premium-Account (5 Euro/Monat) für kleinere Unternehmen unter dem Titel “Evernote Business” (10 Euro je Mitarbeiter/Monat [1]) schon länger einen speziellen Zugang führt, wurde von den meisten Anwendern vermutet, dass dieses Notizbuch einen solchen Account benötigt.

ganzes Blatt

ganzes Blatt

Mein Exemplar traf aus Mailand ein (Ciao, Carola!), so konnte ich mir selbst ein Bild machen: Alles funktioniert ganz ohne Business-Account! Hätten die das Teil mal “Evernote Meeting Moleskine” oder so genannt, wäre die Sache klar gewesen, aber Marketingleute sind ein Kapitel für sich. Egal, hier mal alle Einzelheiten.

1. Basisausstattung

32 Euro für ein Papierbuch (240 Seiten, Carnet-Format) klingen happig, wenn man den enthaltenen 3-Monate-Premiumcode für Evernote abzieht, sind es allerdings “nur” noch 17 Euro (wenn man bereits Premium hat: die gebuchte Zeit verlängert sich meines Wissens um die 3 Monate). Dabei sind die bunten Klebesticker, die der Smartphone-App (Android und iOS) die automatische Verschlagwortung signalisieren. Das kennt man schon vom bisherigen Evernote-Moleskine: Man kann seine App so konfigurieren, dass die fotografierte Papierseite mit dem blauen Flugzeug-Sticker automatisch im Notizbuch “Reiseideen” landet und mit den Schlagworten “Urlaub” und “einkaufen” versehen wird. Zusätzlich sind noch Klebetabs für eine Unterteilung des Notizbuchs dabei. Falttasche hinten kennt man ja. Erste Besonderheiten im Unterschied zum normalen Evernote-Moleskine: Seiten sind durchnummeriert und hinten gibt es gesonderte Index-Seiten.

2. Zusätzliche Funktionen

Zunächst in der oberen rechten Ecke das bekannte Weckersymbol. Macht man ein Kreuz daneben, erhält die Evernote-Notiz automatisch eine Erinnerungskennzeichnung. Das ist tatsächlich praktisch und erinnert ein wenig an die Whitelines-Notizbücher. Außerdem beginnen die oberen zwei Drittel einer Papierseite mit einem kleinen Gruppen-Symbol, das untere Drittel zeigt ein Vorhängeschloss-Icon. Natürlich kann man jede Seite wie in jedem anderen Notizbuch beschriften – wenn aber aber auf diese Unterteilung achtet, kann man später unterschiedliche Abschnitte an andere Personen weitergeben. Dazu gleich mehr.

3. Wie funktioniert die Weitergabe?

per Mail versenden

per Mail versenden

Die sogenannte “Dokumentenkamera”, die die Evernote-Apps (Android und iOS) enthalten, ist den meisten Anwendern bekannt: Egal, ob aus Moleskine oder einem billigen Kaufhausblock damit aufgenommen, wird die Seite geglättet, der Kontrast erhöht, die Ränder beschnitten – man erhält also ähnlich wie bei einem Scanner kontrastreiche Aufnahmen seiner handschriftlichen Notizen. Setzt man das bisherige Evernote-Moleskine für solche Aufnahmen ein, so zeigt diese Dokumentenkamera zusätzlich, in welches Notizbuch sie die Aufnahme verschieben bzw. welche Schlagwörter sie zuweisen möchte. Anschließend wird die Aufnahme wie üblich in eine Notiz aufgenommen. Bis hierhin gibt es keine Unterschiede (das Marketing-Video erweckt den Eindruck, dass schon während der Aufnahme eine Abfrage geschehen würde, das ist nicht der Fall). Man erhält bei beiden Moleskine-Varianten die Aufnahme der vollständigen Seite.

Die neue Funktion – nämlich die Abfrage, ob nur das obere Drittel verschickt werden soll – erscheint erst, wenn man eine bestehende Notiz teilen möchte. Genauer: Wenn man die Notiz per Mail auf dem Smartphone (momentan iOS, demnächst auch Android) an irgendjemanden verschicken möchte. Dabei muss der Empfänger – oder die Maillingliste-Gruppe – selbst kein Evernote besitzen. Die Empfänger erhalten, je nachdem, wie ich die Abfrage beantwortet habe, eine völlig normale Mail mit der Grafik. Sprich: sie erhalten entweder ein Mail mit einer Grafik, die nur die oberen zwei Drittel zeigt oder eben die Gesamtaufnahme meines Notizblattes.

4. Für wen ist so was nützlich?

Mail beim Empfänger

Mail beim Empfänger

Als Beispiel bei der Pressevorführung nennt Evernote Meetings, in denen man oben Skizzen oder Grafiken zeichnet, die man später eventuell anderen Leuten zugänglich machen möchte. Unten hält man dann seine persönlichen Stichpunkte fest, die für andere nicht interessant sind. Mir selbst steht da eher das Bild vom Handwerker oder Außendienstmitarbeiter vor Augen, der im oberen Teile eine Skizze oder eine Berechnung durchführt, die er dem Kunden als Erinnerungsstütze für das Gespräch an dessen Mail-Adresse schicken will und sich gleichzeitig einige Punkte unten für den innerbetrieblichen Ablauf notiert, von dem der Kunde nichts wissen muss. So hat dieser Außendienstmitarbeiter einerseites das gesamte Blatt in Evernote archiviert, andererseits kann er noch auf dem Weg zum Auto per Daumentipp die Skizze an den Kunden senden. Bis der seinen PC angeschaltet hat, hat er auch schon die Notiz.

5. Fazit

Begrüßenswert ist sicher, dass sich ein Unternehmen von der Größe Evernotes seit längerer Zeit um die Verbindung von digitaler und analoger Welt bemüht und überhaupt mal neue Ideen entwickelt. Ich selbst bin – was den Privatanwender betrifft – eher skeptisch, ob sich ein solches Buch lohnt (na ja, dazu heisst es ja auch “Business”). Mir sind alle diese Klebe-Basteleien nicht stromlinienförmig genug, ich kann nicht gut zeichnen und für meine handschriftlichen Notizen finde ich die – preisgünstigeren – Notizbücher von Leuchtturm schlicht besser. Wer aber mal im Kollegenkreis ein Buch rumzeigen möchte, das bestimmt nicht jeder hat, der kann sich das durchaus mal bestellen. Ich werde meins auch demonstrativ in die nächste Sitzung mitnehmen ;-)

Wieder dabei: die Sticker.

Wieder dabei: die Sticker.

 

[1] Für Mitarbeiter in Bildungseinrichtungen wie Schulen und Hochschulen für 2,50 Euro/Monat – immerhin erhält man satte 48 GB Speicherplatz/Jahr.

 
Apr 252014
 
zweite Leiste konfigurieren

zweite Leiste konfigurieren

Den meisten Evernote-Anwendern ist bekannt, dass man die obere Menüleiste – ähnlich wie bei Firefox – anpassen kann: rechte Maustaste “Symbolleiste anpassen”, gewünschte Icons dazu- oder wegziehen. Man hat aber die gleiche Möglichkeit (Mauszeiger eine Reihe tiefer ansetzen) auch in der Symbol-Leiste des Notizenfensters. Dort kann man z. B. die Text-Beschriftungen der Symbole ausblenden.

symbolleiste-verkuerzen2

Symbole entfernen

Oder man entfernt den – eher selten genutzen – Präsentiermodus bzw. die Freigabefunktion und hat auf diese Weise sofort deutlich mehr Platz für seine Schlagwörter gewonnen, die im Alltag meist deutlich wichtiger sind. Insbesondere bei kleineren Notebook-Bildschirmen ein echter Platzgewinn. Einfach mal ausprobieren – man kann ja alles mit einem Klick wieder rückgängig machen. Beim ersten Mal muss man etwas suchen, bis man die Stelle bei den Icons gefunden hat, auf der der Mauszeiger ruhen muss, aber dann ist es einfach.

 
Apr 242014
 
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Und es geht doch!

Wer sich auch nur ein wenig mit dem Thema “papierloses Büro” befasst, wird rasch auf den Bereich der Dokumentenscanner stoßen, hier meist auf die ScanSnap-Serie und insbesondere auf das Modell “ScanSnap ix500″. Über diese Geräte ist schon sehr viel geschrieben worden, vom erwähnten Modell bringt Evernote auch eine eigene Edition heraus, die Scans sofort in die passenden Notizbücher einordnet. Ausgesprochen schnell, sehr präzise, sehr gute Scan-Ergebnisse – hier mal stellvertretend der Link zu einem ausführlichen Erfahrungsbericht.
Nun können derartige Scanner auch via Wlan zu PC, Mac und Tablet senden, aber die eigentliche Texterkennung geschieht nur via Desktop, weil Software wie z. B. Abbyy Finereader zum Einsatz kommt. Die mobile Software fängt die “pure” Scan-PDF ein, ohne durchsuchbaren Text. Das ist zwar nicht ganz so tragisch, denn auch mit den mobilen Apps kann man die erzeugte Datei an Evernote übergeben – und Evernote führt ja die Texterkennung durch. Trotzdem möchte man gelegentlich OCR sofort durchführen, z. B. um via Dropbox in die lokalen Evernote-Notizbücher zu syncen oder den exportierten Text im Zug auf dem Tablet zu bearbeiten usw.

Da ich seit zweit Tagen stolzer Besitzer eines solchen Dokumentenscanners bin, habe ich es gleich mal ausprobiert (unter iOS). Funktioniert tadellos, man kann also den Desktop ganz ausgeschaltet lassen, die Post aus dem Briefkasten nehmen, im Flur einscannen, das Papier entsorgen – und hat dennoch überall durchsuchbare Dateien zur Hand. Im Video zeige ich den Workflow.

Sehr viele Einsatzbeispiele eines Dokumentenscanners zusammen mit Evernote finden sich bei Roadworkr.

 
Apr 172014
 
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Weck mich!

Gerade ist eine neue Variante des Evernote-Moleskine-Papier-Notizbuchs erschienen: “Evernote Business Notizbuch”. Moleskine-Ausgaben, die via bunter Klebesticker die Smartphone-Aufnahmen sofort in das richtige Notizbuch samt korrekter Schlagwörter verschieben, gibt es ja schon länger. Auch die Leuchtturm- und Whitelines-Varianten, die via “Kreuzerl” das Papier an Evernote oder Dropbox schicken, habe ich hier schon einige Male besprochen.
Moleskine-Business weist zwei zusätzliche Besonderheiten auf:
1. Wenn man ein Häkchen beim aufgedruckten Wecker-Symbol macht, weiß Evernote, dass es die digitale Aufnahme mit einer Erinnerung versehen soll [1]. Entsprechend taucht das durchsuchbare Foto in der allgemeinen und in der notizbuchspezifischen Terminliste auf.

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Unterteilung

2. Die zusätzliche Dokumenten-Foto-Funktion, die schon jetzt in der Evernote-App eingebaut ist (iOS, Android demnächst), unterscheidet bei diesem Notizbuch die oberen zwei Drittel einer Papierseite von dem unteren Drittel (erkennbar an einem kleinen Schloss-Symbol am Papierrand). Bei der Aufnahme wird nachgefragt, ob man die Notizen/Skizzen des oberen Teils mit seinen Kollegen teilen möchte, während die Aufzeichnungen des unteren Drittels im privaten Account verbleiben.

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unterschiedliche Bereiche

Im Zusammenspiel mit dem neuen Präsentationsmodus, der ja auch eine “private” und eine “öffentliche” Ansicht kennt, könnte das zusätzlich nützlich sein (müsste ich aber erst mal testen). Prinzipiell ist die Idee nicht schlecht, eigene ToDos in einen gesonderten Bereich schreiben zu können. Aber im privaten Bereich dürften sich nicht die Kosten lohnen (32 Dollar, darin enthalten 3 Monate Premium). Da würde ich einfach die linke Seite für “privat” und die recht Seite für “öffentlich” nehmen. Fertig. Aber wenn man einen netten Chef hat, der seine Mitarbeiter mit solchen Büchern ausstattet … why not? Pfiffig ist die Sache allemal. Weitere Einzelheiten im Evernote-Blog.

Hier mal das Produkt-Video dazu:

[1] Evernote kennt ja zwei unterschiedliche Terminvarianten: die übliche Terminerinnerung und die “zeitlose” Erinnerung – in diesem Fall wird die zweite Variante übernommen.

 
Apr 172014
 
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mit Evernote verbunden

Ich habe mir gerade eine kleine Kompakt-Kamera (Canon PowerShot SX600, ca. 180 Euro) zugelegt, die über eine WiFi-Schnittstelle (und NFC-Chip) verfügt. Canon bietet dafür die üblichen Bilder-Sammeldienste an: Flickr, Google Drive, Facebook, YouTube usw. usw. Zusätzlich kann man aber auch beliebig viele Mail-Empfänger für Fotos definieren. Also schwups die persönliche Evernote-Mail-Adresse eingetragen und ausprobiert. Funktioniert prinzipiell, in der Evernote-Notiz landet ein etwas

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angekommen

kleineres Bild, per Klick landet man ohne weitere Anmeldung beim Original-Foto, das auf dem Canon-Server liegt. Ist mir ganz recht, da die hohe Auflösung ja auch Speicherplatz kostet. Mir geht es bei der Evernote-Archivierung eher darum, dass ich mich an bestimmte Motive erinnere oder auch mal unterwegs etwas in ein freigegebenes Notizbuch laden kann (meine eigentlichen Fotosammlungen verwalte ich ganz normal auf einer externen Festplatte).

Wie gewohnt kann man die Betreffzeile nutzen, damit das Foto in einem bestimmten Notizbuch aufgenommen wird. Da man diese Angaben bei der Einrichtung über die Webseite vornimmt, muss man da nichts auf der Kamera tippen. Da genügt wirklich ein Fingertipp – und weg ist das Foto.

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Angaben in der Betreffzeile

Kurz noch ein paar allgemeine Worte – jenseits von Evernote – zur Cam, falls sich gerade jemand von Euch überlegt, dass Urlaub und Wander-Wochenende in der Toskana vor der Tür stehen und sich vielleicht selbst so was zulegen möchte. Recht genial finde, dass die Cam einen eigenen Hotspot mitbringt, den man wie jedes Modem z. B. mit seinem Smartphone ansteuern kann. Anschauen der Bildergalerie oder Fernsteuerung der Cam via App funktionieren auf diese Weise kostenlos und unabhängig von einer Verbindung (also auch im Urwald oder in Hotelzimmern, die keinen Wlan-Empfang haben).

Das Anschauen auch umfangreicher Fotogalerien auf meinem iPad klappt ausgesprochen flüssig, da für das Anschauen nicht die vollständige Dateigröße übertragen wird. Man kann natürlich jederzeit mit einem weiteren Fingertipp die vollständige Datei auf sein Gerät laden. Neben dem Kamera-internen Hotspot bucht sich die Cam natürlich auch in jedes Wlan ein und überträgt dann die Fotos auf den PC oder Flickr oder Google Drive usw.

Die Canon-App (Android und iOS) kann zwar nicht gerade viel, aber das macht sie ganz gut: Die Fotos von der Kamera abrufen und als Remote-Bildschirm dienen. Man kann also die Kamera über den Kopf schwenken und dabei via Smartphone den Aufnahmebereich sehen. Oder die Kamera einige Meter entfernt aufstellen, per Smartphone zoome und auslösen. Mit meinen ersten Bildertests bin ich recht zufrieden, das 18-fach opt. Zoom ist toll, Weitwinkel und Makro ebenfalls sehr gut. In Fachzeitschriften wird bemängelt, dass die Bildqualität besser sein könnte, für mich als Hobbyknipser ist das Ergebnis aber in Ordnung.