Wie wäre es, wenn man Evernote einen eigenen Fotostream verpassen würde? Das Verfahren bietet viele Vorteile und ist – einmal eingerichtet – herrlich bequem!
Vorab: Zwar beschreibe ich das Vorgehen entlang von iPhone/iPad und iCloud, aber prinzipiell ist die Sache ganz ähnlich unter Android umzusetzen, wenn man dort beispielsweise die Foto-Streamingfunktion der Dropbox-App nutzt. Den ganzen Beitrag lesen »
Zu oft stellt man sich Evernote als “Dateiablage” vor: ähnlich wie bei Online-Festplatten legt man einfach Dokumente und Grafiken ab – damit ist Evernote aber deutlich unterfordert. Ich habe schon in einer Reihe von Beispielen gezeigt, wie man in Notizen Inhalte kombinieren kann. Eine ganz neue Welt eröffnen all die Smartphones und (Mini-)Tablets, auf denen man mit einem Stift “kritzeln” kann. Denn so kann man einfach ein Foto, eine Grafik, einen Screenshot in eine der vielen Notizenanwendungen ziehen und mit Anmerkungen versehen. Nun haben sich zwar viele daran gewöhnt, solche Zusatzinformationen auch wieder mit Computerprogrammen wie z. B. Skitch vorzunehmen, aber in manchen Fällen ist es einfacher, kreativer oder es macht schlicht mehr Spaß, mal wieder zum Stift zu greifen. Außerdem ist man Den ganzen Beitrag lesen »
Diesmal drei kuze Anregungen zur Frage, was man in Evernote alles speichern kann:
Nicht nur das schwedische Möbelhaus näht an alle möglichen und unmöglichen Stellen große Etiketten ein, die störend sind. In manchen Fällen befinden sich darauf aber Informationen, die man später noch benötigt – zum Beispiel Reinigungshinweise. Also ein kurzes Foto aufnehmen, ein Schlagwort wie “Badezimmer”, “Anleitung” oder “Textilien” vergeben – und schon kann beruhigt die Schere angesetzt werden und das Etikett in den Mülleimer wandern.
Apropos Fotos: große Flachbildschirme mögen flach sein – sie sind aber trotzdem schwer. Wenn man sie mal in die Ecke bugsiert hat, sieht man meist die Anschlüsse schlecht. Einfach vorher ein Foto von der Rückseite machen, wenn dann Monate später was Neues angeschlossen werden soll, weiß man, in welcher Gegend man suchen soll. Gleiches gilt für die Rückseite eines Modems, das oft die WLAN-Zugangsdaten auf dem Schildchen hat. Oder welcher Akku gehört zu welchem Gerät usw. usw.
Und noch kurz ein Wort zu den dicken Bedienungsanleitungen, die mit ihren Serbisch-Chinesisch-Kisuaheli-Übersetzungen viel Platz weg nehmen: Entweder auch hier die wichtigsten Seiten fotografieren oder einscannen. Oder kurz im Netz auf der Herstellerseite nach einer PDF-Version schauen und diese in Evernote speichern. Wer ein richtiger Nerd ist, der klebt dann noch einen kleinen QR-Code mit dem Evernote-Notizenlink an das Gerät. Wenn er später sein Smartphone darauf richtet, wird automatisch die richtige Bedienungsanleitung aufgeblättert. So was beeindruckt
Ob es nun nur um ein Hängeschränkchen bei Ikea geht oder um Umzug und Renovierung: Von wo bis wo ging die freie Wand, wie viel Platz ist neben dem Eckregal, bis wohin würde der neue Teppich gehen usw. Das sind Fragen, bei denen man sich meist mit einer kleinen Skizze behilft. Solche Handskizzen von Räumlichkeiten oder Möbeln wären natürlich an sich schon ideal geeignet, um sie in Evernote aufzubewahren. Aber es geht noch ein Stück komfortabler, wenn man z. B. ein iPhone besitzt: schnell ein Foto machen, mit dem Finger die Abstandspfeile und Zentimeter eintragen, an die Mail-Adresse seines Evernote-Kontos schicken – fertig. Zwei Apps für diesen Zweck habe ich mal rausgesucht – aber, um vor zu hohen Erwartungen zu schützen: Da das iPhone – noch – keinen Infrarot- oder Ultraschall-Sensor hat, muss man weiterhin mit dem Maßband Hand anlegen. Aber der Rest ist sehr komfortabel:
- Pfeile, Farben, Textanmerkungen lassen sich blitzschnell auf dem Foto unterbringen,
- eine Lupe wird während des Bemaßungsvorgangs eingeblendet, so dass, so dass man Anfang- und Endpunkt exakt setzen kann,
- auch Winkelangaben, die sich während des Zeichnens anpassen, sind machbar und
- verschiedene Formen der Ablage (z. B. „Wohnzimmer“) lassen sich einrichten.
Die App „Photo Measures“ (http://www.bigbluepixel.com/) hat mir dabei etwas besser gefallen, vor allem kann die kostenlose Version bereits alles, was man braucht.
„My Measures“ (http://www.sis.si/my-measures/) hat ähnliche Leistungsmerkmale, ist aber in den kostenlosen Version eingeschränkter und nicht ganz so elegant (dafür haben die Jungs ein sehr lustiges Werbevideo auf ihrer Seite untergebracht)
Oft will man eine kleine Bildersammlung in Evernote speichern, um die Grafiken z. B. für die nächste PowerPoint-Präsentation parat zu haben. Nun könnte man zwar die Fundstücke auf Webseiten markieren und mit dem Web-Clipper einfangen oder die ganze Seite speichern, das ist aber für eine rasche Zusammenstellung umständlich. Sehr viel schneller ist der folgende Weg: Mit dem Mauszeiger auf das Bild klicken, rechte Maustause, „Zu Evernote hinzufügen“ – fertig. Das Foto landet „pur“ ohne störenden Text oder Werbung in Evernote. – Und es gibt noch einen Weg: Drag-and-Drop – zumindest bei Firefox: Sie blenden die Webseite und Evernote nebeneinander ein (oder auf dem zweiten Monitor) und _ziehen_ die Grafik(en) einfach in die Evernote-Notiz – einfach mal ausprobieren …



