Mai 172013
 
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Stuttgarter Zeitung v. 15. 5. 2013

Bei der Texterkennung ist Evernote ja sehr gut, sogar handschriftliche Notizen sind durchsuchbar. Wie man den erkannten Text exportieren kann, habe ich in einem früheren Beitrag beschrieben. Falls es einmal mehr sein soll und man den erkannten Text bearbeiten, markieren, verschieben usw. usw. möchte, so erhält man mit der Prizmo-App eine sehr gute Anwendung (Mac und iOS), die gerade in einer neuen Version erschienen ist und nun auf iPhone und iPad gleichzeitig läuft. Die App kann eine ganze Menge – z. B. mehrspaltigen Text korrekt erkennen, Textblöcke verschiebbar machen – und leitet auf Wunsch den Scan als durchsuchbare und markierbare PDF an Evernote weiter. Vor allem aber: die Erkennung erfolgt in Sekundenbruchteilen und benötigt keinen Netzzugang. Meine Tests mit dem iPhone 5 und Texten aus Tageszeitungen und Büchern zeitigten sehr gute Erkennungsraten, wobei die üblichen Bedingungen erfüllt sein müssen:

  • recht gute und ausgeglichene Beleuchtung (z. B. kein Blitz auf Hochglanzpapier),
  • gute Smartphone-Cam mit Focus (iPhone 4S bzw. 5),
  • keine großen “Papierverzerrungen” wie z. B. gebogene Buchseiten,
  • nicht zu große Textbereiche (problemlos war Taschenbuchgröße auch mit kleiner Schrift).

Der Export erfolgt in gewohnter Weise direkt an eine App, wobei man wählen kann, ob man z. B. den “puren Text” exportieren möchte oder eine “normale” bzw. “durchsuchbare” PDF.

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Weitergabe an andere Apps.

Dabei kommt es weniger auf das Merkmal “durchsuchbar” an – das leistet Evernote ja auch, wenn man mit der eingebauten Kamerafunktion oder einer anderen Scanner-App einen Schnappschuss anfertigt. Hinter die Grafik wird in einer zweiten Ebene der Text gelegt, so dass man beispielsweise mit der recht guten und kostenlosen App Documents Markierungen vornehmen kann (ich selbst verwende ganz gerne vom gleichen Unternehmen PDF Expert, um die vorgenommenen Annotationen “gebündelt” zurück an Evernote zu schicken).

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Texte markieren

Übrigens klappt die Texterkennung von Screenshots (z. B. aus dem App-Store) praktisch fehlerlos, und falls man einen beleuchteten E-Reader einsetzt kann man völlig problemlos Absätze in reinen Text konvertieren. Das Programm leistet noch sehr viel mehr, von der Visitenkarten-Erkennung über die simultane Bearbeitung auf iPad und iPhone bis zum Vorlesen des erkannten Textes. Einen sehr guten Eindruck, der sich auch mit meinen Tests deckt, erhält man durch das Video des Herstellers.

(Ob OCR-Erkennung mit dem Smartphone prinzipiell Sinn macht, muss jeder für sich entscheiden – Wunder darf man sicher keine erwarten. Für Leute, die häufig etwas mit OCR machen müssen, empfehle ich einen Flachbettscanner plus Abbyy Finereader 11, den es auch zu einem Lehre-und-Forschung-Preis gibt.)

//Edit: Ein Leser hat in den Kommentaren geschrieben, dass der iCloud-Sync bei ihm nicht korrekt funktioniert – da hatte ich anfangs auch Probleme. Könnte also noch etwas buggy sein. Macworld hat übrigens die aktuelle Mac-Variante getestet.

Feb 232013
 
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PDF-Text exportieren

Eine der Stärken von Evernote ist ja die Texterkennung: Egal, ob Sie ein Foto von einem Konzertplakat machen, eine handschriftliche Notiz aufnehmen oder etwas einscannen – Evernote findet später Ihre Notiz. Wobei das Ziel von Evernote eigentlich nicht die “übliche” Texterkennung ist, wie man sie von OCR-Software kennt. Im Vordergrund steht die Aufnahme aller gefundenen Wörter im Suchindex. Daher werden bei einem Suchvorgang in Evernote die gefundenen Notizen im Bruchteil einer Sekunde angezeigt – Evernote muss nicht nicht mehr Dokument für Dokument durchsuchen. Ausgesprochen bequem ist, dass der Anwender selbst mit all diesen Dingen nichts zu tun hat – er nimmt nur das Foto auf, den Rest erledigt Evernote im Hintergrund.

Wenn man nun doch einmal den erkannten Text benötigt, so lässt sich auch dieser exportieren. Das ist zwar eine Funktion für Premium-User, aber durch die Moleskine-Notizbücher (denen liegt ja ein Premium-Account bei) und aus anderen Gründen haben sich inzwischen viele einen solchen Account gegönnt, so dass man sie ja mal ausprobieren kann:

  1. In unserem Beispiel wurde ein Schreiben wie Smartphone-Scanner-App als PDF an Evernote übergeben.
  2. Nun muss man zunächst einen Sync durchführen, denn die Texterkennung passiert nicht “vor Ort”, sondern auf den Evernote-Servern.
  3. Wenn alles geklappt hat, taucht im Kontextmenü (rechte Maustaste) der Punkt “Durchsuchbares PDF-Dokument speichern” auf.
  4. Man erhält ein PDF-Dokument das – statt der Foto-Vorlage – aus purem Text besteht (das Original-PDF ist natürlich weiterhin vorhanden und ebenfalls speicherbar).
  5. Diesen Text kann man nun markieren und zum Beispiel in Word einfügen.
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so sieht der exportierte Text aus

 

Okt 142011
 
Oeffnungszeiten

Öffnungszeiten sind immer wieder ein leidiges Thema. Wer merkt sich schon die Sonderzeiten kleiner Geschäfte, der Post, des Asia-Food-Ladens oder des Haushaltsladens, der auch kommunale Mülltüten hat. Und meist haben gerade die ja keine Webseite mit den Daten. Wie in einem früheren Beitrag erwähnt: am einfachsten fotografiert man in Evernote ein Öffnungszeiten-Schild ab, weil damit bei einem Smartphone automatisch auch die Geodaten erfasst werden. Aber oft denkt man daran nicht, wenn man z. B. glücklich mit der Reinigungswäsche zu Hause angekommen ist. Dann mal den Kassenzettel zücken – in vielen Fällen sind die Zeiten darauf vermerkt. Und da Evernote "Schrift erkennen" kann, muss man die Einzelheiten nicht umständlich in eine Tabelle eingeben – via Suche wird im Falle des Falles der Zettel gefunden.

Mai 272011
 
Evernote-handschriften

Die Texterkennung von Begriffen in Fotos, Grafiken oder auf Notizzetteln ist außerordentlich gut. Selbst wenn man nicht „schön“ schreibt, sondern seinen eigenen Stil hat, ist die Erkennungsrate von Evernote überraschend hoch. Aber natürlich gibt es Grenzen: Manch einer hat eine „sehr individuelle“ Handschrift, die nur noch er selbst entziffern kann. Und hier der Tipp: Einfach die wichtigsten Stichpunkte z. B. am Anfang der Notiz in „leserlicher“ Schrift ( etwa Druckbuchstaben) einfügen. Die werden von Evernote entziffert und durch die Suche ist damit der gesamte Notizzettel auffindbar.