Eine der Stärken von Evernote ist ja die Texterkennung: Egal, ob Sie ein Foto von einem Konzertplakat machen, eine handschriftliche Notiz aufnehmen oder etwas einscannen – Evernote findet später Ihre Notiz. Wobei das Ziel von Evernote eigentlich nicht die “übliche” Texterkennung ist, wie man sie von OCR-Software kennt. Im Vordergrund steht die Aufnahme aller gefundenen Wörter im Suchindex. Daher werden bei einem Suchvorgang in Evernote die gefundenen Notizen im Bruchteil einer Sekunde angezeigt – Evernote muss nicht nicht mehr Dokument für Dokument durchsuchen. Ausgesprochen bequem ist, dass der Anwender selbst mit all diesen Dingen nichts zu tun hat – er nimmt nur das Foto auf, den Rest erledigt Evernote im Hintergrund.
Wenn man nun doch einmal den erkannten Text benötigt, so lässt sich auch dieser exportieren. Das ist zwar eine Funktion für Premium-User, aber durch die Moleskine-Notizbücher (denen liegt ja ein Premium-Account bei) und aus anderen Gründen haben sich inzwischen viele einen solchen Account gegönnt, so dass man sie ja mal ausprobieren kann:
- In unserem Beispiel wurde ein Schreiben wie Smartphone-Scanner-App als PDF an Evernote übergeben.
- Nun muss man zunächst einen Sync durchführen, denn die Texterkennung passiert nicht “vor Ort”, sondern auf den Evernote-Servern.
- Wenn alles geklappt hat, taucht im Kontextmenü (rechte Maustaste) der Punkt “Durchsuchbares PDF-Dokument speichern” auf.
- Man erhält ein PDF-Dokument das – statt der Foto-Vorlage – aus purem Text besteht (das Original-PDF ist natürlich weiterhin vorhanden und ebenfalls speicherbar).
- Diesen Text kann man nun markieren und zum Beispiel in Word einfügen.

