Feb 112014
 
keepass1

verschlüsselte Dokumente

Da wir heute den “Safer Internet Day 2014″ begehen, mal ein Beitrag zu diesem Thema. Über Verschlüsselungsmöglichkeiten innerhalb von Evernote habe ich hier ja schon öfter geschrieben. Aber wie sieht es z. B. mit den “Backup-Codes” aus, die man (sofern man die 2-Wege-Authorisierung bei Evernote aktiviert hat) für Notfälle generieren kann? Diese Einmalcodes, die auch Dropbox und Google Mail benutzen, kann man ja nicht innerhalb des Systems aufbewahren, zu dem man Zugang erlangen möchte.

Nun, KeePass ist hier aus meiner Sicht eine gute Ergänzung. Mit seiner AES-256-Verschlüsselung [1] und der Offenlegung des Quellcodes genießt das Tool schon seit Jahren einen sehr guten Ruf und ist kostenlos. Da es sich selbst “Passwort-Safe” nennt, denken viele, man könne damit nur Nutzernamen, Links und Passwörter aufbewahren. Aber der Safe nimmt genau so einfach jede Art von Datei auf und verschlüsselt diese. Egal, ob man nun einen Screenshot seiner Backup-Codes gemacht hat oder die Information in PDF-Form zur Hand hat – diese Dateien kann man einfach in sein KeePass-Tool reinziehen – und fertig.

Für mich persönlich liegt einer der großen Vorteile der verschlüsselten KeePass-Datenbank darin, dass ich die via Dropbox [2] synchron halten kann. Bei mir hat sich unter iOS “KyPass 3″ bewährt, aber es gibt auch kostenlose Apps. Bei KyPass gefällt mir der Startvorgang, der mir eine Abkürzung für meinen langen Schlüssel bietet. (Übrigens habe ich bei der Recherche entdeckt, dass sich das iPhone selbst durch Hardware-Verschlüsselung plus Software-Verschlüsselung plus iOS7 recht gut gegen Manipulationen wehren kann, aber auf diesem Gebiet bin ich kein Experte.)

Wer es noch nicht kennt und keinen anderen Passwort-Manager einsetzt, der sollte sich KeePass mal näher anschauen. Es gibt auch unzählige Plugins, die Vorgänge automatisieren (z. B. das Passwortmanagement im Browser) und wird auch für den Einsatz im Schulbereich empfohlen. Von PC-Welt gibt es ein recht frisches Tutorial-Video dazu.

[1] … die nach wie vor als recht sicher auch gegenüber den Unternehmungen der Jungs in England und den Staaten gilt.
[2] Ja, ich weiß: Drobox sein auch böse, weil Dropbox auch in den Staaten – man kann auch via USB syncen. Ich persönlich gehe in meinem Alltag halt einen Mittelweg und lege nicht ständig den Akku ins Eisfach ;-) (Was beim iPhone ohnehin problematisch wäre.)

 
Feb 112014
 
mode-bloggerin

modisches Evernote

In einem neuen Video lässt Evernote gleich eine ganze Reihe von Fashion-Bloggerinnen zu Wort kommen. Von Paris über Mailand bis nach Berlin (Metropolitan Circus) berichten die Befragten, wie sie auf Messen und Reisen Informationen und Anregungen mit Evernote sammeln und für ihre Blogs aufbereiten. Die Einsatzgebiete reichen von raschen Schnappschüssen, die man in Evernote sortiert bis hin zu geteilten Notizbücher, die bei der internationalen Zusammenarbeit zum Einsatz kommen.

Generell habe ich den Eindruck, dass Evernote mehr und mehr von “Kreativ-Schaffenden” entdeckt wird. Viele in dieser Sparte tun sich ja eher schwer mit “technischen Tools”. Aber durch die einfache Verwendung, die Zusammenarbeit mit Optik, Design und Text und durch die Team-Möglichkeiten scheint sich auch hier Evernote mehr und mehr zu verbreiten. Mein Lieblings-Praxis-Video dazu ist das (etwas ältere) von Janine Vangool, die ihr Design-Magazin “UPPERCASE” mit Evernote organisiert.

 
Feb 082014
 
evernote-kennenlernen

leichter Einstieg

Demnächst erscheint die Version 5.2 für Windows mit einer interessanten Neuerung, die man “Geführtes Notieren” nennen könnte. Das Unternehmen Evernote weiß schon länger, dass eine Vielzahl der Möglichkeiten gerade von Einsteigern übersehen wird. Mit dem neuen Menüpunkt “Evernote kennenlernen” erscheinen, sobald man bestimmte Funktionen aktiviert, kurze Animationen und “Hinweis-Sprechblasen”, die einen von Punkt zu Punkt leiten. Diese Anleitungsfunktion ist so gestaltet, dass sie – nach Aussagen des Entwicklerteams – “für die nächsten Jahre” hilfreich sein soll. Gemeint ist wohl, dass sie ständig ergänzt und angepasst werden wird. Erhält Evernote also ein neues Feature, so bekommt man entsprechende Hinweise (“Wo habe ich mit welcher Auswirkung nun genau zu klicken”) direkt im Programmfenster angezeigt. Was ich bisher gesehen habe, gefällt mir gut, ist durchdacht und sollte die üblichen Klick-da-und-dort-Webseiten überflüssig machen.

evernote-kennenlernen2

hilfreiche Hinweise

 
Feb 082014
 
evernote-buch-deutsch-neu

320 Seiten Tipps zu Evernote

Demnächst mehr, jetzt nur ein paar Stichpunkte: Ende Februar wird die zweite Auflage meines Evernote-Buchs in die Buchhandlungen kommen. Diesmal allerdings ganz schön “dick”: statt 200 Seiten der ersten Auflage erwarten Euch rund 320 Seiten. Der gesamte Inhalt wurde neu überarbeitet und an die aktuellen Evernote-Versionen angepasst, zahlreiche neue Kapitel aufgenommen, z. B. zu den Themen “Erinnerungen” oder “Datensicherung”. Dazu neue Praxisbeispiele und Schwerpunktthemen wie “Unterrichtsplanung mit Evernote” und “Evernote für Autoren” (z. B. Markdown zusammen mit Evernote verwenden).

Zeitgleich zur Print-Ausgabe wird es eine PDF-E-Book-Variante geben. ePub, Amazon-Kindle und Apple-iBooks etwas später, da Amazon & Co. meist einige Zeit benötigen, bis eine neue Ausgabe den Prozess durchlaufen hat.

Insgesamt sollte der Inhalt recht aktuell sein, da ich auch Funktionen aufgenommen habe (z. B. die neue Kommentierungsfunktion), die erst in den nächsten Wochen öffentlich ausgerollt werden. Weitere Einzelheiten und Probekapitel demnächst ;-)

 
Feb 052014
 
moodle-evernote1

Evernote an Moodle

Viele Schulen und Hochschulen in Deutschland arbeiten mit der Lernplattform Moodle. Wenn man nun ohnehin seine Unterrichtsmaterialien in Evernote archiviert hat, kann man via Drag & Drop alle Dateien innerhalb weniger Sekunden an Moodle übergeben. Ich habe den Vorgang mal in einem kleinen YouTube-Video aufgezeichnet.

 

 
Feb 042014
 
neue-suchfunktion

wie man spricht

Evernote hat eine ausgesprochen umfangreiche Abfragesprache für Suchvorgänge in den letzten Jahren entwickelt. Allerdings muss man sich an eine Reihe von Begriffen halten, wie z. B. “notebook:Hochzeit todo:false” um z. B. alle Notizen angezeigt zu bekommen, die noch Kästchen ohne Häkchen im Notizbuch “Hochzeit” aufweisen. Ab sofort kann man, zunächst mit der Mac-Version, die anderen Versionen werden folgen, unkomplizierter suchen. Beispiel: “Fotos von Prag, die nach 2012 aufgenommen wurden” oder “Alle Rezepte, die das Schlagwort vegetarisch aufweisen” usw. Evernote nennt das “Deskriptive Suche”. Die Idee ist nicht neu. Sogenannte fuzzy = unscharfe Suchen gibt es schon länger bei anderer Software. Aber man kann nach Inhalten, Dateiformaten, dem Gerät, auf dem eine Notiz entstanden ist, an welchem Ort etwas aufgenommen wurde usw. usw. suchen.

Wie alltagstauglich die Geschichte ist, kann ich – noch – nicht beurteilen, da ich mi einem Windows-Rechner unterwegs bin und mir niemand einen schnittigen neuen Mac schenken will ;-) Momenten funkt es nur mit englischen Begriffen, der Transfer in andere Sprachen soll aber “bald” erfolgen. Hier die Information aus dem englischen Evernote-Blog.

 
Feb 032014
 
facebook-paper1

Artikel übernehmen

Im Stil der bekannten Flipboard-App hat nun Facebook seinen Paper-Reader veröffentlicht. Wer in seinem News-Stream oft Links und Hinweise findet, die für ihn nützlich sind, kann diese Informationen in einer hübscheren “E-Book-Ansicht” durchblättern. Optisch nett gemacht kann man via unterschiedlicher Gesten hin und her flutschen.

Was nun, wenn man darin z. B. auf eine Webseite stößt, die man gerne in Evernote archivieren möchte? Zwar gibt es keinen direkten Export zu Evernote, aber die Einstellungen ermöglichen zumindest einen Umweg. Variante 1 wäre, den Link in die Safari Reading Liste zu übernehmen – aber dann muss man später daran denken, dort den Link anzuklicken und in Evernote zu speichern.

Pocet einstellen

Pocket einstellen

Sofern man ohnehin Pocket auf seinem Gerät hat, ist das aus meiner Sicht die einfachste Variante: Bei einem interessanten Artikel in Facebook-Paper einfach auf “Pocket” tippen – später dann über die Evernote-Funktion von Pocket archivieren. Fertig.

Aus meiner persönlichen Sicht ist Flipboard weitaus flexibler, bedienerfreundlicher und gelungener. Allerdings nutze ich Facebook auch nicht sehr oft. Wenn man dort einen größeren Bekanntenkreis pflegt, kann sich Paper durchaus lohnen. Einfach mal ausprobieren (Download monentan nur über den engl. Store, kostenlos).

 
Feb 022014
 
leuchtturm-whitelines

tolle Kombination

Wer meinen Blog schon länger verfolgt, der weiß, dass ich ein Fan von zwei “Systemen” bin, wenn es um Papier geht. Erstens: Für analoge Notizen benutze ich bevorzut die Notizbücher des deutschen Unternehmens “Leuchtturm 1917″. Warum diese sich auch besonders für Evernote-Scans eignen, hatte ich im Beitrag “Ein ziemlich gutes Notizbuch” dargelegt. Zweitens: Die Idee des schwedigischen Herstellers “Whitelines”, einfach durch das Ankreuzen eines Icons auf dem Papier den Scan zu Evernote oder Dropbox zu schicken, ist in meinen Augen so einfach wie genial (“Whitelines unter der Lupe”).
Und nun bringt Leuchtturm Notizbücher mit dem Whitelines-Papier heraus! Neben den klassischen Ausgaben (A4+, A5 und A6) auch die sogenannten “Academy Blöcke” mit heraustrennbaren Seiten. Die Webseite von Leuchtturm [1] enthält leider wenig Infos, im Katalog 2014 (PDF) findet sich mehr dazu. Leider gibt es nur liniert und punktiert – kariert wäre unbedingt noch notwendig (oder man bestellt über Amazon die Original-Whitelines-Blöcke, die eine Spiralbindung aufweisen).

leuchtturm-whitelines2

Video

Das Schöne an dem Whitelines-Prinzip: man muss muss das Papier nicht ausrichten oder für einen kontrastreichen Untergrund beim Aufnehmen sorgen. Durch die Eckmarkierungen wird jede Seite sauber an Evernote geschickt, ohne Linien und recht kontrastreich. Beim letzten Punkt finde ich (unter iOS) Scanner Pro etwas besser, denn die Whitelines-App komprimiert ziemlich stark. Aber das ist Geschmackssache.
Ein nett gemachtes Video zur ganz frischen Kooperation im Sketch-Stil gibt es auch noch. Und Dan Brown stellt recht ausführlich die Vorgehensweise von Whitelines-Link in einem YouTube-Video vor.

[1] Die Jungs vom Leuchtturm sollten generell ihre Webseite mal technisch auf einen aktuellen Stand bringen. Das sieht für Laien zwar alles “hübsch” aus, aber auf mobilen Geräten einfach grauenhaft. Überhaupt hat das Unternehmen recht gute Produkte, verkauft sich aber wie die Papierverlage aus dem letzten Jahrhundert. Und der Softcover-Reihe sollten sie endlich mal farbige Umschläge spendieren!

 
Jan 312014
 
screenshots1

Sofort-Markierung

Über die “eingebauten” Markierungsfunktionen in der neuen Win-Desktop-Beta habe ich ja gerade berichtet. In diesem Zusammenhang hat sich auch die Screenshot-Funktion verbessert. Was man schon immer machen konnte war: Mit der Windows- und der Druck-Taste zusammen (Tastenkombination änderbar) einen beliebigen Bildschirmausschnitt abzufotografieren und im Hintergrund gleichzeitig eine Notiz in Evernote mit diesem Ausschnitt entstehen zu lassen. Feine Sache, gerade, wenn man z. B. Einstellungsmenüs aus installierter Software aufnehmen will.

Wenn man die gleiche Tastenkombination in der neuen Beta drückt, erscheint zunächst der gewohnte “Fadenkreuz-Rahmen”. Aber direkt danach “landet” der Screenshot im Markierungsfenster – man kann also sofort Anmerkungen vornehmen. Mit einem weiteren Klick ist das Ergebnis in Evernote archiviert.

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Optionen ändern

Man kann diesen Schritt aber auch überspringen, wenn man ohnehin nur den “puren” Screenshot benötigt oder eine ganze Serie von Shots in schneller Folge machen möchte.

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Menüleiste

Das Optionen-Menü hat nämlich neue Einstellungen spendiert bekommen. Wenn man das Häkchen entfernt, funktioniert alles wie in den Versionen zuvor. Wer die Funktion oft benötigt, der kann sich auch das entsprechende Icon auf die Menüleiste ziehen.

Übrigens: Auch das Verändern der Größe von Notizen-Fotos wird künftig – so wie jetzt bereits in Skitch – durch die Markierungsfunktion ermöglicht werden (ist bereits eingebaut, funkt aber in der Beta noch nicht).

Und da wir schon bei dem Thema “Grafiken” sind: Neue Evernote-Anwender fragen immer wieder, ob man Fotos in einer Notiz nicht “drehen” kann. Ja, kann man schon länger: Über das Foto gehen, rechte Maustaste und wählen “Im – gegen den – Uhrzeigersinn” wählen. Klappt inzwischen auch bei großen Fotos recht flott.

 
Jan 312014
 
markieren1

sofort markieren

Das Markierungstool Evernote-Skitch ist ja auf stationären und mobilen System inzwischen ein alter Bekannter. Das direkte Aufrufen der Funktionen aus einer Notiz heraus war zwar vor etlichen Wochen mal kurz in einer Beta-Version aufgetaucht, dann aber wegen technischer Probleme wieder entfernt worden.

In der aktuellen Prerelease-Version 5.2.0.2503 (270503), Windows, ist die Integration wieder drin – und sollte diesmal auch erhalten bleiben. Denn der Aufruf ist nun deutlich flotter geworden: Wenn man mit dem Mauszeiger über ein Foto, eine handschriftliche Notiz oder sonstige Grafik “schwebt”, so erscheint der Button “Markieren”. Sofort nach dem Anklicken öffnet sich ein Bearbeitungsfenster, und man kann seine Anmerkungen vornehmen.

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alles vorhanden

Anders als beim direkten Aufruf über das externe Skitch-Programm bleiben die Notizen veränderbar. Es klappt sogar, dass man mit der iOS-Evernote-App Markierungen vornimmt, die Notiz in Windows öffnet, die dortige Markierungsfunktion aufruft und die unter iOS vorgenommenen Markierungen verschiebt, löscht oder ergänzt. Weiterhin findet keine Doppelung der Notizen statt – alles passiert also innerhalb der gleichen Notiz.

Das macht insgesamt einen gelungen Eindruck. Und wie gesagt: insbesondere die Aufrufgeschwindigkeit der Funktionen hat einen ganzen Zacken zuglegt.