Bei den Updates für iOS gibt es eine Reihe Neuerungen. Schmerzlich hatten die Anwender – auch ich – bei der iPad-Version die gewohnte Listenansicht vermisst – nun in neuer Gestalt wieder dabei – prima! Ich habe ja in einem Beitrag beschrieben, wie prima man damit Besprechungen vorbereiten kann. Auch eine Zeitleiste gibt es nun. Den ganzen Beitrag lesen »
Die iOS-Apps für Evernote haben ein grundlegend neues Aussehen erhalten, die Funktionen sind hingegen in weiten Teilen gleich geblieben. Dennoch lohnt es sich, genauer hinzusehen.
Zunächst: Wenn man einen größeren Datenbestand in Evernote hat, so kann es länger dauern, bis beim ersten Mal alle Notizansichten angepasst sind. Ebenfalls waren durch die millionenfachen Abrufe die Server von Evernote in den ersten Tagen ziemlich belastet, wenn es also zu stockenden Synchronisierungen kam, so ist das kein Grund zur Beunruhigung. Der Umstieg wird belohnt: Die neuen Apps reagieren außerordentlich schnell auf alle Aktionen.
Nach dem ersten Blick haben sich viele iPhone-Besitzer beschwert, dass durch die Kachelansicht der Notizen weniger Information zu sehen sei. Aber man kann nach wie vor auf die gewohnte Listenansicht umstellen, nur sind die entsprechenden Buttons unter die grüne Leiste “gerutscht”, damit eben mehr Platz für die eigentliche Information vorhanden ist. Einfach ziehen oder – noch einfacher – kurz auf die dünne schwarze Leiste ganz oben auf dem iPhone tippen. Suchfeld, Sotierfunktion, Ansichtsumschaltung und “Notizbuch-Freigabeknopf” erscheinen (letzterer nur, wenn man die Leiste innerhalb eines Notizbuchs aufruft).
Beim iPad dachten die Entwickler, dass die Listenansicht entbehrlich sei. Das sahen viele Nutzer anders, so dass Evernote bereits angekündigt hat, diese bei einem der nächsten Updates wieder zur Verfügung zu stellen.
Kurz noch zu dem oben erwähnten “Freigabe-Knopf”:
Soeben hat Evernote ein Update für seine Mac-Version veröffentlicht. Mit dabei: Grafiken innerhalb einer Notiz drehen, Anhänge umbenennen und gespeicherte Suchen verändern können. Frage an die Mac-Nutzer unter den Lesern: Bei der Windows-Version geht das Grafikdrehen – zumindest bei größeren Dateien – ja recht langsam vor sich. Geschieht das auf dem Mac schneller?
Vor ein paar Tagen hatte ich bereits darauf hingewiesen, dass die sog. “Favorites Bar” nun [1] auch mit Links zu Einzelnotizen oder Ordnern belegbar ist. Nun gut, das ist “nett” … aber wirft einen nicht vom Hocker. Halt eine Lesezeichenleiste, wie auch der Name vermuten lässt. In Wirklichkeit versteckt sich aber ein mächtiges Tool hinter dieser kleinen Neuerung – denn erstmals wird es nun möglich, mit einem einzigen Klick “intelligente Filter” und individuell zugeschnittene Ansichten zu aktivieren. Sie können sich z. B. nur Notizen anzeigen lassen, die von Ihrem Android-Smartphone oder iPhone aus gesendet wurden. Oder nur jene, an die eine PDF-Datei enthalten. Oder ToDo-Listen, die innerhalb dieser Woche erstellt wurden. Oder alle Notizen, die Unterlagen für die Steuer enthalten und aus diesem Jahr stammen … usw. … usw. … usw.
Um diese Funktionalität zu erreichen, müssen Sie – im einfachsten Fall – lediglich eine sogenannte “Notizeneigenschaft” via Drag&Drop auf die Leiste ziehen. Die Liste dieser Eigenschaften führt bei vielen Evernote-Anwendern ein Schattendasein, da sie sich unterhalb der langen Schlagwortliste versteckt und meist eingeklappt ist. Klappen Sie sie aus, wählen Sie ein Kriterium (z. B. “Diese Woche” oder “Nicht erledigte Aufgaben”) und ziehen Sie dieses einfach auf die Leiste. Fertig. Wenn Sie jetzt einen Klick auf den neuen Button machen, werden z. B. nur noch die neuen Notizen dieser Woche angezeigt – und Sie haben wieder ein klares Blickfeld.
Wenn wir noch ein Stückchen tiefer in der Sidebar gehen, gelangen wir zu den “gespeicherten Suchvorgängen” – also etwas, was iTunes z. B. “Smart Playlists” nennt. Eine “normale” Suche lohnt nicht das Abspeichern, denn wenn ich z. B. nach “Handwerker Schmidt” öfters suche, dann kann ich ihm auch gleich einen Tag verpassen. Aber wie schon mehrfach hier im Blog an Beispielen gezeigt, ist die Suchsyntax von Evernote außergewöhnlich umfangreich – was aber zugleich auch ein Nachteil ist: Wer hat schon Lust, sich für gelegentliche Suchvorgänge gleich alle möglichen Sonderzeichen einzuprägen? Genau für diese Fälle ist das Speichern da: man schlägt einmal die Syntax nach, führt einen Suchvorgang aus – und speichert das dann. In diesen smarten Suchvorgängen kann ich nun alle möglichen Verknüpfungen hinterlegen: z. B. “Suche nur im Notizbuch Seminaraufzeichnungen mit dem Tag ‘Klausurvorbereitung’ aus diesem Semester” usw. Wenn ich das nun als Suche unter dem Namen “Klausur” speichere, kann ich diese hinterlegte Suche nun wiederum ganz einfach via Drag&Drop auf die gleiche Leiste ziehen. Die Wirkung gleicht dem, was man in anderen Programmen einen Filter nennt. Wenn ich auf den neuen Button klicke, werden sofort nur noch jene Notizen angezeigt, die Materialien für eine bestimmte Vorlesung erhalten. Und die Liste ist immer aktuell, auch wenn inzwischen neue Materialien aufgenommen wurden.
Eine sehr empfehlenswerte Funktion, die man auf jeden Fall einmal testen sollte!
In wenigen Tagen (12. 10.) wird die neue Version des Appple-Betriebssystems für iPhones und iPads downloadbar sein. Und Evernote verspricht: "You’ll be seeing lots of cool new functionality and improvements very soon thanks to the features available in this new operating system." (http://is.gd/jIAODH) Angepasst ist die App bereits – aber was könnten die Besonderheiten von iOS sein, die Evernote ausnutzen kann? Nun, eine neue Funktion ist der "Instant-Foto-Button", der künftig bei iPhone und iPad 2 eingeblendet werden wird. Man muss das Gerät nicht erst entriegeln und die Kamera-App starten, sondern direkt auf der Startseite wird es ein kleines Icon geben. Da drauf drücken – und schon kann man Fotos machen. Das wäre natürlich super-ideal, wenn sich dieser Blitzbutton auch mit Evernote verknüpfen ließe. Denn eine der häufigsten Funktionen von mobilen Evernote-Varianten ist der schnelle Schnappschuss. Hier wäre generell zu wünschen, dass Evernote eine Einstellung anbietet in der Art: "Soll die Evernote-App direkt mit der Cam-Funktion gestartet werden?" – Eventuell wird Evernote aber auch die Geo-Daten verstärkt nutzen (diese werden schon jetzt bei Foto-Notizen erfasst). Denn die neue iOS5-ToDo-App wertet die Geo-Daten aus, um auf Wunsch Alarme aufblinken zu lassen, sobald man sein Büro verlässt, vor dem Supermarkt steht oder ins Schlafzimmer geht. Diese Funktion könnte auch übernommen werden – lassen wir uns mal überraschen …
Eine kurze aber wichtige Neuerung: Bisher konnten nur Evernote-Nutzer, die einen Bezahl-Account hatten, alle Dateitypen archivieren. In der Praxis war das nicht weiter tragisch, da mit Text-, PDF-, Bild- und Audio-Formaten auch der Free-Account üppig ausgestattet war und das den meisten Anwendern reichte. Durch die Neuerung erhält man aber nun ein "Voll-Archiv", das auch exotische Dateien – z. B. von einem Steuer- oder Grafikprogramm – aufnimmt. Feine Sache!
Gerade erschienen: Version 4.5 (Beta) von der Desktop-Anwendung (Windows). Damit kann man nun endlich das machen, was man auf dem Smartphone schon lange kann: frisch von der Leber weg Audio-Dateien direkt aufnehmen. Als Format wird „wav“ verwendet, was eine gute Qualität ergibt. Aber wegen der mobilen Anwendungen sollte vielleicht noch die Auswahlmöglichkeit für MP3 hinzu kommen.
Eine weitere nette Kleinigkeit: Ein bisschen kann man nur die Menüleiste anpassen, einige Punkte hinzufügen, die Position verschieben. Wenn man hier künftig noch Makros, gespeicherte Suchen usw. einfügen könnte, wäre das eine feine Sache.
Und schließlich soll eine Druck-Vorschau hinzu gekommen sein – allein, ich konnte sie nicht entdecken …
Die neue (Windows-)Version bringt ein paar kleine Verbesserungen (Suchen-und-Ersetzen, Handhabung von Texteinzügen) usw. mit sich – und eine lohnenswerte groß Erweiterung: sogenannte „geteilte Notizbücher“ können nun innerhalb der Software verwaltet werden (bisher nur über das Web-Frontend). Das betrifft sowohl die Notizbücher, die „für alle“ offen sind, als auch jene, die man mit einer geschlossenen Gruppe teilt.
Die iPhone-4-Version von Evernote wurde gründlich überarbeitet. Vor allem optisch wirkt sie jetzt „schnittig“ und modern. Die Notizen sind jetzt gekachelt, Thumbnails werden mit Text kombiniert, die Filter sind einfacher zugänglich, eine Foto-Galerie lässt sich aufrufen, Audio-Notizen können nun 90 Minuten umfassen, die Geo-Daten sind veränderbar usw. usw. Die App ist weiterhin kostenlos – das Update lohnt sich! (Video zu den Neuerungen: http://spedr.com/4s3ay ).








