Mrz 282014
 
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kann viel

Unter den Feedreadern, die per Browser lesbar sind, dürfte Feedly ganz vorne stehen. Für Evernote-Anwender, die gerne einzelne Artikel in ihrem Archiv aufbewahren möchten, hat er allerdings einen entscheidenden Nachteil: für die direkte Evernote-Übergabe ist die Pro-Version erforderlich – und die kostet 45 Dollar im Jahr. Nun kann man zwar über Umwege – Mail-Versand, speichern in Pocket oder den IFTTT-Dienst – kostenlose Lösungen finden, aber die sind nur bedingt befriedigend. Denn auch eine so wichtige Funktion wie die Suche bedarf des Pro-Accounts.

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Evernote on Board

Daher lohnt es sich vielleicht, einen Blick auf den ausgezeichneten InoReader mit seiner deutschprachigen Benutzeroberfläche zu werfen, denn bei dem ist Evernote dabei … und Pocket … und die Suche über alle Artikel … und Tastenkürzel … und – na, halt eine Menge Funktionen. Die Ansichten lassen sich nach vielen Kriterien einstellen: Ob eher nüchtern und tabellenartig, kontrastreich, mit Tastenbedienungen usw. Zu viel, um alles aufzuzählen, aber hier geht es ja vor allem um die Möglichkeiten der Evernote-Schnittstelle.

Was InoReader ähnlich wie Feedly Pro macht: Wenn man einen Artikel an Evernote sendet, erhält das Evernote-Notizblatt das Schlagwort, das man im Reader vergeben hat. Man kann aber auch in InoReader eine Liste seiner Evernote-Notizbücher aufrufen und an Ort und Stelle die Einordnung vornehmen. Besonders interessant: Für die

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eigener Ordner für Evernote

Dienste, mit denen man teilt – wie Evernote und Pocket – werden eigene Ordner angelegt. Klickt man also irgendwo in seinen Feeds auf den Elefanenkopf, wird nicht nur der Artikel an Evernote übergeben – es entsteht auch eine Liste aller Einzelartikel, die man an Evernote verschickt hat.

Besonders ausgefuchst sind die Möglichkeiten, Regeln zu erstellen (ähnlich der Weiterleitungsregeln, die man von Mailprogrammen kennt). So könnte man die Regel definieren, dass neue Artikel, die im Titel das Wort “Evernote” aufweisen und/oder im Text den Begriff “Dokumentenmanagement” automatisch ein Schlagwort zugewiesen bekommen (z. B. “später lesen”). Sichtet man später die Resultate und möchte den ein oder anderen Beitrag in Evernote archivieren, so ist bereits das passende Schlagwort vergeben.

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Regeln lassen sich definieren

Weiterhin gibt es noch eine Android-App dazu – und eine kleine Einschränkung muss man machen. Auch bei InoReader gibt es Pro-Versionen gegen Geld, allerdings fürfte die kostenlose Variante zumindest allen Anwendern ausreichen, die einer “ungelesene-Artikel-Anzahl” von 1.000 zufrieden sind, danach geht es für 30 und 50 Dollar Jahresbeitrag weitere Funktionen.

//Edit: gerade bei meinem iPad-Lieblingsreader “Mr. Reader” nachgeschaut – auch der lässt sich mit InoReader synchronisieren!