Jan 252015
 
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rasch konvertiert

Immer mal wieder komme ich hier im Blog auf das kostenlose Mini-Tool “IrfanView” zu sprechen. Ob man damit nun seinen Scanner mit Evernote verknüpft oder Indexblätter für eigene Foto-Verzeichnisse als Notiz aufnimmt – außer Kaffeekochen kann das Tool fast alles [1]. Aber IrfanView kann nicht nur mit Grafik-Formaten umgehen – es ermöglicht auch die Speicherung im PDF-Format. Nützlich, falls man zunächst einen Scan oder das Foto eines Plakats beispielsweise im JPG-Format in seine Evernote-Notiz aufgenommen hat, nun aber die Information in der PDF-Variante weitergeben möchte.

Nun haben zwar die meisten Anwender auf ihren Systemen eine Anwendung – Adobe Acrobat oder Freeware-Alternativen – die es meist über das Druckmenü ermöglicht, eine solche Konvertierung durchzuführen. Gelegentlich ist das aber etwas “fummelig”, da z. B. der Druck auf eine DIN-A4-Seite eingestellt ist und man so eine Datei mit viel “Leerraum” erhält. Oder die Grafik wird gedehnt, gestaucht usw.

IrfanView ist da praktischer: Es fertigt eine 1:1-Kopie an. Wenn man also die erzeugte PDF aufruft, sieht man nur das konvertierte Foto – und sonst nichts. Gewohnt einfach ist auch die Handhabung:

  1. Doppelklick auf das Foto innerhalb der Evernote-Notiz (sofern IrfanView als Standardbetrachter für Grafiken im Windows-System verknüpft ist, sonst rechte Maustaste.
  2. In IrfanView “Speichern unter” und “PDF” auswählen.
  3. Fertig.

Da das von IrfanView verwendete Plugin auch jede Menge Fein-Einstellungen erlaubt, z. B. das Verschlüsseln von PDF-Dateien, wird man eventuell beim ersten Speichervorgang nach einer Passwortvergabe gefragt. Dies kann man im Reiter “Sicherheit” deaktivieren – dann dauert der gesamt Vorgang tatsächlich nur 2, 3 Sekunden.

[1] Nach all den Jahren wird das Tool immer wieder aktualisiert – der Entwickler hat sich einen kleinen Obolus redlich verdient.

 
Dez 142014
 
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Seiten-Kombinationen

Fast ein Drittel meiner Evernote-Notizen enthalten PDF-Dateien: vom Zeitungsartikel-Scan über Unterrichtsentwürfe bis hin zu wissenschaftlichen Aufsätzen – halt alles, was ich für Projekte und Beruf zum raschen Finden und Nachschlagen benötige. Für Besprechungen, Tagungen, Planungen sind aber oft nur einige Seiten wichtig – dafür gibt es die üblichen Extrahierungs-Programme, die ich hier auch schon vorgestellt habe. Noch besser wäre es in manchen Fällen, wenn man sich auf bequeme Weise aus Seiten verschiedener Dokumente rasch ein neues erstellen könnte. Auf diese Weise hat man “gebündelt” die wirklich relevanten Informationen in einer einzigen Datei zusammen.

Sehr gut erledigt dies das kleine Tool “PDF Sam” [Installationshinweis weiter unten bitte beachten], kostenlos und durch Java plattformübergreifend: Im oberen Teil des visuellen Editors sieht man die Seiten einer PDF-Datei in Thumbnail-Größe. Die verschiedenen Reiter zeigen anderen PDF-Dateien, die man geöffnet hat. In die untere Hälfte des Editors zieht man nun einfach aus jeder Datei die gewünschten Seiten und bringt sie per Drag ‘n Drop in die gewünschte Reihenfolge. Benötigt man also beispielsweise für eine Besprechung aus Datei A nur die zwei Seiten mit der Kostenaufstellung plus ein Genehmigungsschreiben plus eine Bauskizze, so stellt man sich aus drei Dateien eine neue PDF mit eben jenen 4 Seiten zusammen – innerhalb von 30 Sekunden erledigt. Diese dann noch in Evernote speichern, fertig. Wenn man möchte, kann man bei umfangreicheren Zusammenstellungen – wie in einem der letzten Tipps beschrieben - noch ein Index-Blatt voranstellen. Kein langes Suchen mehr – per Fingertipp hat man damit blitzschnell alle Infos zur Hand.

Das Tool kann noch sehr viel mehr, z. B. automatisch die Reihenfolge von Seiten verändern, wenn man etwa beim Scan-Vorgang die letzte Seite zuerst erhalten hat usw. Wichtig: Bei der Installation werden – wie oft üblich – Tools zur “Mit-Installation” (Browserbars usw.) eingeblendet. Sofern man das nicht wünscht, darauf achten, dass die entsprechenden Optionen übersprungen werden. Ach ja, ein deutschsprachiges Tutorial gibt es übrigens auch.

 

 
Dez 082014
 
gut für Tagungen

gut für Tagungen

Mit Evernote kann man ja – sowohl via Desktop-Anwendung als auch über die mobilen Apps – PDF-Dateien direkt annotieren. Automatisch erzeugt Evernote dabei eine spezielle Index-Seite samt Sprungmarken. Einen sehr praktischen Anwendungsfall beschreibt Felix Schaumburg im Podcast “Bildung-Zukunft-Technik”: Bei umfangreichen Tagungsprogrammen, z. B. einem Barcamp/Educamp, markiert er sich mit Evernote die Stellen, bei denen sein Einsatz gefordert ist. In der Tagungshektik genügt ihm dann ein Klick auf die Stelle im Index-Blatt – und er landet sofort auf der richtigen Seite, die alle Infos wie z. B. Raum der Arbeitsgruppe usw. aufführt.

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rasch markiert

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Zusatzblatt

Zwar könnte man zusätzlich zu den Symbolen noch Text erfassen, aber das Verfahren von Felix gefällt mir recht gut: jedes Symbol hat immer die gleiche Bedeutung. Beispielweise könnte das Ausrufungszeichen bedeuten “Hier muss ich selbst was tun!” und das Herz “Diese Arbeitsgruppe möchte ich besuchen” usw. Symbole und deren Links funktionieren nicht nur innerhalb von Evernote: Die PDF-Datei kann auch mit einem externen Programm, z. B. Acrobat Reader, geöffnet werden – die Indes-Seite samt Sprungfunktion bleibt erhalten. Von daher auch gut geeignet für die Weitergabe an Kollegen, die man damit direkt auf die interessanten Teile aufmerksam machen kann.

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Markierungen entfernen

Zu einem späteren Zeitpunkt kann man übrigens mit einem einzigen Klick seitenweise oder für die ganze Datei die vorgenommenen Markierungen wieder entfernen. Auch kann man die Erzeugung der Index-Seite ganz unterdrücken. Die entsprechenden Einstellungen finden sich im Annotationseditor unter dem Menüpunkt “Bearbeiten”.

Felix Schaumburg und Guido Brombach bringen in dem erwähnten Podcast noch eine Vielzahl weiterer wertvoller Tipps: So stellt Felix seinen Schülern das eigene iPad als “Server” zur Verfügung – via GoodReader-App. Die kann innerhalb eines WLAN nämlich via WebDAV angesteuert werden, was offensichtlich für seine 6. Klasse (also ca. 12 Jahre alt) offensichtlich kein Problem ist (da kenne ich Kollegen, für die das eher ein Problem wäre ;-) ). Habe ich ausprobiert – klappt tatsächlich absolut problemlos. Feiner Tipp – und eine echte Hörempfehlung für den Podcast.

 
Okt 262014
 
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Webseiten in unterschiedlichen Formaten

So langsam trudeln immer mehr Apps ein, die die Besonderheiten von iOS 8 nutzen. Der mobile WebClipper von Evernote speichert ja nun die ganze Webseite direkt in eine Evernote-Notiz (Artikel) in einem bearbeitbaren Format. Manchmal hätte man aber gerne eine PDF-Variante, weil man z. B. komplexere Markierungen anbringen möchte oder sich die Seite so leichter verschicken lässt. Die iPad-App “PDF Cabinet 2.2″ integriert hier eine optisch besonders gelungene Funktion in das allgemeine Share-Menü von iOS 8: Man erhält eine Thumbnail-Vorschau und kann mit einem Klick die PDF-Variante erstellen (und diese dann aus PDF Cabinet heraus an Evernote übergeben).

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bereinigte Version

Die Besonderheit: Mit einem kleinen “Schieberegler” kann man ein lesefreundliches Format auswählen (ähnlich wie bei Evernote-Clearly), das ebenfalls als PDF-Dokument gespeichert wird.

Neben den gängigen PDF-Funktionen kann man auch beliebige Fotos aus seinen Alben auswählen und zu einer PDF-Datei vereinen – kann gelegentlich ebenfalls nützlich sein. Auch die Performanz bei großen Dateien scheint mir bei dieser App recht gut zu sein – hier schwächelt leider momentan, evtl. wegen dem 8.1. Update – meine Lieblings-PDF-App “PDF Expert”.

Der Screenshot zeigt übrigens einen sehr lesenswerten Artikel aus dem Blog von Herr Mess: “1 Jahr digitaler Unterricht – Fazit”.