Jul 302014
 
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neue Möglichkeiten

In der aktuellen Evernote-Prerelease [1] tauchen nun erstmals Kommentierungsmöglichkeiten für PDF-Dateien auf. Unter Mac und bei den mobilen Apps gibt es das schon länger, unter Windows konnte man bisher aber nur Webseiten und Grafiken mit Pfeilen, Rahmen, Leuchtmarkierungen usw. versehen. Diese Tools kann man nun also auch innerhalb einer PDF-Datei anwenden.

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Zeiten-Tools

In dem vertrauten Bearbeitungsfenster taucht nun zusätzlich eine Seitenleiste mit allen PDF-Seiten des Dokuments auf. Auf jeder Seite kann man beliebig viele Anmerkungen unterbringen, die nach dem Speichern übernommen werden (vor dem Start der Bearbeitung kann man sich entscheiden, ob man nur eine Kopie des Originals oder das Original selbst bearbeiten möchte). Zu den verschiedenen Bearbeitungsmöglichkeiten habe ich früher schon eine Reihe von Blogposts verfasst, so dass ich mir eine Doppelung hier erspare.

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Zusammenfassung

Erwähnenswert ist aber die “Summary-Seite”. Evernote generiert automatische eine Vorschauseite, die kurze Schnipsel den bearbeiteten Stellen als zusätzliche Seite in das PDF-Dokument aufnimmt. Neben Vorschaubildern und Seitenzahlen enthält diese Seite auch Sprungmarken, mit  einem Klick landet man direkt auf der editierten Seite. Außerdem wird eine kleine Legende generiert, so dass man z. B. die Anzahl der Frage- oder Okay-Symbole sofort sieht. Ebenfalls finden sich dort die Namen der Bearbeiter. Ruft man die bereits bearbeitete Datei zu einem späteren Zeitpunkt nochmals auf und ergänzt oder löscht Kommentierungen, so passt sich diese Vorschauseite automatisch an. Man kann auch jederzeit gespeicherte Markierungen verändern (z. B. Markierungen verschieben).

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Filter setzen

Hilfreich ist noch eine kleine Einstellung im Tool-Fenster, wenn in der rechten Seitenleiste alle Einzelseiten eines Dokumentes angezeigt werden: rechts unten in der Ecke kann man von “Alle Seiten” auf “Nur mit Anmerkungen versehene Seiten” umschalten. Wenn man also bei einem 200-Seiten-Dokument 8 Seiten mit Anmerkungen versehen hat, so werden durch den Filter nur diese 8 Seiten angezeigt, die man damit sofort im Blick hat. Die Bearbeitung lässt sich in den mobilen Evernote-Apps fortsetzen – und umgekehrt in den mobilen Apps beginnen und auf dem Desktop fortsetzen.

 

 

[1] Evernote-Desktop für Windows, 5.6.1.424

 
Feb 252014
 
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rasch eingefügt

PDF-Software wie z. B. Adobe Acrobat kann schon länger neben Text und Zeichnungen auch Foto- und Audionotizen in eine PDF einfügen. Früher hat das nicht gar so viel Sinn gemacht, wenn man vor einem Desktop-PC saß, war die Tastatur gegenüber dem umständlichen Anschließen eines Headsets im Vorteil. Bei mobilen Geräten ist die Funktion deutlich nützlicher: Ein kurzer Fingertipp auf die Stelle einer PDF-Seite, an der man seinen Audio-Kommentar einfügen möchte, sprechen, fertig. Hängt natürlich davon ab, ob man ungestört sprechen kann, aber z. B. im Hotelzimmer oder auf einer Parkbank (bei dem schönen Wetter) vielleicht doch eine Überlegung wert. Dann ab damit zu Evernote.

Man kann natürlich auch die Annotationsmöglichkeiten kombinieren: Mit Stylus oder Evernote-Skitch grafische Markierungen anbringen, ergänzende Sacherverhalte in Audio-Beiträgen hinzufügen. Geht wirklich flott – das abgebildete Beispiel hat keine zwei Minuten beansprucht:

1. Foto mit dem iPad aufgenommen.
2. Foto in die Notizenapp Upad eingefügt.
3. Mit Stylus optische Markierungen vorgenommen.
4. Zu PDF Expert geschickt, dort die drei Audio-Kommentare eingesprochen.
5. Zu Evernote geschickt.

Das Beispiel habe ich für Euch mal in einer Notiz frei gegeben.

Zwar können die Audio-Kommentare später nicht direkt in Evernote abgespielt werden, aber meist öffnet man das Dokument ohnehin in einer zusätzlichen Anwendung. Unter iOS gibt es beispielsweise die sehr gute und kostenlose App “Documents”, ich persönlich verwende PDF Expert und iAnnotate ist ebenfalls noch sehr gut. Mit Android kenne ich mich leider nicht genügend aus, da sollte es aber auch entsprechende Apps geben. Vielleicht kann jemand in den Kommentaren etwas empfehlen? Unter Windows können Acrobat und Adobe Reader damit umgehen, Foxit ebenso, sicher auch noch andere Programme.