Dez 142014
 
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Seiten-Kombinationen

Fast ein Drittel meiner Evernote-Notizen enthalten PDF-Dateien: vom Zeitungsartikel-Scan über Unterrichtsentwürfe bis hin zu wissenschaftlichen Aufsätzen – halt alles, was ich für Projekte und Beruf zum raschen Finden und Nachschlagen benötige. Für Besprechungen, Tagungen, Planungen sind aber oft nur einige Seiten wichtig – dafür gibt es die üblichen Extrahierungs-Programme, die ich hier auch schon vorgestellt habe. Noch besser wäre es in manchen Fällen, wenn man sich auf bequeme Weise aus Seiten verschiedener Dokumente rasch ein neues erstellen könnte. Auf diese Weise hat man “gebündelt” die wirklich relevanten Informationen in einer einzigen Datei zusammen.

Sehr gut erledigt dies das kleine Tool “PDF Sam” [Installationshinweis weiter unten bitte beachten], kostenlos und durch Java plattformübergreifend: Im oberen Teil des visuellen Editors sieht man die Seiten einer PDF-Datei in Thumbnail-Größe. Die verschiedenen Reiter zeigen anderen PDF-Dateien, die man geöffnet hat. In die untere Hälfte des Editors zieht man nun einfach aus jeder Datei die gewünschten Seiten und bringt sie per Drag ‘n Drop in die gewünschte Reihenfolge. Benötigt man also beispielsweise für eine Besprechung aus Datei A nur die zwei Seiten mit der Kostenaufstellung plus ein Genehmigungsschreiben plus eine Bauskizze, so stellt man sich aus drei Dateien eine neue PDF mit eben jenen 4 Seiten zusammen – innerhalb von 30 Sekunden erledigt. Diese dann noch in Evernote speichern, fertig. Wenn man möchte, kann man bei umfangreicheren Zusammenstellungen – wie in einem der letzten Tipps beschrieben - noch ein Index-Blatt voranstellen. Kein langes Suchen mehr – per Fingertipp hat man damit blitzschnell alle Infos zur Hand.

Das Tool kann noch sehr viel mehr, z. B. automatisch die Reihenfolge von Seiten verändern, wenn man etwa beim Scan-Vorgang die letzte Seite zuerst erhalten hat usw. Wichtig: Bei der Installation werden – wie oft üblich – Tools zur “Mit-Installation” (Browserbars usw.) eingeblendet. Sofern man das nicht wünscht, darauf achten, dass die entsprechenden Optionen übersprungen werden. Ach ja, ein deutschsprachiges Tutorial gibt es übrigens auch.

 

 
Dez 082014
 
gut für Tagungen

gut für Tagungen

Mit Evernote kann man ja – sowohl via Desktop-Anwendung als auch über die mobilen Apps – PDF-Dateien direkt annotieren. Automatisch erzeugt Evernote dabei eine spezielle Index-Seite samt Sprungmarken. Einen sehr praktischen Anwendungsfall beschreibt Felix Schaumburg im Podcast “Bildung-Zukunft-Technik”: Bei umfangreichen Tagungsprogrammen, z. B. einem Barcamp/Educamp, markiert er sich mit Evernote die Stellen, bei denen sein Einsatz gefordert ist. In der Tagungshektik genügt ihm dann ein Klick auf die Stelle im Index-Blatt – und er landet sofort auf der richtigen Seite, die alle Infos wie z. B. Raum der Arbeitsgruppe usw. aufführt.

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rasch markiert

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Zusatzblatt

Zwar könnte man zusätzlich zu den Symbolen noch Text erfassen, aber das Verfahren von Felix gefällt mir recht gut: jedes Symbol hat immer die gleiche Bedeutung. Beispielweise könnte das Ausrufungszeichen bedeuten “Hier muss ich selbst was tun!” und das Herz “Diese Arbeitsgruppe möchte ich besuchen” usw. Symbole und deren Links funktionieren nicht nur innerhalb von Evernote: Die PDF-Datei kann auch mit einem externen Programm, z. B. Acrobat Reader, geöffnet werden – die Indes-Seite samt Sprungfunktion bleibt erhalten. Von daher auch gut geeignet für die Weitergabe an Kollegen, die man damit direkt auf die interessanten Teile aufmerksam machen kann.

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Markierungen entfernen

Zu einem späteren Zeitpunkt kann man übrigens mit einem einzigen Klick seitenweise oder für die ganze Datei die vorgenommenen Markierungen wieder entfernen. Auch kann man die Erzeugung der Index-Seite ganz unterdrücken. Die entsprechenden Einstellungen finden sich im Annotationseditor unter dem Menüpunkt “Bearbeiten”.

Felix Schaumburg und Guido Brombach bringen in dem erwähnten Podcast noch eine Vielzahl weiterer wertvoller Tipps: So stellt Felix seinen Schülern das eigene iPad als “Server” zur Verfügung – via GoodReader-App. Die kann innerhalb eines WLAN nämlich via WebDAV angesteuert werden, was offensichtlich für seine 6. Klasse (also ca. 12 Jahre alt) offensichtlich kein Problem ist (da kenne ich Kollegen, für die das eher ein Problem wäre ;-) ). Habe ich ausprobiert – klappt tatsächlich absolut problemlos. Feiner Tipp – und eine echte Hörempfehlung für den Podcast.

 
Okt 262014
 
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Webseiten in unterschiedlichen Formaten

So langsam trudeln immer mehr Apps ein, die die Besonderheiten von iOS 8 nutzen. Der mobile WebClipper von Evernote speichert ja nun die ganze Webseite direkt in eine Evernote-Notiz (Artikel) in einem bearbeitbaren Format. Manchmal hätte man aber gerne eine PDF-Variante, weil man z. B. komplexere Markierungen anbringen möchte oder sich die Seite so leichter verschicken lässt. Die iPad-App “PDF Cabinet 2.2″ integriert hier eine optisch besonders gelungene Funktion in das allgemeine Share-Menü von iOS 8: Man erhält eine Thumbnail-Vorschau und kann mit einem Klick die PDF-Variante erstellen (und diese dann aus PDF Cabinet heraus an Evernote übergeben).

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bereinigte Version

Die Besonderheit: Mit einem kleinen “Schieberegler” kann man ein lesefreundliches Format auswählen (ähnlich wie bei Evernote-Clearly), das ebenfalls als PDF-Dokument gespeichert wird.

Neben den gängigen PDF-Funktionen kann man auch beliebige Fotos aus seinen Alben auswählen und zu einer PDF-Datei vereinen – kann gelegentlich ebenfalls nützlich sein. Auch die Performanz bei großen Dateien scheint mir bei dieser App recht gut zu sein – hier schwächelt leider momentan, evtl. wegen dem 8.1. Update – meine Lieblings-PDF-App “PDF Expert”.

Der Screenshot zeigt übrigens einen sehr lesenswerten Artikel aus dem Blog von Herr Mess: “1 Jahr digitaler Unterricht – Fazit”.

 
Sep 022014
 
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Möglichkeiten nutzen

Viele meiner Studenten gestalten ihre Klausurvorbereitungen mit Bergen von Papier und Leuchtmarkern. Obwohl Vorlesungsskripte seit vielen Jahren nur noch digital zur Verfügung gestellt werden. Prinzipiell ist gegen diese Art der Vorbereitung auch nichts einzuwenden, aber oft werden die zahlreichen Möglichkeiten übersehen, Dokumente von Anfang an besser aufzubereiten. Ich habe schon an etlichen Stellen Evernote als hilfreiches Recherche- und Ablagesystem für ein Studium beschrieben, heute kümmern wir uns mal um die Frage, ob man nicht von Anfang an “hilfreichere” Dokumente speichern kann. So gibt es für alle Tablet-Systeme – ob nun Windows 8, Android oder iOS – Apps mit zahlreichen Zusatzfunktionen, die sich als nützlich für unser Vorhaben erweisen können. Da ich ein iPad verwende, illustriere ich das am Beispiel der recht guten App “GoodNotes 4.3″.

Zwischen den Zeilen
Recht viele Apps bieten die Möglichkeiten, gewohnte Markierungen, Unterstreichungen usw. in PDF-Dokumenten vorzunehmen. Hier spielt ein Tablet auch seine Vorteile gegenüber Papier aus: durch die Zoom-Möglichkeiten kann man auch bei Seiten mit wenig Leerraum Einfügungen vornehmen. Im Falle von GoodNotes sogar im Vektor-Format, so dass später auch auf dem Bildschirm kleinste Einfügungen ohne Verluste vergrößerbar sind. Eine automatische Handballen-Erkennung sorgt dafür, dass man ein gutes Schreibgefühl hat.

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kleine Schrift ganz groß

Mehr als Papier
Der Schwerpunkt von GoodNotes liegt eigentlich auf dem Anfertigen von handschriftlichen Notizen. Diese “Mit-Schriften”, die man bei den meisten Vorlesungen anfertigt, sind ja auch sinnvoll. In Stichpunkten und kurzen Skizzen hält man Inhalte fest und kann dabei oder anschließend überprüfen, ob man den Stoff auch wirklich verstanden hat. Aber genügt da nicht Papier und Stift. Sicher. Altbewährt, preiswert, man wird nicht durch Technik abgelenkt usw. Dennoch lohnt es sich, einen Blick auf die Besonderheiten der Tablet-Apps zu werfen.

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Handschrift wird erkannt

Wer oft technische Zeichnungen in seine handschriftlichen Notizen aufnehmen muss, der wird von den Auto-Form-Möglichkeiten (1) GoodNotes angetan sein: ein krummer Strich wird zur Geraden, ein Oval mit einer Delle zum Kreis, das schräge Viereck zum Rechteck usw. Für die handschriftliche Erfassung (2) gibt es viele Besonderheiten: ein Zoom-Fenster mit Auto-Vorschub, ein Radierer, der von selbst wieder zum Stift wird, Farben, Schriftstärken, ein Lasso für das Verschieben von Elementen usw. usw. Ganz neu dabei: die sofortige Erkennung der Handschrift (3). Zwar übernimmt das später Evernote beim Archivieren, aber schon während des Schreibens kann so im gesamten Notizbuch gesucht werden. Auf Wunsch wird die Schrift auch konvertiert und z. B. über die Zwischenablage in eine Textverarbeitung übertragen. Und unkompliziert kann man jeden Screenshot oder jedes Fotos (z. B. vom Tafelaufschrieb) direkt im Notizblatt aufnehmen und annotieren (4).

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Jul 302014
 
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neue Möglichkeiten

In der aktuellen Evernote-Prerelease [1] tauchen nun erstmals Kommentierungsmöglichkeiten für PDF-Dateien auf. Unter Mac und bei den mobilen Apps gibt es das schon länger, unter Windows konnte man bisher aber nur Webseiten und Grafiken mit Pfeilen, Rahmen, Leuchtmarkierungen usw. versehen. Diese Tools kann man nun also auch innerhalb einer PDF-Datei anwenden.

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Zeiten-Tools

In dem vertrauten Bearbeitungsfenster taucht nun zusätzlich eine Seitenleiste mit allen PDF-Seiten des Dokuments auf. Auf jeder Seite kann man beliebig viele Anmerkungen unterbringen, die nach dem Speichern übernommen werden (vor dem Start der Bearbeitung kann man sich entscheiden, ob man nur eine Kopie des Originals oder das Original selbst bearbeiten möchte). Zu den verschiedenen Bearbeitungsmöglichkeiten habe ich früher schon eine Reihe von Blogposts verfasst, so dass ich mir eine Doppelung hier erspare.

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Zusammenfassung

Erwähnenswert ist aber die “Summary-Seite”. Evernote generiert automatische eine Vorschauseite, die kurze Schnipsel den bearbeiteten Stellen als zusätzliche Seite in das PDF-Dokument aufnimmt. Neben Vorschaubildern und Seitenzahlen enthält diese Seite auch Sprungmarken, mit  einem Klick landet man direkt auf der editierten Seite. Außerdem wird eine kleine Legende generiert, so dass man z. B. die Anzahl der Frage- oder Okay-Symbole sofort sieht. Ebenfalls finden sich dort die Namen der Bearbeiter. Ruft man die bereits bearbeitete Datei zu einem späteren Zeitpunkt nochmals auf und ergänzt oder löscht Kommentierungen, so passt sich diese Vorschauseite automatisch an. Man kann auch jederzeit gespeicherte Markierungen verändern (z. B. Markierungen verschieben).

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Filter setzen

Hilfreich ist noch eine kleine Einstellung im Tool-Fenster, wenn in der rechten Seitenleiste alle Einzelseiten eines Dokumentes angezeigt werden: rechts unten in der Ecke kann man von “Alle Seiten” auf “Nur mit Anmerkungen versehene Seiten” umschalten. Wenn man also bei einem 200-Seiten-Dokument 8 Seiten mit Anmerkungen versehen hat, so werden durch den Filter nur diese 8 Seiten angezeigt, die man damit sofort im Blick hat. Die Bearbeitung lässt sich in den mobilen Evernote-Apps fortsetzen – und umgekehrt in den mobilen Apps beginnen und auf dem Desktop fortsetzen.

 

 

[1] Evernote-Desktop für Windows, 5.6.1.424